Politik | 23.11.2016

Baugebiet Schießhecke in Buschhoven auf dem Prüfstand

Ein Tausch wäre optimal

Knackpunkt ist die verkehrsmäßige Erschließung des 2,8 Hektar großen Baugebiets – Bürgermeisterin soll mit Grundstückseigentümern sprechen

Buschhoven. Knackpunkt für die geplante Erweiterung des Wohngebietes „Schießhecke“ in Buschhoven ist die verkehrsmäßige Erschließung des etwa 2,8 Hektar großen Geländes am südlichen Rand von Buschhoven. Das Problem sei noch immer nicht gelöst, erklärte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Swisttaler Planungs- und Verkehrsausschusses. Doch nach erneutem Gespräch mit der Bezirksregierung Köln zeichne sich vielleicht eine Lösungsmöglichkeit ab.

Die zunächst angedachten Anbindungen an die Straße „Schießhecke“ im Nordwesten und an den „Rosenweg“ im Osten weisen beide wegen der bereits bestehenden Bebauung lediglich eine Breite von fünf Metern auf. Zu wenig für eine sinnvolle Erschließung, so die einhellige Meinung des Ausschusses. Die Erschließung über den „Rosenweg“ wurde ohnehin von allen Fraktionen aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Zumal sich Jürgen Pump (CDU) sicher war, dass dieser Weg auch von den Nutzern nicht angenommen würde, weil er einen erheblichen Umweg bedeute. Bei der Erschließung über die „Schießhecke“ gingen die Meinungen etwas auseinander. Während Pump daran erinnerte, dass auch andernorts mit einer fünf Meter breiten Straßen durchaus Wohngebiete erschlossen würden und die schmale Straße sogar noch den Vorteil habe, dass sie zur Verkehrsberuhigung beitrage, sah das Joachim Euler (SPD) etwas anders: Wenn überhaupt, dann sei hier nur eine Einbahnlösung machbar. Alles andere lehne seine Fraktion rundweg ab.

Problem elegant aus der Welt schaffen

Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass die ideale Anbindung zum „Fienacker“ hin führe. Westlich des jetzt geplanten Baugebietes soll nämlich eine zweite, etwa gleich große Siedlung ausgewiesen werden – aber erst dann, wenn das jetzt geplante voll bebaut ist.

Dieses künftige Baugebiet würde, soviel ist bereits klar, über eine schräg von der Verlängerung der Straße „Am Fienacker“ abzweigende Straße erschlossen. Würde man diese Straße schon jetzt im Vorgriff bauen, könnte damit zugleich eine optimale Erschließung des Neubaugebietes „Schießhecke“ erreicht werden. Was zudem den Vorteil hätte, dass die Anwohner des Rosenweges und der Schießhecke vom zusätzlichen Verkehr aus dem Neubaugebiet mit seinen bis zu 51 Wohneinheiten verschont würden. Diese Lösung ist jedoch mit vielen Unwägbarkeiten verbunden.

Deshalb hatte Monika Goldammer (FDP) bereits in der vorigen Sitzung einen Tausch bei der Reihenfolge vorgeschlagen, in der der beiden Baugebiete verwirklicht werden sollen. So könnte man dieses Problem elegant aus der Welt schaffen, zumal die Nachfrage nach Bauland in Buschhoven ohnehin eine Verwirklichung beider Baugebiete als wahrscheinlich erscheinen lasse. Kalkbrenner bestätigte die zwischenzeitlich eingeholte Zusage der Bezirksregierung, dass man die beiden Baugebiete austauschen könne. Allerdings sah sie ein Problem darin, dass es für das Baugebiet „Schießecke“ bereits eine konkrete Planung und einen Erschließungsträger gebe, für das Baugebiet „Am Wehrbusch“ jedoch noch nicht. Es sei noch nicht einmal bekannt, wer die Eigentümer der einzelnen Grundstücke seien, ergänzte die Ausschussvorsitzende Gertrud Klein (CDU). Und ob die sich so schnell auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen könnten, stehe in den Sternen. „Aber der Knoten muss irgendwann einmal aufgehen, damit wir endlich anfangen können“, machte Klein klar.

Deshalb wurde die Bürgermeisterin beauftragt, Licht in das Dunkel zu bringen und mit den Grundstückseigentümern beider Baugebiete über die weitere Vorgehensweise zu sprechen. Die Ergebnisse dieser Gespräche will der Ausschuss nun erst einmal abwarten und bei seiner nächsten Sitzung im Februar 2017 das Thema noch einmal erörtern.

