Politik | 07.05.2024, 12:57 Uhr

Die Bebauungspläne der Gemeinde sind nötig

– sollten aber bei guten Ideen Spielraum zulassen

Gemeinde Wachtberg. Eigenheimbesitzer kennen das: Die Kinder sind erwachsen und ausgezogen, das Eigenheim ist für zwei Personen zu groß. Man könnte das Dachgeschoss ausbauen, oder für neuen Wohnraum eine Einliegerwohnung schaffen. Etwa für eine alleinstehende Person oder eine Pflegekraft.

Aber bereits der erste Kontakt mit dem Architekten bringt Ernüchterung. „Ihr Vorhaben lässt der Bebauungsplan nicht zu“, ist die häufige Aussage, die für Ernüchterung sorgt. Aus der Traum von zusätzlichem Wohnraum.

Natürlich geht es nicht darum, Bebauungspläne grundsätzlich in Frage zu stellen. Auch heute sind die baurechtlichen Vorgaben das Steuerungselement, um einer Bebauung den vernünftigen Rahmen zu setzen der notwendig ist, um städtebauliche Ziele zu erreichen.

Richtig ist aber auch, dass so mancher Bebauungsplan aus den Gründerjahren der Republik nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. „Darum sollte es Spielraum geben,“ sagt Christoph Fiévet, Vorsitzender der CDU-Fraktion, „wenn man seinen eigentlich doch guten Umbau-Plan weiterverfolgt. Eine bisher verbotene Dachgaube, ein Pult- oder Satteldach, wo bisher Flachdächer vorgeschrieben sind, sollten realisierbar sein und die Zustimmung der Fachausschüsse finden. Oft sind nur geringfügige Veränderungen der Bebauungspläne notwendig, um für vorhandene Gebäude eine an heutige Bedürfnisse angepasste und modernen Erkenntnissen entsprechende Nutzung zu ermöglichen.“

Dies kann die Art der Bebauung sein oder Dachbegrünung, Photovoltaik, Größe der Baukörper. Wer hat damals an Tiny-Häuser, Erdwärme, Ladestationen oder Vorgaben zur Wärmedämmung gedacht? Von den Auswirkungen des demographischen Wandels ganz zu schweigen.

Ein klein wenig Anstrengung seitens der Antragsteller, von Politik und Verwaltung muss schon sein, aber die wäre es doch sicher wert, wenn im Bestand zusätzliche Wohnräume geschaffen und so bereits vorhandene Ressourcen besser genutzt werden könnten.

Pressemitteilung

CDU Wachtberg

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