MIT Kreisverband Ahrweiler fordert „Mittelstandsoffensive 22“

„Der Staat muss die Corona- und Bürokratiefesseln lösen“

„Der Staat muss die Corona-
und Bürokratiefesseln lösen“

Der Vorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Kreis Ahrweiler v-l. Elmar Lersch, Harald Monschau, Josef Niethen, Detlef Odenkirchen und Wilfried Scheffler bekräftigen die Mittelstandsoffensive 2022. Quelle: MIT Kreisverband Ahrweiler

14.01.2022 - 11:30

Kreis Ahrweiler. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Kreisverband Ahrweiler hat eine „Mittelstandsoffensive 22“ vorgelegt. „Unser Ziel ist es, den Mittelstand in der Corona-Pandemie zu stärken“, begründet Harald Monschau, Mitglied des Vorstandes und Betreiber einer Senioreneinrichtung und eines Hotels den Vorstoß: „Unsere Betriebe im Kreis Ahrweiler liegen seit zwei Jahren in Corona-Fesseln. Was sie jetzt brauchen, ist ein Befreiungsschlag.“ Die Unternehmen wollten keine Hilfen, sondern wieder frei wirtschaften. „Aus diesem Grund wollen wir den Umgang mit der Pandemie in der Betriebspraxis erleichtern. Die Betriebe sollen mit weiteren steuerlichen und bürokratischen Erleichterungen wieder durchstarten. Davon profitieren alle.“


Eine generelle 2G-Pflicht in Betrieben lehnt die MIT Kreisverband Ahrweiler ab. Die Arbeitgeber sollten jedoch ein Wahlrecht erhalten sowie die Möglichkeit, arbeitsrechtliche Konsequenzen durchzusetzen. Elmar Lersch, Vorsitzender: „Auch in Zukunft werden sich einige Arbeitnehmer leider nicht impfen lassen. Jeder Betrieb, der sich für 2G entscheidet, muss diese dann auch freistellen können – ohne Anspruch auf Lohnfortzahlung.“ Derzeit gebe es diese Möglichkeit nur im Gesundheitswesen.

Im Einzelhandel soll die Pflicht zur Kontrolle aller Kunden entfallen. „Derartige Kontrollen sind mit hohem Aufwand für die Unternehmen verbunden. Praxisgerechter wäre eine Stichprobenregelung, die dokumentiert werden muss“, schlägt Lersch vor. Die Kontrolle könne durch ein Foto in der Corona-App erleichtert werden. So müsste kein Lichtbildausweis mehr vorgezeigt werden.

Zum Corona-Alltag würden weiterhin Tests und Masken gehören. Die MIT Kreisverband Ahrweiler fordert deshalb, dass der Staat diese unter Beachtung des Vergaberechts vorrangig bei deutschen und europäischen Produzenten beschafft. Detlef Odenkirchen, Stellvertretender Vorsitzender: „Der Staat hat hier eine Vorbildfunktion und eine Verantwortung gegenüber der deutschen Wirtschaft. Es kann nicht sein, dass deutsche Behörden wegen ein paar Cent Unterschied wieder in China einkaufen. Damit legt der Staat die Axt an eine nationale und europäische Ausrüstungssicherheit.“

Aus Sicht der MIT Kreisverband Ahrweiler muss der Staat den Unternehmen auch steuerlich entgegenkommen: „Die Fristen für die Steuererklärung 2020 müssen erneut verlängert werden. An erster Stelle muss aber die kalte Progression vollständig abgeschafft werden. Dazu muss die aktuelle hohe Inflationsrate im Einkommenssteuertarif 2021 berücksichtigt werden. Sonst droht trotz Gehaltserhöhungen ein Kaufkraftverlust.“ Auch müsse der Solidaritätszuschlag endlich für alle abgeschafft werden.

