Nonnenwerth gedachte der Ereignisse des 9. Novembers
Aktuelle Politik im Gespräch
Klassenstufen 9, 10 und 12 diskutierten mit Landtagsabgeordneten zum Thema Flüchtlingskrise?
Remagen. Anlässlich des deutschen Gedenktages am 9. November besuchten die Landtagsabgeordneten wieder die Schulen, um mit Schülerinnen und Schülern über die deutsche Geschichte zu sprechen und gleichzeitig auch über die gegenwärtige Politik zu diskutieren. Zu Gast auf Nonnenwerth waren die Landtagsabgeordneten Guido Ernst (CDU), Marcel Hürter (SPD) und Wolfgang Schlagwein (BÜNDNIS 90/GRÜNE) sowie Ulrich van Bebber (Landtagskandidat der FDP). Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern verschiedener Sozialkundekurse aus den Klassen 9, 10 und 12 diskutierten sie über Chancen und Risiken, die Deutschland aus der aktuellen Flüchtlingskrise erwachsen.
In einer angeregten Diskussion erörterten die Schülerinnen und Schüler mit den Landtagsabgeordneten die Frage: „Wie verändert sich Deutschland aufgrund der vielen Asylbewerber?“ Gesprochen wurde über die Ursachen, die zu der Flüchtlingskrise geführt haben sowie über Ansätze, wie solche Krisen zukünftig vermeidbar sind. Thematisiert wurde auch die Haltung der Bürger zu den Flüchtlingen und inwieweit die Politik die richtigen Weichenstellung zur Bewältigung der vielen Asylbewerber getroffen hat. Da es sich um ein bundespolitisches Thema handelte, zogen die Vertreter der großen demokratischen Volksparteien unisono an einem Strang und ließen sich nicht zu parteipolitischen Streitigkeiten hinreißen. Lediglich gegen Ende der Veranstaltung, als kurz einige landespolitische Themen in den Fokus rückten, zeigten die Politiker kurz ihre unterschiedlichen Lösungsansätze zu lokalen Themen wie Bildungs- und Umweltpolitik auf. Konkrete Fragen waren hierbei: Wieso muss ein Schüler in Rheinland-Pfalz seine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel selbst bezahlen und in Nordrhein-Westfalen nicht? Braucht die Region eine weitere Rheinbrücke?
Hintergrund des Gedenktages am 9. November sind einige Ereignisse in der deutschen Geschichte, die auf diesen Jahrestag fallen. Zum einen ist es der gescheiterte Hitler-Ludendorff-Putsch des Jahres 1923, die Reichsprogromnacht, auch Reichskristallnacht genannt, im Jahr 1938, mit der die systematische Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger begann und in jüngster Geschichte der Fall der Mauer 1989. Die Landtagsabgeordneten nutzen alljährlich diesen geschichtsträchtigen Tag zum gemeinsamen Gedenken mit Schülern und zum Gespräch und zur Ermunterung der Schüler, selbst aktiv in Politik und Gesellschaft mitzuwirken. "Das Gespräch mit Landespolitikern verschiedener Couleur gibt den Schülern die Möglichkeit, ihre im Unterricht erarbeiteten Thesen und Positionen aktiv zu vertreten“, erklärt Astrid Heilmann-Cappel, Sozialkundelehrerin und Organisatorin der Gesprächsrunde. „Darüber hinaus bekommen die Schüler einen Einblick in den Arbeitsalltag von Politikern, der in dieser Form im Unterricht nicht zu vermitteln wäre.“
