CDU Rheinbach: Für eine technologieoffene und realistische Wärmeplanung - bestehende Gasnetze als Chance für klimaverträgliche Lösungen
Rheinbach. Bereits im Sommer 2025 hat die CDU Rheinbach u.a. im Rahmen einer Bürgerversammlung deutlich gemacht, dass die vorhandene Gasnetzinfrastruktur in der Kernstadt wie auch in den Ortschaften weiterhin eine wichtige Rolle für eine klimaverträgliche Wärmeversorgung spielen kann. Fachliche Einschätzungen bestätigen, dass die bestehenden Netze grundsätzlich geeignet sind, Haushalte künftig anteilig mit Biogas und perspektivisch sogar vollständig mit Wasserstoff zu versorgen. Voraussetzung dafür ist, dass Heizungsanlagen schrittweise auf die Nutzung dieser klimafreundlichen Gase umgestellt werden.
Gleichzeitig weist die CDU Rheinbach darauf hin, dass alternative Wärmelösungen sorgfältig und differenziert betrachtet werden müssen. Der Aufbau sogenannter „warmer Wärmenetze“ mit zentraler Wärmeerzeugung ist technisch anspruchsvoll und mit erheblichen Investitionen verbunden. Die dafür notwendigen, isolierten Rohrleitungen müssen in rund 1,50 Metern Tiefe verlegt werden, hinzu kommen neue Übergabestationen in den Gebäuden. Zudem arbeiten diese Systeme häufig mit sehr hohen Vorlauftemperaturen von bis zu 80°C, was zu entsprechenden Wärmeverlusten und weiteren Kosten führt.
Eine andere Option stellen „kalte Wärmenetze“ dar, die ohne zentrale Wärmeerzeuger auskommen und stattdessen auf Geothermie basieren. Sie nutzen einen Solekreislauf, der im Winter Wärme bereitstellt und im Sommer sogar zur Kühlung eingesetzt werden kann. In den angeschlossenen Gebäuden kommen effiziente Sole-Wärmepumpen zum Einsatz, die deutlich leistungsfähiger sind als die vielfach diskutierten Luft-Wärmepumpen. Allerdings lassen sich kalte Wärmenetze nicht überall realisieren – etwa aufgrund von Wasserschutzgebieten oder ungeeigneten geologischen Bedingungen. Dennoch gibt es auf Rheinbacher Stadtgebiet durchaus Bereiche, in denen diese Technologie sinnvoll eingesetzt werden kann.
Die CDU Rheinbach betont in diesem Zusammenhang, dass die kommunale Wärmeleitplanung kein starres Dokument ist. Sie muss mindestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, technische Entwicklungen und lokale Gegebenheiten müssen regelmäßig einfließen, um eine zukunftsfähige und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung sicherzustellen.
„Wir setzen uns heute und in Zukunft für eine wirksame, technologieoffene und realistische Wärmeleitplanung ein, die alle Optionen berücksichtigt“, erklärt die CDU Rheinbach. „Niemand kann heute wissen, welche technologischen Möglichkeiten morgen zur Verfügung stehen. Deshalb braucht es Offenheit, Pragmatismus und eine Planung, die mit der Entwicklung Schritt hält.“
Mit diesem Ansatz möchte die CDU Rheinbach dazu beitragen, dass Rheinbach eine nachhaltige, bezahlbare und verlässliche Wärmeversorgung erhält – im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und im Einklang mit den Klimazielen.
Pressemitteilung
CDU Rheinbach
