Politik | 12.01.2024

Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion des Kreises Ahrweiler in Dernau mit NRW-Finanzmister

„Dinge denken, die wir noch nicht gedacht haben“

Pro Mittelstand: (vorne von links) Gereon Haumann, Marcos Optendrenk, Ralf Seekatz mit (hinten von links) Franz-Josef Schneider, Elmar Lersch und Detlef Odenkirchen.  Foto: GS

Dernau. „Starke Wirtschaft, solide Finanzen, vernünftige Klimapolitik“ – unter diesem Motto stand der Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU des Kreises Ahrweiler im Dernauer Culinarium. Dazu begrüßte Vorsitzender Elmar Lersch aus Bad Breisig neben dem Landesvorsitzenden Gereon Haumann und dem Europaabgeordneten Ralf Seekatz als Impulsgeber besonders den nordrhein-westfälischen Finanzminister, Dr. Marcus Optendrenk. Lersch unterstrich in seiner Begrüßung aktuelle Probleme wie Verteuerung von Öl, Gas und Strom, die die Betriebe deutlich zu spüren bekämen. Ebenso sprach er die Subventionsstreichungen bei den Bauern, die Erhöhung der Lkw-Maut und der Mehrwertsteuer in der Gastronomie an: „Klimaschutz mit der Brechstange auf Kosten der Wirtschaft.“

Diese Finanzpolitik führt laut Optendrenk „zur Verunsicherung von Bürgern und der Wirtschaft“. Der CDU-Politiker aus Viersen machte klar: „Der Staat kann Wirtschaft und Energiewende nicht allein, das müsse Aufgabe der Gesellschaft sein. Klimawandel und Klimawende müssen sich wirtschaftlich rechnen, dann funktioniert es.“ Es könne nicht sein, dass wie aktuelle die Ampel es tue, der Staat die Technologie vorschreibe, „das können Ingenieure besser“. Eine Energiewende über den Staat und nicht über die Schaffung von Rahmenbedingungen sei zum Scheitern verurteilt, ging Optendrenk mit Berlin hart ins Gericht. Während sich in Berlin die Regierungsparteien „untereinander das Schwarze unter dem Fingernagel nicht gönnen würden“ und ihre Probleme zu Problemen des Landes machen würden, gebe es in seiner schwarz-grünen Koalition in Düsseldorf ein geräuschloses Miteinander, denn: „Regieren ist das Lösen von Problemen für die Bürger und nicht, sich mit sich selbst zu beschäftigen.“

„Dinge gemeinsam lösen und sich gegenseitig Erfolge gönnen. Das gelingt uns in NRW erstaunlich gut“, sagte Optendrenk. Das sei in Berlin nicht der Fall. Durch Ideologie sei die Freude an der Suche nach Lösungen verloren gegangen. Der Finanzminister appellierte daher in Richtung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion sowie der CDU in Rheinland-Pfalz für einen Politikwechsel „neue Wege zu gehen und Dinge zu denken, die wir noch nicht gedacht haben“.

So auch bei einer nachhaltigen Finanzpolitik. Soll heißen, „versuchen mit dem Geld auszukommen, was man hat“. Optendrenk stellte 500 Milliarden Steuereinnahmen vor zehn Jahren 1000 Milliarden (eine Billion) in 2024 gegenüber und warf massive Zweifel an der aktuellen Politik auf: „Wenn der Staat mit doppelt so viel Geld wie vor zehn Jahren nicht auskommt, stellt sich die Frage, ob das das richtige Rezept ist.“ Nachhaltigkeit sehe anders aus, brach er eine Lanze für die Schuldenbremse.

Und für die Transformation. So sei für ihn „Energie kein grünes Thema, sondern ein existentielles Thema“, dem NRW zum Beispiel mit verstärktem Einsatz von Wasserstoff begegne – wie es im Zukunftsvertrag von CDU und Grünen stehe, der „still und leise kooperativ abgearbeitet wird“. So gehe Politik für die kommenden Generationen: „Sozialen Zusammenhalt schaffen, Freude am Miteinander, Nachhaltigkeit.“

Fragen des Publikums stellte sich im Anschluss eine von Professor Dr. Dr. Franz-Josef Schneider moderierte Podiumsrunde mit Optendrenk, Gereon Hausmann und Ralf Seekatz.

