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Stadtratsbeschluss im zweiten Anlauf

Entwicklungskonzept für Friedhof St. Martin soll dessen Zukunft sichern

Zukunftsorientierte und pflegefreundliche Belegung des Friedhofs sowie die Wegeführung und die Bepflanzung sollen thematisiert werden

30.06.2020 - 13:53

Rheinbach. Im zweiten Anlauf beschloss der Rheinbacher Stadtrat doch noch, ein Friedhofsentwicklungskonzept für den Friedhof St. Martin in der Kernstadt in Auftrag zu geben. Dafür sollen 20.000 Euro im Haushalt bereitgestellt werden, entschied das Gremium mit großer Mehrheit in seiner jüngsten Sitzung, bei der lediglich die neun verbliebenen Christdemokraten dagegen stimmten.

„Die UWG begrüßt die Beauftragung nicht, trägt sie aber mit“, verkündete deren Fraktionsvorsitzender Dieter Huth.

Schließlich seien die Friedhöfe Teil der regionalen Kultur und müssten daher bewahrt und zukunftsfähig gemacht werden. Außerdem hoffte er, dass die Ergebnisse, die man bei der Beschäftigung mit dem Friedhof St. Martin gewinne, auch auf die anderen Friedhöfe der Stadt übertragen werden könnten.

Zumal man damit auch Klarheit über die Kosten gewinne, die bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen entstehen würden, ergänzte sein Fraktionskollege Dr. Reinhard Ganten. Abgesehen davon koste ein unkoordiniertes Vorgehen auf Dauer wahrscheinlich erheblich mehr, so Dr. Georg Wilmers (SPD).


Nicht mit den anderen Friedhöfen zu vergleichen


Lediglich Kurt Brozio (CDU) fand das Konzept insgesamt nicht zielführend, denn der Friedhof St. Martin sei schlicht und einfach nicht mit den anderen Friedhöfen in der Stadt, vor allem denen in den Ortschaften, zu vergleichen.

Zudem befürchtet er durch das Konzept und seine Umsetzung erhebliche Mehrausgaben bei deutlich geringeren Einnahmen, was die Kosten der Friedhofsgebühren auf Dauer stark erhöhen dürfte. „Deshalb sagen wir nein zu dem Konzept, das kann man auch anders lösen.“ Doch damit konnte er sich nicht durchsetzen.

Der Pflegezustand der Rheinbacher Friedhöfe habe in den vergangenen Jahren immer wieder Anlass zu Beschwerden gegeben, so hatte die Verwaltung ihren Antrag begründet. Das gelte vor allem für den innerstädtischen Friedhof St. Martin, der historisch gewachsen und wenig pflegefreundlich gestaltet sei. Aktuell könne er nur mit einem hohen Personaleinsatz in einem ordnungsgemäßen Zustand gehalten werden.

Um den Zustand auf den Friedhöfen langfristig zu verbessern, solle deshalb ein Friedhofsentwicklungskonzept erarbeitet werden. In den möchte man eine zukunftsorientierte und pflegefreundliche Belegung des Friedhofs planen sowie die Wegeführung, deren Beschaffenheit und die Bepflanzung thematisieren.


Kosten für die Umsetzung entstehen


„Ziel ist dabei, einen nachfrage- und zukunftsorientierten Umgang mit den Friedhofsflächen zu finden, der insbesondere dem Trend der Entwicklung der Bestattungsformen mit aktuell 75 Prozent Urnenbestattungen und 25 Prozent Sargbestattungen nachkommt und zugleich eine aufwandsärmere Pflege in Form von umsetzbaren Pflegestandards ermöglicht“, so Fachgebietsleiterin Daniela Hoffmann. Das sei umso wichtiger, weil sich städtische Friedhöfe mittlerweile in einem Wettbewerb mit privaten Anbietern von Bestattungsangeboten befänden. So würden längst nicht mehr alle Rheinbacher auf einem Friedhof in Rheinbach beigesetzt, in den vergangenen fünf Jahren lag die Quote bei nur noch 70 Prozent.

Das Konzept soll auch berücksichtigen, dass mit einer Entscheidung über die Friedhofsentwicklungsplanung auch Kosten für deren Umsetzung entstehen werden. Dabei werde es im Ergebnis darum gehen, eine ausgewogene und verträgliche Lösung zu finden, die nicht zu einer unverhältnismäßigen Erhöhung der Friedhofsgebühren führte. „Darüber hinaus wird es auch erforderlich sein, dass die Pflege der Friedhöfe in das richtige Verhältnis zur Pflege der übrigen städtischen Grünflächen gesetzt wird“, so Hoffmann weiter. Mittlerweile habe auch Pfarrer Bernhard Dobelke die wohlwollende Unterstützung der Pläne seitens der katholischen Kirchengemeinde signalisiert, die Eigentümerin des Friedhofs St. Martin sei.

JOST

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Kommentare
S. Schmidt:
Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!
Gabriele Friedrich:
Wenn der Mann eine Sauftour durch Melsbach gemacht hat, war er in Kneipen und man kennt sich.Also haben andere ihn auch fahren "lassen". Das ist heute kein Kavaliersdelikt mehr. Ein Taxi gerufen, Schlüssel abgenommen- so macht man das. Schön doof- trotzdem.
Gabriele Friedrich:
Ich wäre dagegen. Zum einen, weil die Jugendlichen noch gar nicht reif genug sind und zum anderen weil die meisten nicht mal genug Kenntnis über unser Land haben. Fragen Sie mal Jugendliche nach unseren Sozialgesetzbüchern oder wie viel Bundesländer es gibt, oder von welcher Stelle das Kindergeld überwiesen wird.Die meisten wissen einfach NICHTS ! NEIN- zum frühen Wahlrecht, auch weil viele mit zweifelhafter Gesinnung die AfD wählen könnten. Ich glaube, es hackt gewaltig im Land. Die Stimme der Jugend, kann man auch so hören- im Positiven wie auch Negativem. Und in der Politik haben wir schon genug Bübchen, Milchgesichter und Trampel.... weil es nun mal so ist !
Wally:
Lassen wir doch einfach bei der Geburt schon wählen und dann für die Zeit bis zur Volljährigkeit festschreiben.
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