Politik | 08.02.2021

SPD-Landtagskandidat Dr. Alexander Wilhelm

Barrieren am Bahnhof Kobern-Gondorf überwinden

Vor-Ort-Termin am Bahnhof in Kobern-Gondorf. Foto:privat

Kobern-Gondorf. Gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Verbandsgemeinderat Klaus Frevel, besuchte Landtagskandidat Dr. Alexander Wilhelm (SPD), Staatssekretär, kürzlich Kobern-Gondorf. Der idyllische Moselort kann auf eine lange, ereignisreiche Geschichte zurückblicken, wie Klaus Frevel berichtete. In jüngerer Zeit ist aber vor allem die Situation am örtlichen Bahnhof ein Thema. Wie überall an kleineren Bahnhöfen ist auch hier das Bahnpersonal vor Ort schon lange weggefallen. Das kenne er auch aus seinem Spayer Wohnort, zog Dr. Wilhelm Parallelen. Automatisierung und Digitalisierung machten den Stellenabbau bei der Bahn möglich. Die Zukunft der Arbeit in einer digitalisierten Welt ist ein besonderes Herzensanliegen des heimischen Landtagskandidaten Dr. Wilhelm: „Der Wandel der Arbeitswelt führt dazu, dass in vielen Bereichen mit weniger menschlicher Arbeit mehr produziert werden kann. Diese eigentlich positive Entwicklung, die Mühen und Anstrengungen für uns alle reduzieren kann, führt verständlicherweise bei vielen Menschen zu ganz konkreten Ängsten und Sorgen vor Jobverlust und sozialem Abstieg. Ich bin überzeugt, dass wir die Transformation positiv gestalten können. Dabei ist die Politik gefragt: Dass weniger Arbeit notwendig ist, muss den Menschen zu Gute kommen. Gleichzeitig müssen für die Beschäftigten ganz konkrete Fort- und Weiterbildungsangebote ausgebaut und entwickelt werden. Denn gerade höher qualifizierte Arbeit wird weiterhin dringend gebraucht werden. Das Gleiche gilt natürlich für die Arbeit direkt an und mit Menschen: Im Kindergarten, in der Schule oder in der Alten- und Krankenpflege werden sich auch in Zukunft Menschen um Menschen kümmern. Rheinland-Pfalz ist bereits auf einem guten Weg, um den Wandel der Arbeitswelt positiv zu gestalten. Aber ich bin überzeugt: Gutes kann man immer noch besser machen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass wir auch in Zukunft in Rheinland-Pfalz das Morgen schon heute gestalten.“

Beim Weg vom Bahnhofsgebäude auf das Gleis fiel Dr. Wilhelm das Problem am Bahnhof Kobern-Gondorf unmittelbar ins Auge: Um zu den Zügen zu gelangen müssen Fahrgäste zunächst eine lange Treppe hinab und am Ende einer Unterführung wieder hinaufsteigen. Klaus Frevel berichtete von mehreren erfolglosen Versuchen der Ortsgemeinde, barrierefreie Alternativen wie Aufzüge zu schaffen. Dazu erklärte Dr. Wilhelm: „Für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das Gleis nicht erreichbar. Auch Menschen mit Gehbehinderung, Radfahrer, ältere Menschen oder Familien mit Kinderwagen stehen hier vor teilweise unüberwindbaren Hindernissen. Während überall von Inklusion und Barrierefreiheit, der alternden Gesellschaft und Tourismusförderung gesprochen wird, werden diese Themen durch die Deutsche Bahn in Kobern-Gondorf konsequent ignoriert.“ Das Argument, mit dem die Bahn barrierefreie Lösungen für den Bahnhof Kobern-Gondorf ablehne, seien zu geringe Fahrgastzahlen. Schwer nachvollziehbar, findet Gemeinderatsmitglied Frevel das, zumal Kobern-Gondorf an einer Moselbrücke liege, also beide Uferseiten bediene, es halbstündige Anbindungen nach Trier und Koblenz gebe und auch der RE in Kobern-Gondorf halte. In Bahnhofsnähe wurde zudem mit Förderung der SPD-geführten Landesregierung ein Park-and-Ride-Parkplatz eingerichtet.

Landtagskandidat Dr. Wilhelm betonte zum Ende des Besuchs in Kobern-Gondorf: „Die Situation am örtlichen Bahnhof hat sich durch den neuen P+R-Parkplatz geändert. Aus meiner Sicht ist eine erneute Bedarfsanalyse und Messung des Fahrgastaufkommens dringend geboten. Zudem wäre es für alle Beteiligten von Vorteil, wenn das Verfahren seitens der Bahn deutlich transparenter als in der Vergangenheit gestaltet würde. Im Blick behalten werden muss auch, dass sich das Fahrgastaufkommen durch einen barrierefreien Bahnhof natürlich weiter erhöht. Ich werde mich ganz konkret dafür einsetzen, dass die Deutsche Bahn die veränderte Situation am Bahnhof Kobern-Gondorf nochmal überprüft.“

Pressemitteilung des

Landtagskandidaten

Dr. Alexander Wilhelm (SPD)

Vor-Ort-Termin am Bahnhof in Kobern-Gondorf. Foto:privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Tank leer? / -
Haushwirtschaftskraft
China Wellness Massage
Stellenausschreibung - Weiterbildungskoordinator*in im MBA-Fernstudienprogramm - FB WiSo
Kirschbaumfest Oberlützingen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Luftaufnahme zeigt: Die Wasserleitung (blau) liegt im Bereich einer Fahrbahn, das Stahlschutzrohr muss für die Aufschüttung der Bahndämme verlängert werden (gelb). Im gleichen Zug werden die alten Kabel für die Straßenbeleuchtung (türkis) erneuert
2640

„La-Porte-Unterführung“ wird dauerhaft geschlossen

05.08.: Stadtzufahrt nach Neuwied wird gesperrt

Neuwied. In Neuwied stehen die Stadtwerke Neuwied (SWN) vor der Aufgabe, die Stahlschutzrohre der Wasserleitung im Bereich der La-Porte-Unterführung zu verlängern. Die Stadt hat bereits ab dem 5. August eine Verkehrssperrung veranlasst und die notwendigen Umleitungsbeschilderungen eingerichtet. Diese Maßnahme ist notwendig, da die La-Porte-Unterführung dauerhaft geschlossen wird und der Bahndamm komplett aufgeschüttet werden soll.

Weiterlesen

Symbolbild.
1675

Bürgerbeschwerden werden ernstgenommen

Polizei Andernach nimmt E-Scooter-Fahrer in den Fokus

Andernach. In der vergangenen Woche führte die Polizei Andernach verstärkte Kontrollen von E-Scootern in der Innenstadt und dem umliegenden Gebiet durch. Bereits zuvor angekündigt, fanden diese Maßnahmen in der Fußgängerzone statt, um die Einhaltung der Verkehrsregeln sicherzustellen.

Weiterlesen

Die Bäckerei J. Heinzen, ein aktuelles Porträt des ehemaligen Bäckermeisters Manfred Kalt und die Andernacher Hochstraße mit dem Schild der Bäckerei Kalt.
1101

Andernach. Wenn Manfred Kalt von seiner Bäckerei erzählt, spricht er nicht zuerst über Maschinen, Arbeitszeiten oder Umsätze. Er spricht über Menschen. Über seinen Vater, bei dem alles begann. Über seinen Schwiegervater, dem er bis heute dankbar ist. Und vor allem über seine Frau Annemarie, mit der er die Bäckerei Kalt in Andernach zu einem gemeinsamen Lebenswerk machte.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen