Politik | 23.02.2021, 08:24 Uhr

Parents for Future Wachtberg erinnern an den ersten Lockdown vor knapp einem Jahr

Corona hat ein erstes Memorial in Wachtberg

Mit einem Hinweisschild informieren die Parents for Future in Niederbachem über den Anlass für die bunten „Hoffnungssteine“. Jeder kann selber eigene, bemalte Steine dazu legen. Je mehr es tun, desto stärker das Zeichen, das gesetzt wird. Foto: privat
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Wachtberg. Es war um den 24. April 2020, als die ersten Auswirkungen des neuen Corona- Virus in Wachtberg auftraten. Auch wenn die globalen und einschneidenden Folgen dieser Pandemie bis heute noch nicht absehbar sind, war schon damals zu ahnen, dass der neue Virus die Gesellschaft über alle Generationen hinweg lange Zeit stark beschäftigen und beeinträchtigen würde.

Damals hatten die Parents for Future dazu aufgerufen, wie auch in vielen Orten Wachtbergs parallel geschehen, so auch in Niederbachem bunte „Hoffnungssteine“ zu bemalen, sie mit kleinen gezeichneten oder geschriebenen Wünschen zu versehen und gemeinsam am Lava-Rondell am Dorfplatz hinzulegen. Damals kamen viele Wachtberger, vor allem Kinder, und brachten ihre Wünsche und „gewichtigen Hoffnungsträger“ zum Dorfplatz. Auch der Klimawandel und die Hoffnung, dass die Menschheit endlich verantwortlich handelt, war und ist Thema der Hoffnungssteine.

Heute, über zehn Monate später, liegen die Steine immer noch bunt und positiv motivierend dort, wenn auch an der einen oder anderen Stelle die Farbe schon etwas abgewaschen ist. An der Aktualität beider Themen hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Beide Themen sind so brisant wie vor einem Jahr.

Mit einem kleinen Hinweisschild haben die Parents for Future nun daran erinnert und damit ein erstes „Corona- und Klima-Memorial“ eingerichtet, das – so wünschen es sich die Parents – weiter mit vielen bunten Steinen bereichert werden soll.

Gerade in Lockdown-Zeiten bietet es sich an, den in der Schule ausgefallenen „Kunstunterricht“ zu Hause mit dem Malen interessanter Hoffnungssteine auszugleichen und mit einer lebensfrohen Botschaft zu versehen. „Das ist eine sehr schöne und sinnvolle Aufgabe für alle Kinder und die Eltern und bringt dem Corona-Memorial am Henseler Hof wieder frische Impulse“ freuen sich die Initiatoren und hoffen, dass die Steinesammlung auf dem ansonsten recht farblosen Dorfplatz bald wieder viele frische bunte Steinbotschaften bekommen wird.

„Die bunten Steine mit einer kleinen, liebevollen und hoffnungsfrohen aber ernsten Botschaft an die Welt sollen allen weiter Mut machen, dass es die Zuversicht ist, die unsere Gesellschaft über alle Generationen hinweg zusammenstehen läßt“, heißt es in der Pressemitteilung. Dass von diesen Steinen auch ein paar historischen Wert erhalten könnten, ist nicht ausgeschlossen. Die Parents haben zum Haus der Geschichte in Bonn Kontakt aufgebaut und es ist im Gespräch, einige Exemplare in das Archiv des Hauses der Geschichte zu überführen. Derzeit werden für spätere Ausstellungen „Zeitzeugen“ gesucht, die für die Zeiten der Pandemie eine ganz bezugsträchtige Aussage beinhalten. Mit den Wachtbeger Steinen wäre der Gedanke, dass auch in Zeiten des Klimawandels und der Coronapandemie die Hoffnung zuletzt stirbt, für viele Generationen „praktisch wie in Stein gemeisselt“, freuen sich die Parents.

Anregungen und Informationen zu dem Projekt unter: parents-wachtberg.de .

Pressemitteilung

Parents for Future Wachtberg

Mit einem Hinweisschild informieren die Parents for Future in Niederbachem über den Anlass für die bunten „Hoffnungssteine“. Jeder kann selber eigene, bemalte Steine dazu legen. Je mehr es tun, desto stärker das Zeichen, das gesetzt wird. Foto: privat

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