Politik | 01.12.2020

AfD im Kreis Ahrweiler

Antragsbegründung überzeugte nicht

Kreis Ahrweiler. In seiner September Sitzung hatte der Jugendhilfeausschuss über die Förderung dreier Kindertagesstätten für neue, vorbildhafte innovative Konzepte oder Projekte zur Verbesserung der Chancen benachteiligter Kinder zu entscheiden. Zwei von drei Antragsbegründungen sowie die jeweilige Bewertung der Kreisverwaltung überzeugten dabei die Vertreterin der AfD-Fraktion; eine hingegen nicht. Aus Sicht der Fraktion stellte die Begründung einer der antragstellenden Kindertagesstätten unter dem Punkt „Vorhabensbezogene Aspekte“ im Kern auf die steile Annahme ab, dass „Personen aus anderen Ländern mit anderen Kulturen ständig“ sozialen Benachteiligungen ausgesetzt seien.

Dass es Kinder von Migranten im sozialen Miteinander in der Gesellschaft schwerer haben und im Einzelfall auch Benachteiligung erfahren ist unbestritten. Die Faktoren hierfür sind vielfältig: z.B. eine neue Umgebung in die hineingefunden werden muss und eine neue Sprache, die zu lernen ist. Aber auch auf die Eltern, die sich in eine für sie fremde Sprache Kultur und Sprache hineinfinden müssen und dabei zugleich verständlicherweise ihre eigene Sprache und Kultur bewahren möchten, warteten Herausforderungen. Denn in ein fremdes Land überzusiedeln erfordert auch die Bereitschaft, das Andere und Neue des Gastlandes für sich anzunehmen, ohne sich „selbst“ kulturell zu verlieren. Hierfür sind aber gerade in Deutschland die Voraussetzungen besonders gut. Hat doch in unserem Land die Willkommenskultur einen besonders hohen und auch gelebten Stellenwert.

Bei aufmerksamen Lesen des Antragstextes kann aber schon der Eindruck aufkommen, dass bei den Antragstellern eher ein Verständnis überwiegt, wonach Kinder von Migranten gesellschaftlich eine strukturelle gesellschaftliche Benachteiligung erfahren, die es zu beheben gilt. Aus Sicht der AfD-Fraktion ist ein solches Verständnis nicht nachvollziehbar, Es überrascht zudem, dass dieser Antrag mehrheitlich Zustimmung gefunden hat. Das z.B. Elternbriefe nicht verstanden werden und hier sind offenkundig Familien von Migranten gemeint, ist aber nun sicher keine inhärente „soziale Benachteiligung“ durch die gastgebende Gesellschaft wie im Antrag beispielhaft beschrieben, sondern eher ein Defizit in persönlicher Sprachkompetenz, das sich beheben ließe. Die Antragsteller erklärten, sie beabsichtigen mit ihrem Konzept eine Verbesserung der Chancen von Migrantenkindern zu erreichen. Diese Chancen fördert man gewiss nicht dadurch, dass der gastgebenden Gesellschaft pauschal unterstellt wird, sie würde Migrantenkinder „ständig“ sozial benachteiligen. Ein solches Verständnis von „sozialer Benachteiligung“ passt schlicht nicht zu der Realität der in Deutschland gelebten Willkommenskultur.

In der Gesamtabwägung konnte die Vertreterin der AfD-Fraktion der Förderung dieses Konzeptes nicht zustimmen. Die getroffenen Annahmen zu sozialer Benachteiligung überzeugten nicht.

Pressemitteilung

der AfD-Kreistagsfraktion

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Georg Püttmann: Was nützt eine Anleinpflicht wenn der Hundehalter/in zusieht wie der Haufen auf den Gehweg gemacht wird und sich dann schnell entfernt …. Ganz zu schweigen von den Pinkeleien an den Blumenkübeln sowohl...
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
Ostereierkibben Winningen
Lossprechungsfeier der Metall-Innung
Umbau u. Neueröffnung Blumen Meyer
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Reifenwechsel
Wohnträume
Ostergrußanzeige
Umbau und Wiedereröffnung Floristik & Ambiente Meyer
Empfohlene Artikel
9

Sinzig. Der CDU Stadtverband Sinzig bietet in diesem Jahr wieder eine Bürgerreise an: vom 30. September (Mittwoch) bis 4. Oktober (Sonntag) fahren wir mit einem modernen Reisebus der Firma Welter-Reisen nach Berlin.

Weiterlesen

Weitere Artikel
6

Allgemeine Berichte

Jahreshauptversammlung terminiert

Walporzheim. Der Weindorf Walporzheim e. V. lädt seine Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. Termin ist Dienstag, 5. Mai 2026, um 19:00 Uhr in der Alten Schule (Erdgeschoss, Winzerstraße 6) in Walporzheim.

Weiterlesen

5

Präventionsschulungen des Pastoralen Raums für 2026 sensibilisieren für das Thema Missbrauch

Damit sich alle bei uns sicher und wohl fühlen...

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Drei Fragen vorab: Wann ist ein Kompliment der Obermessdienerin gegenüber in Ordnung – und ab wann nicht mehr? Wie sieht es mit dem kecken „in-die-Backe-Pitschen“ beim Kommunionkind aus? Und was ist davon zu halten, wenn die Dame mit der Krankenkommunion vehement zur Lebensbeichte drängt?

Weiterlesen

Im Mittelpunkt stehen die beiden Künstler Ute Möller und Stephan Maria Glöckner aus dem Marienthaler Atelier.  Foto: privat
6

Dagernova & Kunst

Wein. Kunst. Begegnung.

Dernau. Am 09. April 2026 laden wir Sie ganz herzlich in unsere Vinothek Dernau ein. Unter dem Motto „Dagernova & Kunst“ erwartet Sie ein besonderer Abend, an dem Wein, Kunst und persönliche Begegnungen auf genussvolle Weise zusammenfinden.

Weiterlesen

Imageanzeige
Ideen für ein schönes Osterfest
Tourist-Info & Kassenpersonal (m/w/d)
Imagewerbung
Recht und Steuern
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
Ostern
Osteranzeige
Ostern im Blick
Kostenfreie Anzeige wegen schlechter Verteilung KW11
20 % Anzeige VoS
Umbau u. Wiedereröffnung Blumen Meyer
Anzeige Ostermarsch und Ostergrüße
Nachruf Hr. Steiner
diverse Stellen
Wohnträume
Ostergrüße aus Wachtberg