Karl-Josef Laumann war bei CDU und CDA in Neuwied zu Gast
Aktuelle Herausforderungen thematisiert
Neuwied. Der gerade mit hervorragendem Ergebnis gewählte stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU Deutschlands war in das Restaurant Pino Italia in Neuwied gekommen. Hier fand er einen prall gefüllten Saal vor. Es waren nicht nur interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Neuwied, sondern aus ganz Rheinland-Pfalz gekommen.
Laumann, der nicht nur Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, sondern auch Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft ist, ging ausführlich auf viele der aktuellen Herausforderungen ein. Einerseits sei klar, dass Deutschland viel mehr Geld als bisher für seine Sicherheit und Verteidigung ausgeben müsse, anderseits könne man Geld nur einmal ausgeben. Die Voraussetzung für einen leistungsfähigen Sozialstaat sei eine starke Wirtschaft. Die Deutsche Wirtschaft und damit viele gut bezahlte Arbeitsplätze seien allerdings unter anderem durch hohe Energiepreise bedroht. Es sei illusorisch, zu glauben, dass der aktuelle Wohlstand mit immer weniger Arbeit erhalten werden könne. Das Gegenteil sei der Fall. Deutschland müsse als Industrieland erhalten bleiben. Laumann stellte klar, dass ein Austritt aus der EU, wie er vereinzelt gefordert wird, für die deutsche Wirtschaft ein weiteres Desaster wäre. Deshalb sei eine hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl überaus wichtig. Durch eine Stimmabgabe der breiten Mitte der Gesellschaft würden die Stimmen europafeindlicher Extremisten nicht so sehr ins Gewicht fallen. Laumann stellte jedoch auch klar, dass die EU reformiert werden müsse – so müsse sie sich etwa auf das Wesentliche beschränken. Wer aber die EU insgesamt in Frage stelle, schade Deutschland. Laumann äußerte sich auch zu brennenden nationalen und regionalen Themen: die Politik Lauterbachs zur Krankenhausversorgung gehe in eine völlig falsche Richtung. Krankenhausplanung müsse regionale Besonderheiten berücksichtigen und können nicht zentral aus Berlin gemacht werden. Auch die ambulante ärztliche Versorgung würde zunehmend zu einem Thema für die Kommunalpolitik. Man müsse vor Ort attraktive Rahmenbedingungen für Ärztinnen und Ärzte schaffen. Insgesamt bringe der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt auch in Zukunft steigende Kosten mit sich – auch diese könnten nur mit einer florierenden Wirtschaft gestemmt werden. Laumann erteilte einer Einheitsversicherung eine klare Absage, fordert jedoch, dass sichergestellt sein müsse, dass alle Versicherten einen Facharzttermin erhalten müssten, wenn sie diesen dringend bräuchten.
Auch für Fragen aus dem Publikum nahm sich Karl-Josef Laumann Zeit. Norbert Faltin, Bezirksvorsitzender der CDA, und Jan Petry, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes waren sich am Ende einig: „Karl-Josef Laumann hat mit klaren Positionen, die er nüchtern und nachvollziehbar begründete, überzeugt. Vor allem hat er aufgezeigt, dass es für die wenigsten Probleme einfache Lösungen gibt. Die CDU steht für seriöse Politik, die jeden Menschen so nimmt, wie er ist, und ihn nicht in ein ideologisches Muster pressen will.“
Pressemitteilung
CDU-Stadtverband Neuwied
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