Grüne: Über Geschoßwohnungsbau nachdenken

Dann soll nach dem Wille n von Sven Kraatz (Grüne) auch darüber gesprochen werden, ob dem betreffenden Erschließungsträger auferlegt werden soll, ein gewisses Maß an Geschosswohnungsbau zu verwirklichen. Daran fehle es nämlich in der Gemeinde Swisttal. Er machte aber auch klar, dass den Grünen dabei kein Hochhaus vorschwebe, sondern ein dreigeschossiges Wohngebäude mit bis zu neun Metern Höhe – mit bezahlbarem Wohnraum auch für finanziell nicht so leistungsfähige Familien. Wobei Joachim Güttes (BfS) bezweifelte, ob die Rahmenbedingungen für Geschosswohnungsbau dort überhaupt gegeben seien. Kalkbrenner machte aus Sicht der Gemeindeverwaltung deutlich, dass man dieser Idee durchaus positiv gegenüberstehe, „aber nicht auf Biegen und Brechen, das ganze muss auch städtebaulich noch vernünftig sein.“

JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1

  • Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Kirmes in Löhndorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes Polch
Empfohlene Artikel
Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
335

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
24

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Flutschäden im Juli 2021.  Foto: ROB
1057

Als Bürger dieses Landkreises fühle ich mich nicht gut beraten und auch nicht sonderlich beschützt, wenn man beim lesen des Artikels, in dem der Leiter der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler Stellung bezieht. Man könnte den Eindruck erhalten, dass die PR-Maßnahme der Verwaltung auf jeden Fall eines bewirken soll – und zwar zu Beschwichtigen. In dem Artikel war besonders und in erstaunlicher Weise zu erfahren, was alles nicht geht oder länger dauern wird.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Restaurator Klaus Tenschert mit den zurückgekehrten Kunstwerken:  Foto: Stadtverwaltung / Franziska Düngen
11

Restaurator Klaus Tenschert hat der Kunst neues Leben eingehaucht

Flutgeschädigte Skulpturen kehren an die Ahr zurück

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kurz vor Ostern war im städtischen Museumsdepot in der Niederhutstraße in Ahrweiler die Freude sehr groß, als sich Restaurator Klaus Tenschert aus Hirschaid (bei Bamberg) ankündigte, um der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler vier restaurierte Skulpturen zurückzugeben. Fast zwei Jahre lang haben sie sich in seinen fachkundigen Händen befunden, bevor sie in neuem Glanz die Rückreise an die Ahr antreten konnten.

Weiterlesen

Die Westumer Wehr in der 1930er Jahren.  Foto: privat
6

Westum. Die Freiwillige Feuerwehr Westum blickt in diesem Jahr auf ein ganz besonderes Jubiläum: ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieser bedeutenden Feierlichkeiten möchten wir gemeinsam mit der Bevölkerung auf die bewegte Geschichte unserer Feuerwehr zurückschauen. Nun wendet sich die Wehr an die Öffentlichkeit:

Weiterlesen

Die derzeitige Brunnenkönigin Sophie I. mit ihrer Nachfolgerin Elisa I.
23

Warum wird in Bad Breisig einen Brunnenkönigin gewählt und wie kam es dazu?

Die Geschichte Brunnenkönigin der Quellenstadt Bad Breisig

Bad Breisig. Seit vielen Jahren wählt Bad Breisig eine Brunnenkönigin zum Brunnenfest. Dieser Brauch ist seit 1979 bereits zur Tradition geworden und findet jährlich zu Christi Himmelfahrt statt. Bereits 23 Brunnenköniginnen wurden in der Quellenstadt bis heute gekrönt. Den ersten Höhepunkt dieses Festes bildet ihre feierliche Ankunft, in einer festlich dekorierten Kutsche, im Kurpark.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Kleinanzeigen
Kirmes Polch 2026
Handwerker im Außendienst
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Heizölanzeige
Kirmes Polch
Blumen Meyer Neueröffnung
Anzeige Uhren Vintage
Kirmes Löhndorf
Kirmes Löhndorf
Werbeplan 2026
Stellenanzeige Auszubildung zum/zur Umwelttechnologen/in
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige