Ausstellung zum Thema „Berufsverbote“
Freiheitlich-demokratisches Denken und Antifaschismus verteidigen
Koblenz. Die GEW Rheinland-Pfalz, Die Linke Bezirksverband Koblenz/Rhein-Lahn und die VVN Koblenz bieten ab dem 28.02.2026 eine Ausstellung zum Thema „Berufsverbote“ im Koblenzer Haus Metternich an.
Diese soll die Gelegenheit bieten, sich mit deren Geschichte und den derzeitig erneut verschärften Bedingungen für die Einstellung in den öffentlichen Dienst zu beschäftigen.
Am Eröffnungstag, 28.02., 17:30 Uhr, berichten zwei Betroffene, Benjamin Ruß und Kuno Füssel, von den Repressionen, die sie aufgrund ihrer linkspolitischen Tätigkeiten zu erdulden hatten und haben.
Die Ausstellung ist in der Folge täglich ab 15:00 Uhr im Haus Metternich zu sehen. Zum Abschluss der Ausstellungswoche (07.03., 16:00) präsentiert der Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr seine Reportage „Jagd auf Verfassungsfeinde“ und steht anschließend für Diskussionen zur Verfügung. Die Veranstalterorganisationen möchten damit auf eine gefährliche gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam machen:
Im Vergleich zu anderen Ländern mögen in Deutschland auf den ersten Blick noch recht viele zivilgesellschaftliche und linkspolitische Handlungsspielräume existieren. Doch auch diese werden zunehmend beeinträchtigt. Organisationen, die sich im linkspolitischen Spektrum für Antirassismus, für eine gerechtere, solidarischere, einfach bessere Welt einsetzen, geraten immer häufiger unter Druck und das nicht nur vonseiten rechtsextremer Kräfte: Streichen von Fördergeldern, Aberkennung von Gemeinnützigkeit, Unterstellung von Gewaltbereitschaft, Einschüchterungen aufgrund angeblicher Neutralitätsgebote, Fehlverhalten einzelner Polizist:innen… und nun auch - wieder - die Gefährdung des Arbeits- oder Ausbildungsplatzes. Die rheinlandpfälzische Landesregierung reiht sich mit der im Sommer 2025 beschlossenen Verschärfung der Regelabfrage zur Verfassungstreue in die unrühmliche Aufzählung ein. Der Verfassungsschutz hat hierzu Organisationen zusammengestellt, welche in seinen Augen mit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst unvereinbar sind. Durch diese Auflistung harm- und gewaltloser linker Organisationen, die in einem Atemzug mit verbotenen Gruppierungen wie „Combat 18“ oder „Blood and Honour“ genannt werden, werden Menschen eingeschüchtert, die doch gerade gegen Strömungen antreten, welche unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung angreifen.
Damit wird gleichzeitig der Kampf gegen eine demokratie- und freiheitsvernichtende Rechte lahmgelegt und Meinungsvielfalt in Gefahr gebracht.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Bundesarbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte statt.
Pressemitteilung Die Linke Koblenz/Rhein-Lahn
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