Remagener Hauptausschuss tagte
Ein Mehr an Barrierefreiheit auf den Weg gebracht
Remagen. Auf Antrag der Grünen im Rat der Stadt Remagen diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss der Römerstadt am vergangenen Montag über eine Liste von kleinen Schritten, mit denen ein Mehr an Barrierefreiheit schnell und mit wenig finanziellem Aufwand auf den Weg gebracht werden soll. Im Ergebnis wurde vereinbart, kleine bauliche Maßnahmen wie das Absenken von Bürgersteigen nicht nur bei Neubauvorhaben, sondern auch im Altbestand vorzunehmen. Die Ortsbeiräte sollten hierzu Vorschläge erarbeite. Freie Fußwege, nicht nur für Gehbehinderte, sondern auch für Eltern mit Kinderwagen, sollen erreicht werden, indem die Stadt die Haushalte gezielt ansprechen wird, Mülltonnen nur noch so abzustellen, dass hinreichender Platz für Fußgänger frei bliebt. Vorsorglich hat in diesem Zusammenhang die Kreisverwaltung bereits darauf hingewiesen, dass gegen uneinsichtige Mitbürger durchaus auch Ordnungsgelder verhängt werden könnten. Dies ist aber im Ausschuss nicht gewollt und so hofft man auf das zukünftige Verständnis der Bürgerinnen und Bürger, die über die Presse noch einmal gezielt angesprochen werden sollen. Absperrungen bei Bauvorhaben werden per Auflage so gestaltet werden – wo immer dies möglich ist – dass eine Mindestbreite zum Beispiel für Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer frei bleibt, um die betreffenden Stellen ungehindert passieren oder ohne Gefahr umgehen zu können. Ein leidiges Thema bleibt der Winterdienst an der B9, wo rund 75 Anwohnerhaushalte nach jedem Schneefall vom Räumdienst den Schnee von der Fahrbahn auf den Fußweg gekippt bekommen, um sich dann durch zum Teil halbe Meter hohe Schneehaufen und anschließend knöchelhohen Matsch kämpfen zu müssen. Hier will die Verwaltung, nachdem wiederholte Interventionen beim zuständigen Räumdienst nicht geholfen haben, an höherer Stelle vorstellig werden, damit zukünftig die schon bei schönem Wetter keineswegs idealen Fußwege an der B9 auch im Winter benutzbar bleiben. Bereits umgestaltet wurden städtische Formulare. So sind die Bankdaten der Stadt Remagen nun auch ohne Lupe lesbar. Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Barrierefreiheit, zum Beispiel der offiziellen Homepage der Römerstadt, werden geprüft. Bereits vor einiger Zeit hat zudem der Bauausschuss auf Initiative der Grünen beschlossen, im Bereich der Bergstraße an Engstellen den Fußweg zu verbreitern, wozu allerdings ein Mitwirken der Landesstraßenbehörde notwendig ist. Die allerdings ließe sich bei solchen Fragen stets Zeit, so Grünen-Sprecher Frank Bliss. Im Zusammenhang der Barrierefreiheit von städtischen Gremien wies Bürgermeister Georgi darauf hin, dass ab Januar 2016 die städtischen Ausschüsse grundsätzlich für Gehbehinderte barrierefrei tagen würden. Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
