Bürger alles Stadtteile lieferten in Workshops die Basis für ein neues Leitbild für Sinzig
„Es ist von zentraler Bedeutung, die Stadt als Ganzes zu sehen“
Sinzig. „Sinzig als Ganzes“, das ist die Intention, mit der ein neues Leitbild für die Stadt entwickelt wird. Dazu wurden unter Führung der Agentur Shapefruit aus Bad Neuenahr-Ahrweiler seit dem Frühjahr in Workshops Bürger aller Stadtteile eingebunden. Das Ergebnis präsentierte Shapfruit-Vorstand Frank mit im Stadtrat.
Dies auch mit einer Bestandanalyse, die hier in Ausschnitten wiedergegeben wird, denn, so Bürgermeister Andreas Geron: „Um Sinzig zukünftig als freundliche, offene und lebenswerte Stadt, in der Menschen wohnen und arbeiten wollen und die auch für Gäste einen Besuch wert ist, zu positionieren, wurde der Prozess der Leitbildentwicklung unter Einbezug der Sinziger angestoßen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass die Stadt Sinzig als Ganzes gesehen werden soll.“ Wenn also zukünftig von Sinzig die Rede sei, sei stets die Gesamtstadt mit ihren sechs Ortsteilen gemeint, ohne dass dabei die Ortsteile ihre Individualität und Identität verlören. Es sei wichtig, dass allen Bürgern dieser Ansatz bewusst sei, „denn nur wenn alle Sinziger an einem Strang ziehen, wird das Leitbild gelebt und Sinzig die Chance ermöglicht, sich gegenüber Nachbarstädten zu positionieren“.
Da gibt es noch einiges zu tun, anderes ist interessant und spannend. So führt die Analyse von Shapefruit nach den Workshops unter anderem aus: „Sinzig ist eingebettet in viel Natur mit Wander- und Radfahrmöglichkeiten und bietet damit Ruhe und Erholung. Wobei die Infrastruktur (Rad- und Wanderwege) ausbaufähig sind, ihr Zustand ist nicht unbedingt der Beste. Nichtsdestotrotz werden die Wege – insbesondere im Sommer – stark von Touristen frequentiert. Die Stadt lebt Vielfalt. Menschen unterschiedlicher Kulturen engagieren sich auf vielfältige Art und Weise. Bei diversen Veranstaltungen wird diese Vielfalt erlebbar. Gemeinschaft wird nicht zuletzt durch viele Vereine und ehrenamtliches Engagement ge- und erlebt.“
Nachholbedarf gebe es zum einen im Bereich der Gastronomie/Hotellerie und dem Handel, zum anderen wirke gerade der Ortsbezirk Sinzig, das Stadtzentrum, „in die Jahre gekommen“. „Auch die oft träge, nicht sehr mutig agierende Verwaltung wird als Hemmschuh wahrgenommen“, so die Analyse.
Für Mies stellt das Leitbild für Sinzig ein Leitsystem dar, an dem sich alle Aktivitäten des Stadtmarketings ausrichten können. Und Sinzig brauche wie jede Stadt auch Visionen. Und die könnte für Sinzig abgeleitet aus Stärken und Schwächen unter Einbeziehung von Chancen und Risiken so aussehen: „Sinzig – lebenswerte, lebendige, multikulturelle Stadt mit einladendem Flair an Rhein und Ahr.“
Daraus entstand in den Workshops mit den Bürgern ein Leitbild, dass unter anderem die Lage an Ahr und Rhein, Natur und Kultur sowie Offenheit und Familienfreundlichkeit hervorhebt. Faktoren, die sich auch in einem neue Logo in einem stilisierten „S“ wiederfinden.
Während das Logo per Ratsbeschluss ab sofort verwendet werden soll, wird es mit dem Leitbild noch dauern. Denn der Rat diskutierte durchaus kontrovers: Während zum Beispiel Rainer Friedsam für die Freien Wähler das „Alleinstellungsmerkmal Barbarossa“ vermisste, ein Leitbild nicht von Workshops mit 40 Teilnehmern abhängig machen wollte und die Verweisung in den Fachausschuss Stadtentwicklung forderte, sah Ralf Urban in dem bisherigen Vorgehen „einen demokratischen Prozess, der nicht durch Gremien verwässert werden soll“. SPD-Stadtrat vermisste nicht allein in dem vorgelegten Papier das Thema Wirtschaft und Franz-Hermann Deres monierte, dass die Ortsteile in dem Konzept verloren gingen. Und seinem Fraktionskollegen Markus Jüris war der Beschlussvorschlag „Kenntnisnahme durch den Rat“ bei einem „solch zukunftsweisenden Thema“ nun doch zu wenig.
Ergebnis einer mehr als einstündigen Diskussion: Das Logo ab sofort nutzen, das Leitbild in den Fachausschuss verweisen. Was wenig an dem von Andreas Geron genannten Ziel ändern wird: „Es ist ein Startschuss. Dann gilt es mit dem Leitbild zu arbeiten, daraus Ideen und Projekte zu entwickeln.“
Und vielleicht wird im weiteren Verfahren ja auch eine Anregung von Friedhelm Münch (FWG) aufgegriffen: „Die meisten werden sich nicht daran erinnern. Als altes Ratsmitglied weiß ich aber, dass wir vor 20 bis 25 Jahren schon einmal ein Leitbild entwickelt haben. Das müsste noch im Rathaus liegen. Vielleicht steht da ja für uns noch etwas Interessantes drin.“ GS
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