Gegenveranstaltung am Samstag steht
Bündnis Remagen Nazifrei!
Will ein deutliches Zeichen setzen gegen Nazi-Aufmarsch
Remagen. „Unsere Veranstaltung steht“, erklärt Anna Schubert, Sprecherin des Bündnisses Remagen Nazifrei! „Wir rechnen mit einer gut besuchten Kundgebung direkt an der Naziroute, wir werden die Nazis mit guter Laune, inhaltlichen Redebeiträgen und Live-Bands empfangen!“
Das Bündnis Remagen Nazifrei! hat sich im Sommer gegründet und sich zum Ziel gesetzt, über die Nazis in Remagen aufzuklären und sich ihnen entgegenzustellen.
Als Veranstaltungsort konnte das Gelände der Hochschule in Remagen gewonnen werden. Das Gelände liegt direkt neben dem Ziel der Neonazis, dem ehemaligen Rheinwiesenlager „Goldene Meile“. Damit wird erstmals in Remagen sich den Nazis dort entgegengestellt, wo sie hinwollen: an der Route zum ehemaligen Rheinwiesenlager und der Schwarzen Madonna!
Das Bündnis wird von unterschiedlichen Gruppen und Organisationen getragen: die studentische Selbstverwaltung der Hochschule Koblenz (AStA Hochschule) und der Universität Koblenz (AStA und StuPa Uni), Gewerkschaften, Jugendorganisationen von Parteien (Jusos, Grüne Jugend, Solid), Jugendverbände wie den Falken, die Initiative Kein Vergessen Koblenz, die Antihomophobe Aktion Bonn sowie das antifaschistische Bündnis NS-Verherrlichung stoppen! sind mit dabei.
Der Veranstaltung steht nichts mehr im Wege: Das Kooperationsgespräch mit den Behörden hat bereits stattgefunden und der Auflagenbescheid ist verschickt.
Auf dem Gelände der Hochschule hatte bereits im letzten Jahr eine Plakataktion gegen die Nazis stattgefunden. Dieses Jahr folgt nun eine politische Veranstaltung, die, so Sprecherin Anna Schubert, deutlich machen soll: „Wir sind nicht damit einverstanden, dass die Nazis dort ungestört vorbeilaufen, und wollen uns ihnen entgegenstellen!“
