Politik | 11.12.2019, 11:30 Uhr

Resolution des Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Adenau zum Erhalt des Adenauer Krankenhauses

Ausbau des Adenauer Krankenhauses zu notfallmedizinischem Zentrum gefordert

Im Krankenhausplan des Landes Rheinlad-Pfalz 2019-2025 ist das St. Josef-Krankenhaus Adenau als ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung verankert.

Danach muss ein Allgemeinkranenhaus der Grundversorgung neben einer Inneren Abteilung auch über eine Fachabteilung Chirurgie verfügen, um eine wohnortnahe Versorgung für die am häufigsten auftretenden Krankheitsfälle absichern zu können.

Weiterhin gilt ein Krankenhausstandort als unverzichtbar, wenn durch seinen Wegfall mehr als 5.000 Menschen länger als 30 Autominuten fahren müssen, um eine Chirurgie, eine Innere Abteilung und eine Notfallversorgung zu erreichen.

Angesichts der Topographie des Adenaur Landes treffen diese Kriterien vollumfänglich auf den Krankenhausstandort Adenau zu, denn die nächsten Standorte in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Mayen, Daun oder Mechernich sind allesamt viel weiter als 30 Autominuten entfernt, von den Straßenverhältnissen im Winter ganz zu schweigen.

Darüber hinaus verfügt das Adenauer Land mit dem Nürburgring über einen touristischen Magneten, der jährlich rund 2 Millionen Besucher anzieht.

Bei Großveranstaltungen, wie beispielsweise Rock am Ring kommen an einem Wochenende rund 90.000 Menschen am Nürburgring zusammen, was fast schon einer Großstadt wie Trier entspricht. Im Bereich Polizeiinspektion Adenau sind jährlich durchschnittlich rund 1.200 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, davon durchschnittlich 60 Unfälle mit Schwerverletzten.

Der Träger des St. Josef-Krankenhauses Adenau, die Marienhaus GmbH hat bereits die Schließung der stationären Chirurgie zum Jahresende verkündet. Aktuellen Aussagen zufolge zieht sich das Krankenhaus im kommenden Jahr voraussichtlich auch aus dem Notarztdienst zurück.

Darüber hinaus ist das St. Josef-Krankenhaus zwischenzeitlich kein lokales Traumazentrum mehr, was weitreichende Konsequenzen für den Rettunsdienst hat, denn bei Unfällen darf in der Regel nur ein zertifiziertes Traumazentrum angefahren werden.

Angesichts dieser Entwicklung ist die Bevölkerung im Adenauer Land in großer Sorge um ihr Krankenhaus, und damit einhergehend um eine notärztliche Versorgung.

Um im ländlichen Raum nicht zu Patienten „zweiter Klasse“ degradiert zu werden, fordern der Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Adenau, der Stadtrat Adenau sowie die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Adenau den Krankenhausträger, die Kostenträger sowie die Landesregierung Rheinland-Pfalz auf, alles daran zu setzen, das St. Jost-Krankenhaus Adenau als ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung auszustatten, und zwar so, wie es im Krankenhausplan des Landes Rheinland-Pfalz 2019-2025 festgeschrieben ist. Dazu gehören eine Inneren Abteilung, eine Fachabteilung Chirurgie sowie ein Notarztdienst.

Gefordert wird zudem der im Landeskrankenhausplan beschriebene Ausbau des Adenauer Krankenhauses zu einem notfallmedizinischen Zentrum mit entsprechenden Ausbildungskapazitäten in der Notfallmedizin.

Der Landesregierung Rheinland-Pfalz zufolge ist der Krankenhausstandort Adenau für die Region unverzichtbar, so dass man sich mit einer Minimallösung nicht zufriedengebe.

Verbandsgemeinderat Adenau

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bei verschiedenen Aktionen zeigten sich die Bürger unzufrieden mit der Entwicklung des Krankenhausstandortes Adenau. Foto: Archiv/CRO
1313

Adenau. „Das chirurgische Angebot im Krankenhaus Adenau ist gesichert“ – so lautete die Aussage einer Presseveröffentlichung des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie aus Mainz vom 18. Dezember. Die Behörde befinde sich im engen Austausch mit dem Träger des Krankenhauses, der Marienhaus Kliniken GmbH mit Sitz in Waldbreitbach, den kommunalen Verantwortlichen vor Ort sowie der Bürgerinitiave, die sich zum Erhalt des Krankenhauses einsetze, heißt es in dem Schreiben.

Weiterlesen

Foto: pixabay.com
3237

Adenau. Begleitend zur heutigen Pressemitteilung der Marienhaus Holding GmbH begrüßte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Lösung für das Krankenhaus Adenau als Ergebnis zahlreicher intensiver Gespräche. „Das Krankenhaus Adenau ist ein für die gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der Region unverzichtbarer Standort, auch nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses“, betonte die Ministerin.

Weiterlesen

69

Adenau. Am Donnerstag, 19. Dezember um 19:30 Uhr findet im Rittersaal der Komturei, Kirchstraße 26, Adenau eine öffentliche Sitzung des Stadtrates von Adenau mit folgender Tagesordnung statt: 1. Fragestunde der Bürger der Stadt Adenau; 2. Information der Verwaltung; 3. Verabschiedung einer Resolution zum Erhalt des Krankenhauses Adenau; 4. Beratung und Beschlussfassung über die Erweiterung des Online-Angebotes...

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Heimat aktiv
Heimat aktiv erleben, Kreis AW
Innovatives aus Andernach
Weitere Artikel
Auch beim diesjährigen Knuspermarkt wird das schnucklige Riesenrad wieder ein echter Blickfang sein.
1228

Neuwied. Eine Prise Zimt in der Luft, dort ein bisschen Zuckerguss und ganz viel Lebkuchen-Zauber: In der Vorweihnachtszeit wird in der Deichstadt wieder geknuspert. Denn der Knuspermarkt – Neuwieds Weihnachtsmarkt – lockt von Freitag, 20. November, bis Mittwoch, 23. Dezember, wieder auf den Luisenplatz in der Neuwieder Innenstadt. Mit Ausnahme von Totensonntag am 22. November hat der Knuspermarkt täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Weiterlesen

typical police vehicle in germany - translation: police
772

Die Bergungsarbeiten sind noch in vollem Gange

Schwerer Unfall auf der B412 am 30.10.: Lkw kippt nach Kollision um

Bell. Am heutigen Morgen gegen 06:45 Uhr ereignete sich auf der B412 zwischen der Anschlussstelle Wehr und Rieden ein Verkehrsunfall, an dem ein Lastwagen und zwei Pkw beteiligt waren. Nach bisherigen Ermittlungen fuhr ein Pkw von der Anschlussstelle Wehr in Richtung Kempenich, als er von seiner Fahrspur abkam und mit einem entgegenkommenden Sattelkipper kollidierte. Durch den Aufprall platzte der linke Vorderreifen des Lkw, wodurch der Fahrer die Kontrolle verlor.

Weiterlesen