Politik | 30.04.2021

Weingarten und Rudolph: BAAINBw leistet gute Arbeit

Absage an Überlegungen zu Privatisierung und Dezentralisierung

V.li. BAAINBw-Vizepräsident Generalmajor Gert Nultsch, BAAINBw-Präsidentin Gabriele Korb, SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Joe Weingarten, SPD-Bundestagskandidat Dr. Thorsten Rudolph, BAAINBw-Vizepräsidentin Annette Lehnigk-Emden.Foto: privat

Koblenz. Die SPD-Politiker Joe Weingarten und Thorsten Rudolph sind überzeugt von der Leistungsfähigkeit und der herausgehobenen Rolle des Koblenzer Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in der Rüstungsbeschaffung. „Dort wird gute Arbeit geleistet. Wir sehen keinen Anlass für Spekulationen über eine Zerschlagung oder Privatisierung dieser Behörde“, erklären die SPD-Vertreter nach einem mehrstündigen Besuch des Amtes und ausführlichen Gesprächen mit der Leitung und den Personalvertretungen. Der Bad Kreuznacher Abgeordnete Joe Weingarten, Mitglied des Verteidigungsausschusses des Bundestages, betont die hohe Professionalität und die inzwischen deutlich verbesserten Abläufe in der Behörde: „Rüstungsinvestitionen sind äußerst komplexe Vorgänge, weil militärische Anforderungen, betriebswirtschaftliche Überlegungen und ein sehr kompliziertes Vergaberecht unter einen Hut gebracht werden müssen.“ Er ist sich mit SPD-Bundestagskandidat Thorsten Rudolph darin einig, dass aus den Fehlern bei vergangenen Vergabeprozessen, etwa beim neuen Sturmgewehr, wo es Patentrechtsstreite gebe, oder der völlig aus dem Ruder gelaufenen Sanierung der Gorch Fock, gelernt werden müsse. „Ausgaben für Rüstung müssen immer transparent, begründet und in der Vergabe völlig korrekt laufen“. Dafür sei das Koblenzer Amt personell und fachlich gut gerüstet.

„Die Hausleitung, an der Spitze Präsidentin Gabriele Korb, hat uns deutlich gemacht, dass sie weiter an der Optimierung von Vergaben und Nutzungsprüfungen arbeitet und besonderen Wert auf mehrfach qualitätsgesicherte Prozesse legt.“ Weingarten und Rudolph begrüßen dies: „Rüstungsbeschaffungen müssen, gerade angesichts der zu erwartenden Haushaltbegrenzungen der nächsten Jahre, sehr gut begründet sein. Aber für uns ist auch klar: Unsere Soldatinnen und Soldaten müssen für die Einsätze, die die Politik beschließt, bestmöglich ausgerüstet sein.“ Die SPD-Politiker sprachen in diesem Zusammenhang auch den Personalvertretungen ihren Dank und ihre Anerkennung aus. „Es muss auch immer wieder deutlich gemacht werden, dass nicht die Beschäftigten in der Koblenzer Zentrale verantwortlich sind für Vergabeprobleme, die aus unklaren militärischen Anforderungen oder unzureichenden Haushaltsmitteln entstehen. Die Beschäftigten leisten sehr gute Arbeit.“ Weingarten und Rudolph betonen, dass es eine politische Entscheidung des Bundestages und der Bundesregierung sei, welche Waffen und Ausrüstungsgegenstände die Bundeswehr bekomme.“ „Das wird in Berlin und nicht in Koblenz entschieden.“

Die beiden Sozialdemokraten erteilen Vorstößen aus dem politischen Bereich, etwa von FDP und Grünen, zur Privatisierung der Behörde oder der Umwandlung in eine Anstalt des öffentlichen Rechts eine Absage: „Rüstungsbeschaffung ist eine originär staatliche Aufgabe und das muss auch in Zukunft so bleiben. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben sich aus nachvollziehbaren Gründen dafür entschieden, dass die Rüstungsbeschaffung in bundeseigener Verwaltung erfolgen soll. Und es ist richtig und wichtig, dass die entsprechenden Kompetenzen hier am Standort Koblenz/Lahnstein beim BAINBw gebündelt sind und bleiben“, erklärt der Koblenzer SPD-Kandidat Rudolph.