GS

Pro Mittelstand: (vorne von links) Gereon Haumann, Marcos Optendrenk, Ralf Seekatz mit (hinten von links) Franz-Josef Schneider, Elmar Lersch und Detlef Odenkirchen. Foto: GS

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • bley: hallo Jochen, habe eurer Jubiläum in blick aktuell gesehen. Hoffe dir geht es immer noch gut. aus dem hohen Norden grüsst Kurt.
  • Rolf Stern : Die Rechtslage ist eindeutig und lässt keinen Raum für politische Wunschinterpretationen. Nach § 10 Abs. 2 KAG Rheinland-Pfalz sind Erneuerung, Verbesserung und Umbau öffentlicher Verkehrsanlagen beitragspflichtig.
  • Oliver Spielmann: Es sollte besser heißen, Neuwied zerstört Lebensraum. Spätestens jetzt müsste eigentlich dem Letzten Bürger ein Licht aufgehen, welcher Stellenwert unser Grossbaumbestand in den Quartieren hat. Möglicherweise...
Dauerauftrag
Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2025
Karneval in Walporzheim
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval im Brohltal
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval in der Region
PR-Anzeige
Empfohlene Artikel

Neuwied. Bereits im Vorfeld hatte die Stadtratssitzung Wellen geschlagen. CDU-Fraktionschef Martin Hahn hatte auf social media gepostet, dass die AfD der Einrichtung dreier Ganztagsschulen in Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers, im vorgelagerten Haushaltsausschuss nicht zugestimmt hatte.

Weiterlesen

Remagen. Anlässlich der Pressekonferenz von Gesundheitsminister Hoch zum Krankenhausinvestitionsprogramm 2026 fordert die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz eine deutlich stärkere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser im Land. Die aktuelle Lage zeige unmissverständlich, dass das bisherige Investitionsniveau nicht ausreiche, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern.

Weiterlesen

Bendorf. Auf Einladung der Bendorfer Grünen hatten sich zahlreiche interessierte Bürger im Bendorfer Makerspace eingefunden, um gemeinsam mit Experten und erfahrenen Bürgern nach Wegen zu suchen, wie man seine Immobilie fit für die Zukunft machen kann.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Jeckes Spektakel unter dem Motto “Das Karussell dreht sich weiter”

Saalfastnacht beim Kerer LCC: Traumhafte Tänze und amüsante Narrenschelte

Landkern. Die örtliche Eifelgoldhalle übernahm auch in diesem Jahr den Part einer trefflich geschmückten Narrhalla, in welche die Offiziellen des Landkerner Carneval Club (LCC) zur Saalfastnacht eingeladen hatten. Unter der närrischen Taktstockführung von Henny Stein wurde das jecke Spektakel zu einem närrischen Reigen unter dem Motto “Das Karussell dreht sich weiter”.

Weiterlesen

Fahrer eines 40-Tonners gefährdete mehrere Verkehrsteilnehmer

07.02.: Mit über 2 Promille auf der A3: Polizei stoppt betrunkenen Lkw-Fahrer

Montabaur/Dierdorf. Am Samstag, 7. Februar, gegen 0.15 Uhr, hatte ein 23-jähriger Zeuge einen Gliederzug bestehend aus Lkw mit Anhänger („40-Tonner“) auf der A3 im Bereich der Anschlussstelle Montabaur in Richtung Köln fahrend gemeldet. Den Schilderungen des Zeugen folgend, hatte dieser versucht, das Gespann zu überholen. Dieses war dabei gefährlich in Richtung des Pkw des Zeugen gezogen. Der 23-Jährige habe eine Kollision nur knapp verhindern können.

Weiterlesen

Helfende Hände gesucht
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Karneval in der Region
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in Oberbreisig
Karneval in der Grafschaft
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26Heimersheimer Weihnachtsmärktchen, 29. – 30.11.25
Karneval im Brohltal
Karneval in Oberbreisig
Kreishandwerkerschaft
Öffnungszeiten Karneval
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Karneval in der Region
Karneval in der Region
Karneval in Mendig