Politik | 22.11.2024

Freie Wähler Mayen: „Betriebsträgerschaft zentraler Faktor im Kita-System“

Entscheidung über Betriebsträgerschaft der neuen Kita „Am Erdwall“ noch offen

Mitglieder der Freien Wähler Mayen vor der Kita St. Barbara. Foto: FWM

Mayen. Erfreulich ist für die Freien Wähler Mayen (FWM), dass der erste der beiden geplanten Kitaneubauten langsam Gestalt gewinnt. Zur Entscheidung steht aber dadurch in absehbarer Zeit die Frage der Betriebsträgerschaft beim Kitaneubau Am Erdwall an. Denn sollte es ein freier Träger sein, ist es sinnvoll, diesen so früh wie möglich mit seinem Fachwissen und seiner Expertise an der konkreten Umsetzung des Projekts – weitere Planung und Durchführung – zu beteiligen! Hierbei geht es im Besonderen um die konzeptionelle Ausrichtung der Kita, die in Detailfragen durchaus auch Auswirkungen auf die räumlichen Planungen haben kann.

Bei der Entscheidung zur zukünftigen Betriebsträgerschaft sind für die Freien Wähler Mayen aber neben finanziellen Aspekten auch inhaltliche Fragen mitentscheidend. Finanziell: Die Stadt müsste pro Jahr als Betriebsträger wesentlich mehr Kosten tragen, als wenn z. B. der bisherige Träger, die Katholische KiTa gGmbH Koblenz, Träger bleibt. Dies ergibt sich einerseits aus dem rheinland-pfälzischen Kita-Gesetz; danach erhält die Stadt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit eigenem Jugendamt für eine kommunale Kita 2,5 % weniger Zuschüsse vom Land für die als zuschussfähig anerkannten Personalkosten im Vergleich zu einer Kita in freier Trägerschaft. Andererseits würde der angemessene Trägeranteil, den jeder freie Träger erbringen muss, auch noch zu Lasten der Stadt entfallen. Im Falle der katholischen Kitas sind dies im Jahr 2024 noch einmal 5 % der Personalkosten, sodass die Stadt bei eigener kommunaler Trägerschaft zukünftig etwa 7,5 % der Betriebs- bzw. Personalkosten für die Kita mehr zahlen müsste. Bei der derzeitigen Haushaltslage der Stadt sind die Freien Wähler Mayen auf die Erklärung und Begründung einer eigenen kommunalen Trägerschaft gespannt.

Abgesehen davon mutet es den Freien Wählern auch seltsam an, dass es für die Verwaltung anscheinend keine Rolle spielt, dass hier ein landesweit anerkannter freier Träger seit Jahren für die Kita St. Barbara mit großem Engagement gute Arbeit geleistet hat. Zusätzlich sehen die FWM bei einem seitens der Verwaltung angestrebten Trägerwechsels ein Problem hinsichtlich der Personalausstattung der Kita. Es ist sicherlich nicht automatisch davon auszugehen, dass alle bewährten und langjährigen Mitarbeiterinnen der Kita St. Barbara zu einem kommunalen Arbeitgeber wechseln wollen.

Inhaltlich wichtig bleiben für die Freien Wähler der FWM auch weiterhin die zentralen Impulse des Landeselternausschusses von Rheinland-Pfalz: Wesentlich für ein gutes Kita-System ist danach die erfolgreiche Kooperation aller Verantwortungsträger (Träger, Kommunen, Eltern, Bildungsministerium u. a). Größte Gefahr ist eine Vermeidungsstrategie. Dagegen darf es nicht darum gehen, nur das Nötigste zu machen, sondern es ist alles, was geht, möglich zu machen! Einheitliche Standards, multiprofessionelle Teams, Entlastung der pädagogischen Kräfte von Verwaltungsaufgaben sowie ausreichendes Personal (mit Reserven für Notfälle und Engpässe!) sind nach dem Landeselternausschuss die Basics, die durch die Auswahl eines anerkannten Betriebsträgers angestrebt werden sollten. Aus diesem Grund favorisieren die Freien Wähler Mayen die Fortsetzung der derzeitigen Betriebsträgerschaft und plädieren dafür, dass die Verwaltung zeitnah Gespräche mit dem bisherigen Betriebsträger aufnimmt.

Pressemitteilung

Freie Wähler Mayen

Mitglieder der Freien Wähler Mayen vor der Kita St. Barbara. Foto: FWM

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Stellenausschreibung Lagermeister / Lagermitarbeiter
Stellenanzeige Reinigungskraft
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
226

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die niedergebrannte Zimmerei von außen.
1484

Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab

20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen

Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften.

Weiterlesen