Energieagentur Rheinland-Pfalz wird neu ausgerichtet
Das Regionalbüro Eifel-Ahr aufgelöst
Wenigstens ein Arbeitsplatz in der Kreisverwaltung soll künftig zur Verfügung gestellt werden
Kreis Ahrweiler. Überhaupt nicht einverstanden mit der Entscheidung der Mainzer Landesregierung, das erst vor drei Jahren eröffnete Regionalbüro Eifel-Ahr der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH zum Jahresende aufzulösen, zeigte sich der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung. In den Räumen der Kreisverwaltung wurden vom Regionalbüro bislang die beiden Landkreise Ahrweiler und Vulkaneifel betreut. Diese sollen ab dem kommenden Jahr zwei unterschiedlichen Regionalbüros zugeordnet werden: Der Kreis Ahrweiler dem Regionalbüro Rhein-Mosel-Eifel in Koblenz und der Kreis Daun dem Büro in Trier. Wenn man schon das Regionalbüro verliere, so wolle man doch zumindest kostenlose Arbeitsplätze in der Kreisverwaltung zur Verfügung stellen, um den Regionalreferenten wenigstens zeitweise eine Präsenz vor Ort zu ermöglichen. Das beschloss das Gremium einstimmig, Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) sollen ein entsprechendes Angebot unterbreiten. SPD-Fraktionsvorsitzender Lorenz Denn ergänzte: „Wir hoffen, dass die Arbeitsplätze auch genutzt werden.“ Um weiter mit im Boot zu sein, stimmte der Ausschuss zudem einem Kooperationsvertrag mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH zu; damit kann der Ahrkreis einen Vertreter in den Beirat entsenden. Michael Schäfer, der Leiter der Abteilung Strukturentwicklung, soll den Kreis im Beirat vertreten.
Kommunen in Sachen Energiewende beraten
Zum Abschied gab die bisherige Leiterin des Regionalbüros Eifel-Ahr, Anna Jessenberger, einen Rückblick auf die bereits geleistete Arbeit im Kreis Ahrweiler. So habe man einige Ortsgemeinden fachlich unterstützt im Bemühen, regenerative Energien für kommunale Gebäude zu nutzen. Zwei Treffen von Ortsgemeinden die sich mit der Planung von Windkraftanlagen beschäftigen, habe sie moderiert. Auch die Vorbereitung auf die Bewerbung als LEADER-Region RheinEifel und Vulkaneifel habe sie begleitet, ebenso die Projektgruppensitzungen für das Klimaschutzkonzept der Stadt Sinzig.
Mit 17 Ausstellungen und Messen informierte die Energieagentur zu den verschiedensten Themen der Energiewende, beispielsweise zu energieeffizientem Bauen und Sanieren. Weitere 19 Vortragsveranstaltungen mit Themen wie Altbausanierung, Energieeffiziente Neubauten oder „Photovoltaik und Speicher“ verzeichneten nach Jessenbergers Angaben immerhin insgesamt 550 Besucher. Besonders erfolgreich sei die Energiesparkampagne „Cleveren Verbrauch kannst Du auch“ gewesen mit Themenvorträgen zu erneuerbaren und regenerativen Energien sowie Mitmachaktionen, die 25 Veranstaltungen seien von 455 Erwachsenen und Kindern besucht worden.
Kampagne „Wärmewende gestalten“ erfolgreich
Auch die Kampagne „Wärmewende gestalten“ zur Anhebung der Sanierungsrate sei erfolgreich angelaufen. Im Kreis Ahrweiler habe es bisher eine Ausstellung, eine Fachveranstaltung für Planer, eine Infoveranstaltung für Bürger und eine Exkursion zu umgesetzten Nahwärmenetzen gegeben. Zudem seien zwei Energiekarawanen in Kempenich und in der Grafschaft mit 147 Zuhörern bei den Auftaktveranstaltungen und bislang 35 Anmeldung für die Energieberatungen gut gestartet. JOST
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