Politik | 16.07.2013

B90/Die Grünen OV Rheinbach bleiben am Ball

Erinnerungskultur in Rheinbach

Rheinbach. Es ist noch in guter Erinnerung, wie zunächst im Januar der Ausschuss für Standortförderung und anschließend im April der Rat der Stadt Rheinbach mit der Mehrheit der CDU die Bürgerinitiative zur Verlegung von Stolpersteinen ablehnten. Stattdessen wurde in der Ratssitzung am 18. Februar von CDU und FDP ein irgendwann zu errichtender „Rheinbacher Geschichtspfad“ beschlossen. Dieser scheint sich immer mehr zum „Geschichtsverhinderungspfad“ zu entwickeln, mit dem sich von den Mehrheitsfraktionen nicht erwünschte Initiativen aus der Bürgerschaft unterbinden oder auf die lange Bank schieben lassen, wie eine Anfrage der Grünen ergab.

Gedenkstein abgelehnt

Im November 2011 hatte der o.g. Ausschuss schon einmal einen Bürgerantrag behandelt, nämlich den, für die im Stadtpark ermordeten ukrainischen jugendlichen Zwangsarbeiter am Ort des Geschehens einen Gedenkstein aufzustellen. Diesen lehnte auch damals schon die Mehrheit aus CDU und FDP ab. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob ein Gedenkstein auf dem Soldatenfriedhof aufgestellt werden könne. Passiert ist seitdem: nichts. Und das, obwohl die Verwaltung wirklich schnell handeln kann, wenn sie denn will. So wie wenige Monate nach dem Ausschussbeschluss, als ein Rheinbacher Bürger ein Gedenkkreuz für eben jene Ukrainer anbringen ließ und es auf Druck von Bürgermeister und Verwaltung kurz darauf wieder abhängen lassen musste. Erst eine Anfrage der Grünen konnte den Bürgermeister dazu bewegen, einen Sachstandsbericht abzugeben. Doch zu berichten gab es nicht wirklich viel. Immerhin sind „Gespräche geführt“ und ist über „Konzepte“ nachgedacht worden. Und überraschenderweise überlegt man nun, den Gedenkstein doch nicht auf dem Ehrenfriedhof (der demnächst Kriegsgräberstätte heißen soll) zu errichten, sondern stattdessen, laut Vorlage, „eine Steinstele auf dem Gedenkweg (Geschichtspfad) zu errichten“.

Ein digitaler Geschichtspfad?

Da ist er wieder, der Geschichtspfad. Dabei hieß es im Vorschlag der Verwaltung vom 14. Februar noch: „... kann dieser „Pfad Rheinbacher Geschichte“ wahrscheinlich nur in Papierform und digital realisiert werden...“. Eine Steinstele auf einem digitalen bzw. Papier-Geschichtspfad? Doch heißt es in der Antwort des Bürgermeisters nun auf einmal in Bezug auf den neben dem Friedhof liegenden Schwesternpark, dass dessen konkrete Nutzung „...(evtl. als Geschichtspfad) noch nicht feststeht“. Das kann natürlich noch dauern, denn „ein endgültiges Konzept liegt dafür aber noch nicht vor“. Das wäre schon ein Treppenwitz: Statt einem Bürger, der die Kosten getragen hätte, zu erlauben ein Denkmal im Stadtpark aufzustellen, denkt man nun darüber nach, dasselbe im gegenüberliegenden Schwesternpark zu platzieren. Doch am wahrscheinlichsten ist wohl, dass Stele und Geschichtspfad erst einmal weiterhin nur auf dem geduldigen Papier von Konzepten existieren werden. Einen weiteren Bericht hat der Bürgermeister erst für November angekündigt. Die Grünen werden am Ball bleiben.

Pressemitteilung des

OV B‘90/Grüne Rheinbach

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