Politik | 01.08.2024

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Elementarschäden: Braucht es eine Pflichtversicherung?

Die Ahrflut verursachte, wie hier in Ahrweiler, massive Schäden und hohe Kosten.  Foto: ROB

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Frage, ob eine Versicherung gegen Elementarschäden für Hauseigentümer verpflichtend sein sollte. Denn nach der Ahrflut im Juli 2021 und weiteren Hochwasserereignissen wie vor wenigen Monaten im Saarland werden jene Stimmen lauter, die eine solche Pflichtversicherung fordern.

Pro: Eigenvorsorge forcieren

Angesichts der Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen oder Hochwasser ist eine verpflichtende Elementarversicherung durchaus logisch, zumal in Deutschland nur rund die Hälfte aller Haushalte gegen Elementarschäden versichert ist. Hier die Eigenvorsorge zu forcieren, sodass im Schadensfall keine finanzielle Überforderung des Einzelnen eintritt und die Kosten nicht in Form von Hilfspaketen auf den Staat und damit die Allgemeinheit übertragen werden müssen, sollte Aufgabe des Gesetzgebers sein.

Hierüber darf man aber nicht vergessen, dass es ebenso Aufgabe des Staates ist, konkrete Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die Extremwetterschäden verhindern oder zumindest abmildern. Eine Pflichtversicherung kann also nur eine von mehreren Maßnahmen im Umgang mit dem erhöhten Risiko von Extremwettereignissen sein.

Contra: Angebots- statt Versicherungspflicht

Wer in einem Hochwassergebiet wohnt und schon einmal versucht hat, eine Elementarversicherung abzuschließen, wird wissen, wie sehr sich die Versicherer aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit eines Eintritts des Versicherungsfalls mitunter dagegen sträuben. Mit einer Versicherungspflicht ist es aber trotzdem nicht getan, denn dann werden die Menschen in Risikogebieten horrende Summen für ihre Versicherung zahlen müssen.

Viel besser als eine Versicherungs- wäre daher die von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vorgeschlagene Angebotspflicht: Die Versicherer wären dazu verpflichtet, jedem Eigentümer ein Angebot für eine Versicherung zu machen, das diese dann aber auch ablehnen könnten, wenn es sie finanziell überfordern würde.

Euer BLICKwinkel ist gefragt!

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt. Wie steht Ihr zur Versicherungspflicht für Elementarschäden? Befürwortet Ihr diese oder fändet Ihr eine Angebotspflicht sinnvoller?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung Eures vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Umfrage

Habt Ihr eine Elementarversicherung?

5 abgegebene Stimmen

Die Ahrflut verursachte, wie hier in Ahrweiler, massive Schäden und hohe Kosten. Foto: ROB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Innovatives rund um Andernach
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Kleinanzeige Heckenschnitt
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
102

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
5998

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
452

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1368

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen