Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.
Brunnenbohrungen haben begonnen
Lahnstein. Am 30. Augst 2020 waren in Niederlahnstein sechs von 18 Kesselwagen eines Güterzugs entgleist und umgestürzt. Jeder dieser Waggons, die alle erheblich beschädigt wurden, hatte ca. 60.000 Diesel geladen. Davon liefen mehr als 170.000 Liter auf die Bahntrasse und versickerten im Erdreich.
Als erste Notmaßnahme ließ die DB AG die verseuchte Erde auf einer Länge von 200 Metern und einer Breite von ca. 30 Metern ausbaggern und entsorgen. 30.000 bis 50.000 Liter Diesel beließen die Verantwortlichen der Bahn im Bereich der Unfallstelle im Boden.
Da nach Aussage von Dr. Klaus Vornhusen, des Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, bei einer Podiumsdiskussion am 09.10.2020, am Lahnsteiner Feuerwehrstützpunkt, die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs Vorrang vor der vollständigen Beseitigung der im Boden verbliebenen 30.000 bis 50.000 Liter Diesel habe, seien mit Absprache der unteren Wasserbehörde die Baugrube mit sauberer Erde verfüllt und die Bahngleise darauf verlegt worden. Am 30.09.2020 fuhren die ersten Züge wieder.
Die Bahn beabsichtige, das verbliebene Dieselöl über noch zu bohrende Brunnen in einem Zeitrahmen von fünf bis sieben Jahren abzupumpen. Dies sei eine sichere Methode und für die Region unschädlich, da sich der Diesel nur unter der Bahntrasse befinde und dort auch verbleiben werde, so Dr. Vornhusen. Sein Wort in Gottes Ohr!
Die Bohrung des ersten Brunnens haben begonnen. Wie die Untere Wasserbehörde und die Stadt Lahnstein mit diesem Verfahren konform gehen, wird die nähere Zukunft zeigen.
Pressemitteilung Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen
Umweltschäden
durch die Bahn e.V.
