Neujahrsempfang der SPD Swisttal
Der Swisttal-Preis 2014 für ehrenamtliches Engagement geht an Edeltraud Buckesfeld
Schachklub-Vorsitzender Hans Knosowski und der Vorstand der Elterninitiative Regenbogen-Kindergarten erhielten Anerkennungspreise
Miel. Der Swisttal-Preis 2014 geht an Edeltraud Buckesfeld, die sich in zahlreichen wohltätigen Organisationen engagiert. Der Preis ist mit 250 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vom SPD-Ortsverband Swisttal ausgelobt. Weitere Anerkennungspreise, jeweils mit 100 Euro dotiert, erhielt der Vorstand der Elterninitiative Regenbogen-Kindergarten sowie Hans Knosowski, der Vorsitzende des Schachklubs Heimerzheim.
Edeltraud Buckesfeld arbeitet ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen. „Wenn im Lexikon der Begriff ‚guter Mensch‘ beschrieben würde, dann stünde ihr Name dort“, gab der SPD-Ortsverbandsvorsitzende Tobias Leunig in der Laudatio seiner Bewunderung Ausdruck. Sie sei eine ebenso liebenswerte wie engagierte Frau, und obwohl er sie schon von Kindesbeinen an kenne, habe er die wahre Dimension ihrer Hilfsbereitschaft erst erkannt, als er für diese Ansprache recherchierte.
In vielen Bereichen engagiert
Seit mehr als 30 Jahren sei sie in der evangelischen Kirchengemeinde nicht nur hauptamtlich, sondern auch ehrenamtlich sehr aktiv und betreue außerdem seit gut 15 Jahren die Kleiderstube der Arbeiterwohlfahrt Swisttal. Ebenso lange sei sie aktiv im Verein „Herzenswünsche“, der schwer kranken Kindern ihre großen Wünsche erfüllt, und sammle auf besonders kreative Weise Spenden dafür. 2001 sei Edeltraud Buckesfeld eine der Mitbegründerin des Ökumenischen Hospizvereins Rheinbach-Swisttal-Meckenheim gewesen und engagiere sich seit 2006 auch noch im Förderverein des Seniorenwohnheim Santa Clara in Heimerzheim. Daneben engagiere sich immer wieder für Menschen in Not und in schwierigen Situationen.
Aber nicht diese Aufzählung an Fakten mache ihre Bedeutung aus, sondern die kleinen Geschichten, die dahinter steckten. „Bei allem, was sie tut, kann man fast sagen: sie hat das Helfen perfektioniert“, rief Leunig unter dem Beifall der etwa 80 Gäste des Neujahrsempfangs der Swisttaler SPD im Dorfhaus Miel. „Menschen wie Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft, denn ihr sind die anderen Menschen nicht egal.“ Diese Einstellung habe letztlich die Jury überzeugt, ihr den diesjährigen Swisttal-Preis zuzuerkennen.
Gute Nachwuchsarbeit ist wichtig
Die Laudatio auf Hans Knosowski hielt Heimerzheims Ortsvorsteher Hermann Leunig, er wies darauf hin, dass der Preisträger schon seit über 20 Jahren Vorsitzender des Schachklubs Heimerzheim sei. Er habe zwar auch einige Jahre in der ersten Mannschaft in der Verbandsliga mitgespielt, dabei aber schnell erkannt, dass der Verein nur mit einer guten Nachwuchsarbeit überlebensfähig sei. Deshalb habe Knosowski eine Jugendabteilung begründet und zugleich eine Schach-AG in der Grundschule Heimerzheim ins Leben gerufen. Darin habe er im Durchschnitt zehn Schülern pro Jahrgang diesen interessanten und zugleich anspruchsvollen Denksport vermitteln können.
Unzählige Jugendturniere habe Knosowski für den Heimerzheimer Schachklub organisiert, „da reichte manchmal der Platz nicht aus, wenn über 100 Jugendliche in der Heimerzheimer Aula beim Schnellschachturnier mitmachten.“ Die Jury habe es besonders beeindruckt, dass er schon seit 35 Jahren ehrenamtlich tätig sei, und das abseits des Augenmerks der Öffentlichkeit. Allerdings konnte Knosowski selbst nicht an der Preisverleihung teilnehmen, denn er musste an diesem Tag für seine Mannschaft ein Ligaspiel bestreiten. Für ihn nahm Jugendwartin Barbara Schaack den Preis und die Urkunde entgegen.
Kindergarten-Situation verbessert
Auch der Vorstand der Elterninitiative des Regenbogen-Kindergartens wurde mit einem Anerkennungspreis geehrt. Hier hielt Fraktionsvorsitzender Joachim Euler die Laudatio. Die Preisträger wurden vertreten vom Vorsitzenden Ulf Heyder und seiner Stellvertreterin Anne Willers. Die Elterninitiative habe wesentlich zur Verbesserung der Kindergarten-Situation in der Gemeinde Swisttal beigetragen, so Euler, „genau wie andere Elterninitiativen auch“. 1973 gegründet, kümmere sich die Kindertagesstätte um den Nachwuchs von Buschhoven und Hohn. Mittlerweile besuchten 75 Kinder die Einrichtung, darunter 22 Unter-Dreijährige. Jeden Tag würden hier außerdem 66 Mittagessen an die Kinder ausgegeben, was eine weitere bemerkenswerte Leistung sei.
Mit außerordentlichem Durchhaltevermögen, riesigem Engagement, unzähligen Aktivitäten und jeder Menge finanzieller Investitionen habe man den Kindergarten im vergangenen Jahr zum 40-jährigen Bestehen komplett saniert und um den notwendigen Raum für die 22 Kleinkinder erweitert. Trotz teils widriger Umstände habe man es mit Beharrlichkeit, Durchsetzungsvermögen und jeder Menge Idealismus geschafft, sämtliche dabei auftretenden Hürden zu überwinden. Erfreulicherweise hätten aber auch der Kreis, das Land und die Gemeinde Swisttal in ihrem Vorhaben unterstützt und namhafte Zuschüsse gewährt. Mittlerweile habe sich der Regenbogen-Kindergarten zu einer überaus wichtigen Einrichtung in Buschhoven entwickelt, auch als weicher Standortfaktor für die Bedürfnisse junger Familien.
