Politik | 24.05.2015

Kurt-Pauli-Stiftung bei der Jahrestagung des Deutschen StiftungsTags in Karlsruhe

„Auf dem Weg nach Europa"

1.600 Stiftungsvertreter trafen sich zum Dialog

Pfarrer i.R. Manfred Häuser, Faramaz Panjshiri, Detlef von Moers, Dr. Kurt Pauli, Wolfgang Marx, Dr. Manuel Lauterbach (v.l.).privat

Remagen/Karlsruhe. In diesem Jahr lud die Kurt-Pauli--Stiftung anlässlich ihrer Jahrestagung seine Kuratoren und Vorstandsmitglieder sowie weitere Gäste nach Karlsruhe ein, um über die Erfüllung des Stifterzweckes der Stiftung zu berichten und zu beraten. Gleichzeitig fand in Karlsruhe der Deutsche Stiftungstag 2015 unter dem Motto „ Auf dem Weg nach Europa - Stiftungen in Deutschland“ statt, wo sich die Mitglieder der Kurt-Pauli-Stiftung mit weiteren 1.600 Stiftungsvertretern über die unterschiedlichsten Themen der weitläufigen Stiftungslandschaft informieren konnten.

Die Kurt-Pauli-Stiftung besteht seit 13 Jahren und baut unter anderem auf das Vermächtnis des Computererfinders Konrad Zuse auf. Der Stiftungsgründer Dr. Kurt Pauli war über dreißig Jahre Wegbegleiter und Freund des Erfinders. Die Zielsetzung der Stiftung mündet unter anderem in der Vergabe von Zuschüssen für Stipendien und die Öffentlichkeitsarbeit über die Entwicklungsgeschichte der Informatik, um unter anderem den Bekanntheitsgrad des genialen deutschen Erfinders zu verstärken und auch Computermusen- und Archive zu fördern. Neu ins Kuratorium wurden Conni Böhme aus Hoyerswerda und Faramaz Panjshiri aus Rolandseck berufen. Böhme, der mit dem Handballverband Sachsen den „Konrad-Zuse-Cup“ im Handball mit großem Engagement organisiert, an dem mittlerweile alle neuen Bundesländer sowie Hessen und Niedersachsen mit insgesamt über 60 Mannschaften teilnehmen, tritt somit in die gleichen Fußstapfen wie der Remagener Michael Kehl mit dem Konrad-Zuse-Cup“ des SV Remagen im Fußball. Der „Konrad-Zuse-Cup“ in Remagen findet vom 18. bis 21. Juni 2015 statt, bei dem sich 80 Vereine aus nah und fern angemeldet haben und sicher wieder für viel Spannung sorgen werden.

Mit über 1.600 weiteren Vertretern von Stiftungen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen die Vertreter der Kurt-Pauli-Stiftung ferner anlässlich der Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen an Europas größtem Stiftungskongress teil. „Stiftungen übernehmen nicht nur gesellschaftliche Aufgaben, sondern regen als "Motoren des Wandels" zunehmend Innovationen an. Mittels unkonventioneller und mutiger Projekte fördern Stiftungen Neuerungen und begünstigen so den gesellschaftlichen Fortschritt und schaffen damit auch langfristige Nachhaltigkeit“, so der Vorstandsvorsitzende der Kurt-Pauli-Stiftung, Dr. Kurt Pauli.

Derzeit gibt es in der Bundesrepublik über 20.000 Stiftungen und die Zahl der Neugründungen wächst rasch an. „In 20 Jahren wird sich die Zahl der deutschen Stiftungen wohl vervierfacht haben“, prognostiziert Pauli, „denn die Zahl der Stiftungen in Deutschland wächst so schnell wie nie zuvor“. Milliardenbeträge geben die Stiftungen jedes Jahr für gemeinnützige Zwecke aus, tragen so zur Vielfalt der Gesellschaft bei und erfüllen wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben. Viele Organisationen haben in den letzten Jahren jedoch an Schlagkraft durch das niedrige Zinsniveau verloren und dadurch kommt es auch vermehrt zu niedrigeren Einnahmen. Stiftungen dürfen nur aus ihren Erträgen, Zustiftungen oder zusätzlichen Spenden Projekte finanzieren.

Die Substanz einer Stiftung muss dabei erhalten bleiben. Durch die derzeitig niedrigen Zinsen geraten jedoch immer mehr Stiftungen unter Druck und müssen teilweise getroffene Zusagen wieder rückgängig machen. Die Kurt-Pauli-Stiftung hat ihr Vermögen in Immobilien angelegt. Sie hat somit keine Zinsprobleme und kann daher alle zugesagten Förderungen durchführen. Nicht nur reden, sondern auch tun, ist das Motto von Kurt Pauli und so wurde auch der Stiftungszweck erweitert um zukünftig ankommende Flüchtlinge durch Finanzierung von Deutschkursen, Unterhalt oder auch Bekleidung zu unterstützen.

Das Stiftungswesen erfährt jedoch weiterhin einen starken Aufschwung. So sind allein in den letzten zehn Jahren weit mehr Stiftungen errichtet worden, wie in den gesamten 90er-Jahren.

Über 10.000 Neugründungen seit 2005, das sind mehr als in den Jahrzehnten von 1960 bis 1995 insgesamt. Der größte Teil davon ist gemeinnützig. Die Mitglieder der Kurt-Pauli-Stiftung denken wie viele ihrer Stiftungskollegen weit über den Tellerrand hinaus: „Stifter sind Vorbilder, und Stiftungen sind Denkfabriken mit Fantasie und Ideenreichtum. Sie sind Ausdruck von Verantwortung und Eigeninitiative, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn. Ohne das bürgerliche Engagement wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer. Leider fehlt oftmals aber auch der vertrauensvolle Nachwuchs, der so mancher Stiftung die Nachhaltigkeit auf Dauer garantiert“, so der stellv. Vorsitzende Wolfgang Marx.

Der Deutsche StiftungsTag 2015, als bedeutendste Veranstaltung in Europa auf diesem Sektor, wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche Karlsruhe von dem katholischen Weihbischof Dr. Bernd Uhl und dem evangelischen Landesbischof Ulrich Fischer gehalten und anschließend nach einem Sektempfang durch die Stadt Karlsruhe im Foyer des Konzerthaus beendet.

Pressemitteilung

Kurt-Pauli-Stiftung

Pfarrer i.R. Manfred Häuser, Faramaz Panjshiri, Detlef von Moers, Dr. Kurt Pauli, Wolfgang Marx, Dr. Manuel Lauterbach (v.l.).Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Koblenz blüht 2026
Tag der offenen Tür
fit für`s Alter?
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Susanne Müller, MdL
30

Kreis Ahrweiler. Wenn Susanne Müller über Politik spricht, geht es selten zuerst um Programme – sondern um Menschen, Begegnungen und Erfahrungen. In der aktuellen Folge des Interviewpodcasts „Fragen an…“, moderiert von Frank Göbel, wird genau das spürbar.

Weiterlesen

Nur geringfügige Verkehrseinschränkungen durch Baumaßnahmen
32

Sinzig. Im Zuge des weiteren Ausbaus der digitalen Infrastruktur werden in der Kantstraße, Höhe Haus Nr. 1 bzw. 4 - 8, Glasfaserkabel verlegt. Ziel der Maßnahme ist es, die Versorgung mit leistungsfähigem Internet in dem betroffenen Gebiet nachhaltig zu verbessern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
470

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
428

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in