Keine schnelle Entscheidung zur Zukunft des Sanitätsdienstes

Weingarten und Rudolph forderten in diesem Zusammenhang auch, keine schnelle Entscheidungen über die Zukunft des ebenfalls in Koblenz angesiedelten Sanitätsdienstes der Bundeswehr zu treffen: „Bundesverteidigungsministern Kramp-Karrenbauer kann gerne ihre Vorstellungen über die künftigen Strukturen der Bundeswehr, zu der angeblich auch die Auflösung des Sanitätsdienstes als eigener Organisationsbereich gehört, in den nächsten Wochen vorstellen. Aber entschieden wird darüber in dieser Wahlperiode nicht mehr.“ Die SPD-Politiker sprachen sich dafür aus, diese Entscheidung nicht über die Köpfe der betroffenen Sanitätskräfte zu treffen, sondern gemeinsam eine vernünftige Lösung für die Zukunft des Sanitätswesens der Bundeswehr zu suchen.“

Pressemitteilung des

Büro von Joe Weingarten

V.li. BAAINBw-Vizepräsident Generalmajor Gert Nultsch, BAAINBw-Präsidentin Gabriele Korb, SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Joe Weingarten, SPD-Bundestagskandidat Dr. Thorsten Rudolph, BAAINBw-Vizepräsidentin Annette Lehnigk-Emden.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1

  • Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Anzeige "Rund ums Haus"
Kleinanzeigen
Anzeige Jaadeporz 2026
Titelanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes Polch
Empfohlene Artikel
Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
335

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
24

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Flutschäden im Juli 2021.  Foto: ROB
1057

Als Bürger dieses Landkreises fühle ich mich nicht gut beraten und auch nicht sonderlich beschützt, wenn man beim lesen des Artikels, in dem der Leiter der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler Stellung bezieht. Man könnte den Eindruck erhalten, dass die PR-Maßnahme der Verwaltung auf jeden Fall eines bewirken soll – und zwar zu Beschwichtigen. In dem Artikel war besonders und in erstaunlicher Weise zu erfahren, was alles nicht geht oder länger dauern wird.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Restaurator Klaus Tenschert mit den zurückgekehrten Kunstwerken:  Foto: Stadtverwaltung / Franziska Düngen
14

Restaurator Klaus Tenschert hat der Kunst neues Leben eingehaucht

Flutgeschädigte Skulpturen kehren an die Ahr zurück

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kurz vor Ostern war im städtischen Museumsdepot in der Niederhutstraße in Ahrweiler die Freude sehr groß, als sich Restaurator Klaus Tenschert aus Hirschaid (bei Bamberg) ankündigte, um der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler vier restaurierte Skulpturen zurückzugeben. Fast zwei Jahre lang haben sie sich in seinen fachkundigen Händen befunden, bevor sie in neuem Glanz die Rückreise an die Ahr antreten konnten.

Weiterlesen

Die Westumer Wehr in der 1930er Jahren.  Foto: privat
7

Westum. Die Freiwillige Feuerwehr Westum blickt in diesem Jahr auf ein ganz besonderes Jubiläum: ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieser bedeutenden Feierlichkeiten möchten wir gemeinsam mit der Bevölkerung auf die bewegte Geschichte unserer Feuerwehr zurückschauen. Nun wendet sich die Wehr an die Öffentlichkeit:

Weiterlesen

Die derzeitige Brunnenkönigin Sophie I. mit ihrer Nachfolgerin Elisa I.
27

Warum wird in Bad Breisig einen Brunnenkönigin gewählt und wie kam es dazu?

Die Geschichte Brunnenkönigin der Quellenstadt Bad Breisig

Bad Breisig. Seit vielen Jahren wählt Bad Breisig eine Brunnenkönigin zum Brunnenfest. Dieser Brauch ist seit 1979 bereits zur Tradition geworden und findet jährlich zu Christi Himmelfahrt statt. Bereits 23 Brunnenköniginnen wurden in der Quellenstadt bis heute gekrönt. Den ersten Höhepunkt dieses Festes bildet ihre feierliche Ankunft, in einer festlich dekorierten Kutsche, im Kurpark.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
neue Heizung?
Rund ums Haus Daueranzeige
Kirmes Polch
Schulhausmeister
Dachdecker (m/w/d)
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Anzeige Uhren Vintage
Brunchanzeige
Kirmes Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Anzeige Reinigungskraft
Ausverkauf
Maibaumstellen Heimersheim