Politik | 08.01.2026, 15:06 Uhr

Jens Münster unterstützt Vorstoß von Gordon Schnieder

CDU fordert bessere Luftrettung für den ländlichen Raum

Der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster fordert eine bessere Luftrettung für den ländlichen Raum in Eifel, Mosel und Hunsrück. Foto: Doris Schnorbach
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Kreis Cochem-Zell. Der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster unterstützt die Initiative des CDU-Oppositionsführers im Landtag, Gordon Schnieder, zur Ausweitung der Nachtluftrettung in Rheinland-Pfalz ausdrücklich.

Zwar sei es ein richtiger Schritt der Landesregierung, den Rettungshubschrauber „Christoph 77“ nun rund um die Uhr einzusetzen.

Aus Sicht der CDU greife diese Lösung jedoch zu kurz – insbesondere für den ländlich geprägten Norden und Nordwesten des Landes.

„Gordon Schnieder hat völlig recht: Ein einzelner 24/7-Hubschrauber reicht nicht aus, um ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz verlässlich zu versorgen“, erklärt Münster. Gerade Regionen wie der Kreis Cochem-Zell, die Eifel, die Mosel und der Hunsrück seien auf eine schnelle Luftrettung angewiesen. Durch Klinikschließungen und den Abbau von Notaufnahmen hätten sich die Wege zur nächsten geeigneten Versorgungseinrichtung in den vergangenen Jahren deutlich verlängert.

Kritisch sieht Münster vor allem den Standort Mainz für den Nachtbetrieb. „Mainz mag medizinisch hervorragend aufgestellt sein, liegt aber am Rand des Landes. Für unsere Region bedeutet das im Ernstfall lange Anflugzeiten – Zeit, die Patientinnen und Patienten bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder schweren Unfällen schlicht nicht haben“, so der Abgeordnete. Bereits Gutachten der Landesregierung hätten gezeigt, dass gerade im nördlichen und nordwestlichen Rheinland-Pfalz deutliche Versorgungsdefizite bestehen.

Aus Sicht Münsters wären zentralere Standorte wie Wittlich oder Simmern deutlich besser geeignet, um große Teile des Landes schneller zu erreichen. „Ein Standort in Wittlich oder in Simmern würde die Versorgung im Hunsrück, an der Mosel und in der Eifel spürbar verbessern – und damit auch für die Menschen im Kreis Cochem-Zell einen echten Sicherheitsgewinn bringen“, betont der CDU-Politiker.

Die moderne Technik ermögliche heute einen flexibleren und bedarfsgerechten Nachtflugbetrieb. Diese Möglichkeiten müssten konsequent genutzt werden. „Wenn die Landesregierung gleichzeitig die Schließung zahlreicher Krankenhäuser zulässt oder deren Leistungsfähigkeit einschränkt, dann muss sie zumindest dafür sorgen, dass die Menschen im ländlichen Raum schnell in spezialisierte Kliniken gebracht werden können“, sagt Münster.

Der CDU-Abgeordnete fordert daher, die Luftrettung in Rheinland-Pfalz strategisch neu auszurichten: mit mehreren Standorten im 24/7-Betrieb, orientiert am tatsächlichen Bedarf – und nicht allein an bestehenden Strukturen. „Die Initiative von Gordon Schnieder ist ein wichtiger Anstoß. Jetzt ist die Landesregierung gefordert, die Realität bei uns im ländlichen Raum endlich ernst zu nehmen.“

Pressemitteilung Büro Jens Münster

Der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster fordert eine bessere Luftrettung für den ländlichen Raum in Eifel, Mosel und Hunsrück. Foto: Doris Schnorbach

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