Stefan Raetz soll am 25. Mai wieder zum Bürgermeister von Rheinbach gewählt werden
CDU Stadtverband entscheidet sich
Einstimmiges Votum der Mitgliederversammlung – Zukunftsaufgaben für die nächste Legislaturperiode benannt
Rheinbach. Einstimmig kürte der CDU-Stadtverband Rheinbach Amtsinhaber Stefan Raetz zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 25. Mai. Bei der Mitgliederversammlung im Foyer der Glasfachschule stimmten 56 Christdemokraten für ihn, einer enthielt sich. Raetz bekleidet das Amt des Rheinbacher Bürgermeisters bereits seit 1999 und war zuvor fünf Jahre lang Erster Beigeordneter der Glasstadt. Der 54-Jährige war auch als Kandidat für die Nachfolge von Landrat Frithjof Kühn gehandelt worden, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellt. Raetz hatte aber nach reiflicher Überlegung ein klares Bekenntnis für eine Zukunft in Rheinbach abgegeben: „Wenn die Bürger mich wählen, werde ich die komplette Legislaturperiode für eine positive Zukunft meiner Heimatstadt arbeiten.“ Außerdem versprach er, weiterhin „nah am Bürger“ zu bleiben und auch künftig ein Bürgermeister für alle Rheinbacher zu sein.
Schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten habe er wesentlich dazu beigetragen, dass Rheinbach trotz knapper Kassen in Sachen Infrastruktur und Ansehen hervorragend dastehe. Rheinbach habe während seiner Amtszeit eine durchweg positive Entwicklung genommen, vor allem in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit sei man im regionalen Vergleich hervorragend aufgestellt. Hinzu komme ein hohes Ansehen in der Region, die Glasmetropole gelte als schöne, liebens- und lebenswerte Stadt. „Wir alle sind stolz auf unser Rheinbach!“, rief Raetz unter dem lautstarken Beifall der Parteimitglieder, darunter der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen und die CDU-Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager.
Charme bewahren und für die Zukunft entwickeln
Der Sprecher aller hauptamtlichen Bürgermeister im Rhein-Sieg-Kreis hob die enge Vernetzung in Kreis, Land und Bund ebenso hervor wie eine gute und dienstleistungsorientierte Stadtverwaltung. Als Ziel der Stadtentwicklung habe man vor Augen, einerseits Rheinbachs Charme zu bewahren und andererseits die Stadt für die Zukunft weiterzuentwickeln. Aller Voraussicht nach werde man schon in Kürze die 30.000-Einwohner-Grenze überschreiten, prophezeite Raetz, ein weiterer Beleg für die Beliebtheit und Anziehungskraft Rheinbachs.
Raetz nannte aber auch einige Zukunftsaufgaben, die er zusammen mit den Christdemokraten meistern wolle. Beherrschendes Thema bleibe nach wie vor die notwendige Haushaltskonsolidierung, die man nach derzeitigem Stand der Dinge mittelfristig erreichen könne. Mit einer „Qualitätsoffensive Grün“ soll künftig für ein gepflegtes Aussehen der öffentlichen Grünfläche und der städtischen Friedhöfe gesorgt werden. Insgesamt wolle man dafür sorgen, dass die Stadt sauber bleiben. Für die Bildungsstadt Rheinbach sei insbesondere die zukunftsorientierte Schulentwicklung von Bedeutung, wozu neben der geplanten Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule auch der weitere Ausbau der Kindergärten im Bereich U3 gehöre.
Behutsame Entwicklung von Bauland
Die Sicherheit der Bürger soll durch eine verstärkte Polizeipräsenz gewährleistet werden, womit auch einer Zunahme von Einbrüchen und Schlägereien entgegengewirkt werden soll. Mit einer behutsamen Entwicklung weiterer Wohnbauflächen setzt Raetz auf einen kontinuierlichen Zuzug, zumal damit auch die städtische Infrastruktur besser ausgelastet werden könne. Erschlossen werden sollen auch neue Gewerbegebiete, beispielsweise rund um die Hochschule.
„Breitband für alle“ sei vor allem für die Ortschaften von eminenter Wichtigkeit, die ohne das schnelle Internet auf Dauer vom Aussterben bedroht seien. Deshalb müsse auch der ÖPNV gestärkt werden, etwa durch neue Kurzbuslinien. Klare Bekenntnisse gab Raetz ab zu „Rheinbach 2030“ sowie zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept. „Daran und an vielem mehr will ich weiter arbeiten, zusammen mit der CDU und der Stadtverwaltung.“ Dank der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Partei, Fraktion und Bürgermeister sei man in Rheinbach in der Lage, in gerader Linie die Weichen für die Zukunft der Stadt stellen zu können. Ein besonderes Lob hatte Raetz für den Ersten Beigeordneten Dr. Raffael Knauber: „mit ihm arbeite ich hervorragend zusammen – und so soll es auch bleiben.“ Er zeigte sich davon überzeugt, dass auch die Bürger Rheinbachs Kontinuität wünschten, „das wird sich auch bei der Wahl zeigen“, sagte er voraus.
