Politik | 30.12.2019

Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“

Erhalt statt Fotobände

Bürgerinitiative kommentiert die Veröffentlichung des Buches „50 Jahre Bad Neuenahr-Ahrweiler - Eine Stadt in Bildern von früher und heute“

Bad Neuenahr. Heimatliteratur kommt gerne in den Wochen vor Weihnachten auf den Markt. Da findet sie guten Absatz – bei hiesigen Interessierten oder für die Lieben, die in der Ferne weilen. So auch das Werk des kompetenten Heimatforschers Schüller, nebst Mitherausgebern. Prinzipiell ist jedes Werk, das die Geschichte unserer Heimatstadt unter die Lupe nimmt, zu begrüßen. Ist doch so zu erhoffen, dass Menschen für Historie sensibilisiert werden. Und das ist dringend notwendig geworden.

Die Stadt früher und heute

Werner Schüller, engagierter Mitbürger, bedient einmal mehr das Genre der Gegenüberstellung: unsere Stadt früher und heute. Solche Werke finden wir bereits einige auf dem lokalen Büchermarkt. Andere greifen die Methode auch gerne in Foto-Vorträgen auf oder, professioneller gestaltet, in Internetforen. Das Metier weckt Erinnerungen bei denen, die den alten Zustand noch erlebt haben und weckt Wehmut bei denen, die erkennen, dass die Stadt vordem charaktervoller, stilvoller war und baukulturell auf höchstem Niveau was zu bieten hatte. Schüller verfolgt nach eigener Aussage das Ziel, darzustellen, dass Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Ortsteile im Laufe der Jahre gewonnen haben und heute ansprechender daher kommen. Dies zu beurteilen, mag der subjektiven Wahrnehmung eines jeden Mitbürgers, einer jeden Mitbürgerin, überlassen bleiben. Die BI „lebenswerte Stadt“ würde sagen: die kommen naturgemäß anders daher und es ist klar, dass eine Stadt sich wandelt. Funktionen und Nutzungen verändern sich. Es wird gebaut, gestaltet, es halten andere Anforderungen, Herausforderungen und Lebensstile Einzug. Trotz dieses Zugeständnisses, sind die Gegenüberstellungen dieses Buches zuallererst ein Offenbarungseid: es ist in dieser Stadt mit ihrem großartigen und vielseitigen baukulturellen Erbe, das noch bis in die Fünfziger nahezu intakt war, nicht gelungen, sie im Sinne ihrer Historie weiterzuentwickeln. Neugestaltung und Umgestaltung fand im hohen Maße mit der Abrissbirne statt. Geschichte wurde ausradiert und entsorgt. Und auch heute ist absehbar: die vielen „Schade“- und „Ach, das war ja schön“-Ausrufe, die das Schüllersche Werk auslösen wird, werden kein Umdenken herbeiführen. Für neue Bücher ist also gesorgt.

Schon heute kann man die Orte benennen, an denen 2020 bildschöne Gebäude der Gründerzeit und Fachwerkbauten zugunsten von gesichtslosen Einheitsklötzen gebaut werden. Und das ist nun nicht mehr „der Lauf der Zeit“. Das ist fehlender Erhaltungswille. Denn Stadtgestaltung wird offenbar durch die Renditequote bestimmt, obwohl die Hoheit hierfür juristisch in Verwaltung und beim Stadtrat liegen. Hierfür hat ihnen der Gesetzgeber eigentlich die geeigneten Instrumentarien an die Hand gegeben. Wann findet ein Umdenken statt?

Resümee: Danke für ein weiteres Geschichtswerk!

Die BI „lebenswerte Stadt“ würde es dennoch eher begrüßen, wenn bei den Entscheidungsträgern spürbar ein Umdenken stattfindet, das die Historie wertschätzt, erhält und kreativ in eine moderne Stadtgestaltung einbezieht. So wie es andere Städte schon längst vormachen. Die Stadt von morgen gestalten wir heute! Dabei sind Identität und Regionalität, damit das Bewahren der Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit immer ein Schlüssel für gelungene Stadtentwicklung. Besonders, wenn ein Ort in so hohem Maße von seinen Gästen lebt, wie der unsrige.

Beispiele finden sich auf der HP www.lebenswertestadt.jimdo.com

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative

„lebenswerte Stadt“

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Genusstage 17./18.04.
Anzeige Lagerverkauf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen Heimersheim
Kooperationsgeschäft
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
965

Hammerstein. Am Freitagnachmittag, 17. April, befuhr die 59-jährige Fahrzeugführerin eines PKW die B42 aus Neuwied kommend in Fahrtrichtung Bonn. Im Verlauf einer langgezogenen Rechtskurve in Höhe der Ortschaft Hammerstein verlor diese aus bislang unklarer Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet hierbei auf die Gegenfahrbahn, wo sie anschließend mit der Leitplanke kollidierte und mit dem PKW einer entgegenkommenden weiteren Fahrzeugführerin (66) frontal zusammenprallte.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
45

Ingesamt drei Personen ins Krankenhaus eingeliefert

16.04.: Kaffee mit Holzkohle im Haus zubereitet: Eine Person wird schwer verletzt

Schleiden/Dahlem. Bereits in den frühen Morgenstunden kam es am Donnerstag (16. April) gegen 5.48 Uhr in der Uferstraße in Dahlem zu einem Einsatz aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung in einem Wohnhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde am Vorabend in dem Wohnhaus mit Holzkohle Kaffee zubereitet. Anschließend legten sich die Bewohner schlafen, ohne dass Fenster geöffnet wurden. Im Verlauf der Nacht kam es dadurch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlenmonoxid.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige Werbeplan 2026
Anlagenmechaniker
Dauerauftrag 2026
Handwerker im Außendienst
Blumen Meyer Neueröffnung
Praxis an neuem Standort
Kirmes in Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Anzeige KW 16
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Maibaumstellen in Heimersheim