Politik | 11.07.2016

Positionspapier im Kreistag Ahrweiler vorgestellt

Bundesstadt Bonn soll vorbildliches Kompetenzzentrum bleiben

Berlin/Bonn-Gesetz soll auch künftig gelten und nicht weiter ausgehöhlt werden

Kreis Ahrweiler. Der Bund soll weiterhin hinter dem Standort Bonn als einem von zwei bundespolitischen Zentren neben Berlin stehen. Ein in Deutschland einzigartiges und innovatives Netzwerk von öffentlichen und privaten Institutionen mit zehntausenden hoch qualifizierten Arbeitsplätzen dürfe nicht gefährdet werden Das fordern die Bundesstadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler in einem gemeinsamen Positionspapier, das Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) jetzt dem Kreistag Ahrweiler vorstellte.

In dem Positionspapier „Bundesstadt Bonn – Kompetenzzentrum für Deutschland“, das einstimmig von den Landtags-, Bundestags- und Europa-Abgeordneten der Region verabschiedet wurde, werden vier Forderungen erhoben.

Die Forderungen des Papiers im einzelnen

1. Das Berlin/Bonn-Gesetz gilt und darf nicht weiter ausgehöhlt werden. Es müssen verbindliche Vorkehrungen getroffen werden, damit der bisherige Rutschbahneffekt gestoppt wird. Bonn bleibt dauerhaft das zweite bundespolitische Zentrum und wird mit allen Ministerien in Bonn als solches weiterentwickelt.

2. Die in Arbeitsteilung mit Berlin und übernommene wichtige Funktion als Kompetenzzentrum für mehrere Bereiche muss im nationalen und internationalen Interesse weiter ausgebaut werden. Dafür ist es unabdingbar, dass die politisch, fachlich und thematisch korrespondierenden Ministerien ihren ersten Dienstsitz in Bonn behalten. Das sind alle Ministerien, die auch jetzt schon ihren ersten Dienstsitz in Bonn haben.

3. Bundespräsident und Bundeskanzler behalten ihren Dienstsitz in Bonn.

4. Bonn wird als deutsche UNO-Stadt weiter ausgebaut. Dazu gehört die weitere Ansiedlung von Institutionen der Vereinten Nationen, die Verbesserung der Bedingungen für internationale Organisationen – insbesondere auch durch ein Gaststaatgesetz – und die verstärkte Anwerbung internationaler Tagungen und Kongresse in der UNO-Stadt Bonn.

Bestandsaufnahme nach der Sommerpause geplant

Hintergrund für die Positionierung der Region sei die nach der Sommerpause erwartete Bestandsaufnahme von Bundesbauministerin Barbara Hendricks zur Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin. „Mit über 10.000 Pendlern nach Bonn und in den Rhein-Sieg-Kreis haben wir als Kreis Ahrweiler natürlich ein hohes Interesse daran, dass die Bundesministerien auch weiterhin in Bonn bleiben“, so Pföhler. Er werte das Positionspapier als eine über alle Parteigrenzen hinausgehende, gelungene und eindeutige Positionierung der gesamten Region mit der klaren Botschaft an die Bundesregierung, dass das Berlin/Bonn-Gesetz nicht weiter ausgehöhlt werden dürfe. Bei den Abstimmungsgesprächen habe der Kreis darauf geachtet, dass sich zentrale Ausgleichsprojekte wie der Rein-Ahr-Campus Remagen, das Arp-Museum und die Europäische Akademie hier wiederfinden. Aber auch im Kreis gelegene wichtige Bundeseinrichtungen wie die AKNZ in Bad Neuenahr-Ahrweiler oder das Kommando Strategische Aufklärung auf der Grafschaft seien genannt.

Die Region mache allerdings auch deutlich, dass sie sich dem Angebot nicht verschließen werde, das Gespräch mit der Ministerin zu suchen. Man gehe dabei davon aus, dass diese Gespräche auf der Grundlage der bundespolitischen Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD stünden, in der es heiße: „Wir stehen zum Berlin/Bonn-Gesetz. Bonn bleibt das zweite bundespolitische Zentrum.“ Man erwarte von den Landtagen und Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, dass sie diese Forderungen und Vorschläge, wie in der Vergangenheit, weiter aktiv unterstützten. JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2025
Heimat aktiv erleben
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
schlüsselfertiger Badausbau
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
249

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
69

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
183

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
2936

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen