Bau der Wasserleitung nach Sayn geht zügig voran
Bald gibt es das Neuwieder Trinkwasser
Schwierige Planungen und Dauerfrost hatten Arbeiten zwischen Heimbach-Weis und Sayn verzögert
Bendorf. Die Arbeiten an der Verlegung der neuen Wasserleitung von Heimbach-Weis nach Bendorf-Sayn sind weit fortgeschritten. Die Stadt Bendorf bezieht künftig einen Teil ihres Trinkwassers von den Stadtwerken Neuwied. Die Neuorientierung war nötig geworden, da die Wassergewinnungsanlagen in der Bendorfer Rheinau keine Verlängerung der Wasserrechte erhalten haben.
Bei einem Ortstermin konnten sich der für die Stadtwerke zuständige Erste Bendorfer Beigeordnete, Bernhard Wiemer, und der Leiter der Stadtwerke, Klaus Kux, davon überzeugen, dass die Arbeiten ausgesprochen zügig vonstattengehen. Und das, obwohl sich die Planungsarbeiten schwieriger als vorhersehbar gestaltetet hatten.
„Es gab nur die Möglichkeit, die nötige Wasserverbindung entlang der Landesstraße L 260 zu verlegen, sodass die Zustimmung des Straßenbaulastträgers nötig war“, sagt Wiemer. Hinzu kam der Wunsch der Stadt Neuwied, parallel zu diesen Arbeiten innerhalb von Heimbach-Weis auf einer Länge von 150 Metern auch die Gas- und Wasserleitungen nebst Hausanschlüssen zu erneuern.
Dies und die verlängerte Planungszeit hatten den Arbeitsbeginn verzögert, sodass mit dem Bau erst im November 2016 begonnen werden konnte.
Der Dauerfrost im vergangenen Januar hatte die Tätigkeiten dann erneut zum Stocken gebracht. „Während die Verlegung Richtung Sayn nun aber zügig fortschreitet, wird zeitgleich bereits die Pumpstation am Ritterweg entsprechend umgebaut“, betont Werksleiter Klaus Kux. Er und Wiemer gehen davon aus, dass bis zum kommenden Mai alle Arbeiten erledigt sein werden.
Auch nach dem Anschluss der Wasserversorgung an Neuwied werden die Bendorfer Bürger langfristig noch zu 35 Prozent mit Wasser versorgt, das aus den Wassergewinnungsanlagen im Groß- und Wenigerbachtal stammt. „Wir haben somit zwei Standbeine und sind auch für Notfälle gut aufgestellt“, versichert Bernhard Wiemer und verwies zugleich auf die bestehende Notverbindung am Mülhofener Schulenberg, über die auch vorübergehend Wasser geliefert werden kann.
Ebenso ist eine Versorgung des Stadtteils Stromberg durch die bestehende Vereinbarung einer gegenseitigen Hilfeleistung zwischen Stromberg und Caan immer gesichert.
Aufgrund des Wasserbezuges aus Neuwied, wurden zum 1. Januar 2017 die Gebühren für das Trinkwasser in Bendorf leicht erhöht. Der Beigeordnete wiederholte aber noch einmal, dass die Stadtwerke Bendorf nach Ablauf eines jeden Wirtschaftsjahres eine Nachkalkulation vornehmen werden, die im Rahmen des Jahresabschlusses von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wird. Sollte sich dabei herausstellen, dass die tatsächlichen Kosten hinter den veranschlagten Kosten zurückgeblieben sind, werden mögliche „Überschüsse“ in die kommenden Kalkulationen einbezogen, wo sie sich dann gebührenmindernd auswirken können.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Bendorf
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