Politik | 01.10.2018

Kreis Ahrweiler ist Spitzenreiter in Sachen Einbürgerung

„Ausdruck einer gelebten und gelungenen Integration“

In diesem Jahr wurden schon 230 Menschen aus 47 Nationen eingebürgert

Siebzehn Menschen wurden im Rahmen der Einbürgerungsfeier in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung eingebürgert.  -DU-

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr einen so großen Anteil seiner ausländischen Bevölkerung eingebürgert wie der Kreis Ahrweiler. Immerhin 230 Menschen aus 47 Nationen von fast allen Kontinenten der Erde wurden in den vergangenen Monaten eingebürgert - und fast alle waren gekommen, als jüngst im Rahmen einer festlichen Feierstunde in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung 17 Neubürgerinnen und Neubürger die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten. Siebzehn Lebensgeschichten, die so unterschiedlich wie die Herkunftsländer der neuen Bundesbürger sind - mit Wurzeln in Großbritannien, Marokko, Polen, Rumänien, Lettland, Bolivien, Portugal, Bulgarien, Irak, Iran, Schweiz, Niederlande und der Slowakei. Auch in diesem Jahr setzt sich der Trend fort, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens einbürgern lassen und damit garantiert auch in Zukunft EU-Bürger bleiben werden. Inklusive der jüngsten Einbürgerungsfeier sind zwölf britische Staatsangehörige jetzt auch Deutsche. „Sich zu Hause zu fühlen, integriert zu sein und im besten Sinne eine „Heimat“ gefunden zu haben - das ist der Wunsch wohl eines jeden Menschen. Denn dadurch wird uns allen die Sicherheit gegeben, die wir brauchen, um unseren Alltag, ja unser ganzes Leben sinnvoll gestalten und bewältigen zu können. Wie kostbar dieses Gut ist und wie dankbar wir sein sollten in einem Land zu leben, das uns diese Sicherheit bietet, wird uns täglich ins Bewusstsein gerufen.

„Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger“

Eine Einbürgerung ist immer auch Ausdruck einer gelebten und gelungenen Integration. Dabei ist Integration als ein aktiver Prozess zu verstehen, der auf beiden Seiten Offenheit erfordert. Integration gelingt nicht allein durch Vorgaben der Politik oder der kommunalen Verwaltung. Sie findet vor allem dort statt, wo Menschen zusammenkommen, wo sie sich ehrenamtlich in Vereinen oder ihrer Ortsgemeinde aktiv beteiligen. Wo miteinander musiziert wird, Fußball gespielt oder ein Straßenfest organisiert wird. Bei diesen, nur auf den ersten Blick nebensächlichen Aktivitäten wachsen Menschen zusammen. Gelingende Integration setzt voraus, dass wir alle aufeinander zugehen. Dafür reicht staatliches Handeln alleine nicht aus. Um das zu schaffen, braucht es engagierte Bürgerinnen und Bürger. Wir können stolz sein, dass wir im Kreis Ahrweiler diese Ressource in hohem Maße haben“, betonte Landrat Dr. Jürgen Pföhler in seinem Grußwort und händigte nach der gemeinsamen Abgabe der „feierlichen Erklärung“ die Einbürgerungsurkunden aus. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Orchester des Peter-Joerres-Gymnasiums.

Siebzehn Menschen wurden im Rahmen der Einbürgerungsfeier in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung eingebürgert. Foto: -DU-

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