Politik | 12.09.2019

Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger bei Gedankenaustausch zu Fragen des Bahnlärms

Alternativtrasse für leises Mittelrheintal bleibt Ziel

Landtagsabgeordneten Marc Ruland hatte zu Gespräch eingeladen

Koblenz. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Marc Ruland nahm Detlev Pilger, Bundestagsabgeordneter, an einem Gedankenaustausch zu aktuellen Fragen des Bahnlärms in der Region mit den Mitgliedern der BI Oberes Mittelrheintal und Mosel teil. Hierbei stand auch die Alternativtrasse zur Entlastung des Oberen Mittelrheintals einmal mehr im Fokus.

Er kämpfe gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in der parteiübergreifenden Gruppe des Bundestages „Bahnlärm“ weiterhin für die Alternativtrasse und dafür, dass diese endlich in den Verkehrswegeplan mit aufgenommen werde. Berlin müsse erkennen, dass dieses Thema keinen Aufschub mehr dulde. Alle seien sich einig, dass Bahnlärm krank mache, sagte Pilger am Rande des Treffens.

Kurios und unverständlich sei es, dass die Bahn an der Moselstrecke zwar einen dreistelligen Millionenbetrag investiere, hierbei aber Investitionen in den Lärmschutz gänzlich unbeachtet lasse, wie Max Op den Camp hervorhob.

Kernforderungen erneuert

Die Teilnehmer des Gesprächs erneuerten ihre Kernforderungen: Ein Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auf Lärmschutz muss gewährleistet sein, die Zeitschiene für die Umsetzung von lärmreduzierenden Veränderungen muss deutlich kürzer werden, weitere Reduzierung der Geschwindigkeiten bei Ortsdurchfahrten, Etablierung eines unabhängigen Kontrollsystems für die Bahn und die Umsetzung lärmreduzierender Maßnahmen, Überarbeitung und Modernisierung des „Rollenden Materials“, Erstellung eines Planungsgutachtens für die Alternativtrasse und Prüfung einer Trennung von Güter- und Personenverkehr nach dem Vorbild Frankreichs. Hierbei betonte Pilger, dass dies alles natürlich auch voraussetze, dass die Bahn mit einem ausreichenden Etat ausgestattet werde.

Abschließend versprach Pilger, er werde sich auch weiterhin für die berechtigten Belange der durch den Bahnlärm beeinträchtigten Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Einiges sei erreicht worden, aber vieles sei auch noch offen. Er sei froh, mit der parlamentarischen Gruppe, die ja parteiübergreifend zusammengesetzt sei, gegen Bahnlärm bereits in der vorigen Legislaturperiode ein starkes Unterstützerteam mitgegründet zu haben.

Pressemitteilung

Detlev Pilger, MdB (SPD)

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Kommentare
15.09.201921:48 Uhr
juergen mueller

Ja - kontraproduktives Geschwätz.
Neu ist die von Herrn Pilger angesprochene VORAUSSETZUNG:"... daß die Bahn mit einem ausreichenden Etat ausgestattet werde" - genau der Gegenpol zu seinen Versprechungen, die spätestens dann im Müll landen, wenn er seine 8 Jahre Bundestagsmandat "voll" hat, denn spätestens dann interessiert ihn dieses Thema, wie andere ebenso, NICHT mehr.

15.09.201912:47 Uhr
Uwe Klasen

"Alternativtrasse" ---
Wenn die Politikdarsteller so agieren wie bei dem Berliner Flughafen BER oder der Anbindung des deutschen Schienennetzes an die Trasse welche von den Niederlanden über Österreich nach Italien führen soll oder die Anbindung an die Trasse des Gothardbasistunnel, dann wird die Alternativtrasse am Sankt Nimmerleinstag fertig!

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