Politik | 02.09.2016

Stadtwerke Sinzig und Wasserwerk der Verbandsgemeinde Bad Breisig

Desinfektion des Trinkwassers wird fortgesetzt

Sinzig. Die Stadtwerke Sinzig und das Wasserwerk der Verbandsgemeinde Bad Breisig teilen mit, dass die am 12. August vorsorglich eingeleitete Desinfektion des Trinkwassers durch Zugabe von Chlor (ca. 0,25 mg/L) weiter anhält. Diese Maßnahme dient dem vorbeugenden Gesundheitsschutz. Hintergrund: Im Rahmen einer Kontrolle wurden sowohl im Sinziger als auch im Bad Breisiger Trinkwasser geringe Anzahlen von coliformen Keimen nachgewiesen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass eine Verunreinigung des Trinkwassers vorliegt. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes hat man sich dazu entschieden, das Trinkwasser entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung vorübergehend zu chloren. Chlor ist ein in der Trinkwasserverordnung zugelassenes Aufbereitungsmittel, welches keine gesundheitliche Beeinträchtigung nach sich zieht, den Geruch und den Geschmack des Wassers jedoch derzeit beeinflusst. Die Trinkwasserverordnung lässt eine Konzentration von 0,3 mg/L, in Ausnahmefällen sogar von 0,6 mg/L zu. Die ebenfalls unverzüglich begonnene detaillierte Ursachenforschung wird fortgesetzt. Da die Wasserleitungsnetze insgesamt über 215 km lang sind und etliche Sonderbauwerke wie Pumpanlagen, Aufbereitungsanlagen und so weiter enthält, handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, an der weiterhin mit Hochdruck gearbeitet wird.

Derzeit steht als potenzieller Ausgangsort für die Verunreinigung die zentrale Aufbereitungsanlage im Mittelpunkt der Untersuchungen. Diese Anlage wird im Detail untersucht und mehrmals desinfiziert. Ein Expertenteam aus Mitarbeitern der beiden Wasserwerke, dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Uniklinik Bonn und verschiedenen Fachfirmen wurde gebildet. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Ahrweiler. Wie lange die Chlorung noch fortgesetzt wird, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird dadurch bestätigt, dass seit dem 19. August in keiner der untersuchten Netzproben mehr coliforme Keime gefunden wurden. Bis das Chlor aber alle Winkel des Leitungsnetzes erreicht hat und dort ausreichend wirken kann, dauert es erfahrungsgemäß einige Zeit. Die Störung kann daher noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Die Wasserversorger bitten die Kunden daher weiterhin um Verständnis für die Vorsorgemaßnahme. Laufende Informationen gibt es ständig unter www.stadtwerke-sinzig.de oder unter der Service Nummer Tel. (0 26 42) 40 01 80. Die Mitarbeiter der Remondis Eurawasser GmbH beantworten unter Tel. (0 22 25) 83 93 80 die Fragen für die Verbandsgemeinde Bad Breisig.

Pressemitteilung der

Stadt Sinzig

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