Politik | 02.03.2026

SPD-Stadtratsfraktion Lahnstein

Defibrillatoren im Stadtgebiet

Die zentral gelegene Stadthalle ist aus Sicht der SPD ein idealer Standort für ein frei zugängliches AED-Notfallsystem, da dort große Veranstaltungen stattfinden und viele Menschen in der Umgebung wohnen.

Lahnstein. Die SPD-Stadtratsfraktion Lahnstein setzt sich für einen gezielten Ausbau öffentlich zugänglicher automatisierter externer Defibrillatoren (AEDs) im Stadtgebiet ein. Anlass ist unter anderem ein tragischer Todesfall im Rahmen eines Altherren-Fußballturniers in der Rhein-Lahn-Halle, der die Bedeutung schneller Hilfe bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erneut in den Fokus gerückt hat.

Medizinische Empfehlungen zeigen, dass die Überlebenschancen im Notfall deutlich steigen, wenn Defibrillatoren schnell erreichbar sind und frühzeitig eingesetzt werden. Neben der Anzahl der Geräte ist dabei vor allem ihre öffentliche Zugänglichkeit und gute Auffindbarkeit entscheidend.

„Gerade an Sportstätten, aber auch an zentralen öffentlichen Orten, kann ein frei zugänglicher Defibrillator im Ernstfall Leben retten. Wichtig ist dabei, dass diese Geräte nicht nur vorhanden sind, sondern im Notfall auch schnell gefunden werden“, erklärt Judith Ulrich, SPD-Ortsvorsitzende in Lahnstein. „Im Sportbereich gibt es bereits gute Ansätze, etwa durch Initiativen des Fußballverbands Rheinland, der Vereine bei der Ausstattung von Sportstätten mit Defibrillatoren und entsprechenden Schulungen unterstützt. Daran sollte Lahnstein anknüpfen. Ergänzend gibt es inzwischen Apps, die den nächstgelegenen öffentlich zugänglichen Defibrillator anzeigen und Ersthelfer gezielt dorthin leiten.“

Auch im Bildungsbereich setzt das Land Rheinland-Pfalz mit dem Projekt „Retten macht Schule“ wichtige Akzente. Ziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen und den sicheren Umgang mit Defibrillatoren zu vermitteln. Damit wird frühzeitig Handlungssicherheit geschaffen und das Thema ´Erste Hilfe´ fest im Schulalltag verankert.

„´Retten macht Schule‘ ist ein guter Anfang, um junge Menschen und Lehrkräfte im Umgang mit Defibrillatoren zu schulen – dieses Landesprojekt müssen wir auch in unserer Region weiter voranbringen“, betont Adriana Kauth. Die frühe Vermittlung von lebensrettenden Kompetenzen sei ein zentraler Baustein, um im Ernstfall schneller helfen zu können.

Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt vor diesem Hintergrund die Beratung des Tagesordnungspunktes „Verbesserung der Notfallversorgung in Lahnstein – Ausbau öffentlich zugänglicher AEDs und Information der Bevölkerung“ im zuständigen Fachausschuss. Ziel der Beratung ist es, gemeinsam mit der Verwaltung zu erörtern, wie die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Stadtgebiet verbessert werden kann, wie die Bevölkerung besser über vorhandene Geräte und deren Nutzung informiert wird und welche konkreten Lösungen zur Stärkung der Notfallvorsorge entwickelt werden können. Dabei sollen ausdrücklich auch die Erfahrungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden.

Ziel ist es, konkrete Schritte zur Verbesserung der Notfallvorsorge in Lahnstein zu entwickeln und die Bevölkerung besser über Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Einsatz von Defibrillatoren zu informieren.

Pressemitteilung SPD Lahnstein

Auch im Umfeld des Rhein-Lahn-Stadions mit Funktionsgebäude, Hallenbad und Rhein-Lahn-Halle sollte im Stadtteil Niederlahnstein aus Sicht der SPD ein öffentlich zugänglicher Defibrillator verfügbar sein.

Auch im Umfeld des Rhein-Lahn-Stadions mit Funktionsgebäude, Hallenbad und Rhein-Lahn-Halle sollte im Stadtteil Niederlahnstein aus Sicht der SPD ein öffentlich zugänglicher Defibrillator verfügbar sein. Foto: SPD Lahnstein / Judith Ulrich

Die zentral gelegene Stadthalle ist aus Sicht der SPD ein idealer Standort für ein frei zugängliches AED-Notfallsystem, da dort große Veranstaltungen stattfinden und viele Menschen in der Umgebung wohnen. Foto: SPD Lahnstein Jochen Sachsenhauser

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