Darüber hinaus fordert die MIT Kreisverband Ahrweiler, den Mittelstand bürokratisch zu entlasten. Alle staatlichen Betriebs- und Nutzungsgenehmigungen, die 2022 auslaufen, sollten automatisch verlängert werden. „Eine weitere Belastung, die der Staat schnell abschaffen könnte, ist die EEG-Umlage. Diese sollte schon zum 1. Januar 2022 erfolgen und über eine nachträgliche Rückerstattung bei der Steuererklärung an die Unternehmen zurückgezahlt werden“, fordert Werner Jung, Stellvertretender Vorsitzender. Erfreulich sei, dass die Ministerpräsidentenkonferenz bereits eine MIT-Forderung im Hinblick auf die Quarantänezeiten aufgegriffen habe. „Angesichts der überwiegend milden und kürzeren Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante müssen die Quarantänezeiten zwingend verkürzt werden“, sagt Jung. Pressemitteilung der

MIT Kreisverband Ahrweiler

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Zu viele Coronafälle: Andernacher Krankenhaus muss geplante Aufenthalte absagen – Notfallversorgung bleibt bestehen

Andernach: 14 Tage Aufnahmestopp in Rhein-Mosel-Fachklinik

Andernach. Die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF) muss für 14 Tage alle geplanten Aufnahmen absagen. Der Grund ist, dass es auf drei psychiatrischen Aufnahmestationen und im Wohnbereich der Klinik mittlerweile positiv getestete Patientinnen und Patienten und Bewohnergibt. Auch fallen derzeit zunehmend mehr Mitarbeiter aufgrund von Isolation oder Quarantäne aus, als dass eine sichere Versorgung noch aufrechterhalten werden kann, wenn weiterhin Patienten aufgenommen werden. mehr...

Fahndung nach Trickdiebstahl in Siegburg

Konto von Senior leergeräumt: Wer kennt dieses Paar?

Siegburg. Im September 2021 hatte die Polizei über einen ungewöhnlichen Trickdiebstahl berichtet, bei dem ein 86-jähriger Siegburger bestohlen worden war. Der Geschädigte war bei der Geldabhebung an einem Bankautomaten in der Siegburger Innenstadt von einem unbekannten Paar beobachtet worden. In einem Lebensmittelgeschäft wurde der 86-Jährige von dem Pärchen angesprochen. Die Frau zeigte auf den Boden und gab an, dass der Siegburger offensichtlich Geld verloren habe. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Theobold aus dem schönen Miesenheim:
Herr Esser, ich muß Ihnen einmal den Spiegel vorhalten, vielleicht erkennen Sie dann Ihr eigenes Treiben. Ihre wahre politische Einstellung lassen Sie heute zum Beispiel wieder mit äußerst zweifelhaften Aussagen in „Ihrem“ Facebook Acount Mariss Tiner (nur Ihr Profilbild verrät sie, warum übrigens...
juergen mueller:
Ich gehe einmal davon aus, dass Herr S.Schmidt ein Sympathisant oder sogar Mitglied der AfD ist, worauf man aus seinen Kommentaren schließen könnte, da er genau die Wortwahl benutzt, wie sie sich die AfD zu eigen macht. Ihm steht natürlich, sollte dies auch nicht der Fall sein zu, seine Meinung, wie...
Ludwig aus Andernach Eich:
Sehr geehrter Herr S.Schmidt (oder wer immer sich hinter diesem Namen verbirgt), die Wortwahl „diffamierend“ wird doch gerade von dieser „Partei“ inflationär bewußt genutzt. Haben Sie die Pressemitteilung nicht gelesen? Auf alle Fälle sind mittlerweile die sogenannten „Spaziergänge“ auch in Andernach...
Gabriele Friedrich:
Gerade alte Menschen abzuzocken und zu beklauen finde ich als ungeheuere Schweinerei. Ich hoffe, man findet das Paar. Vor allem der Mann ist ja auffällig mit seiner krummen Figur....

Kampf gegen Demenz

juergen mueller:
30 000 Euro in drei Jahren - das sind 10 000 pro Jahr. Besser als nichts. Aber - Frage: WAS sind 10 000 Euro für die Arbeit einer Institution, deren Arbeit man nicht hoch genug bewerten kann? Und Kampf gegen Demenz? 10 000 Euro jährlich. Ein Jahr hat 12 Monate, das macht genau 833,33 Euro pro Monat,...
Service