Politik | 04.12.2024

Heimischer Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (SPD) begrüßt Entscheidung

Europarat macht den Weg frei für Abschuss von Problemwölfen

Die Diskussionen rund um den Wolf sorgen weiter für Schlagzeilen. Nach mehreren Rissen von Weidetieren in den vergangenen Monaten gibt es jetzt eine wichtige Nachricht: Der Europarat hat den Weg für einen erleichterten Abschuss von Problemwölfen frei gemacht. Das begrüßt der heimische Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (SPD).  Foto: Martin Schmitz

Kreis Neuwied. Die Diskussionen rund um den Wolf sorgen weiter für Schlagzeilen. Nach mehreren Rissen von Weidetieren in den vergangenen Monaten gibt es jetzt eine wichtige Nachricht: Der Europarat hat den Weg für einen erleichterten Abschuss von Problemwölfen frei gemacht. Das begrüßt der heimische Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (SPD). Er setzt sich schon länger für ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen dem Artenschutz und dem Schutz von Weidetieren ein. Diedenhofen dazu: „Indem die Entnahme von sogenannten Problemwölfen erleichtert wird, wird auf die Realitäten vor Ort reagiert.“

Dabei gehe es explizit nicht darum, dass Wölfe zum Freiwild werden. Die Gesetzesänderung zielt nämlich nur auf die Entnahme der Wölfe ab, die wiederholt Probleme machen. Im Westerwald und angrenzenden Regionen ist das vor allem ein Rüde aus dem sogenannten Leuscheider Rudel. Erst vor wenigen Tagen wurde bekanntgegeben, dass er zum Abschuss freigegeben wird, da er wiederholt Schutzzäune überwunden und Tiere gerissen hatte. Die Entscheidung für den Abschuss begrüßen neben vielen Menschen vor Ort auch die Naturschützer des BUND Rheinland-Pfalz. Diedenhofen: „Bei der geplanten Gesetzesänderung geht es um einen ausgewogenen Ansatz. Wir brauchen einen gesunden Weg der Mitte. Dafür gibt es einen breiten Rückhalt in der Gesellschaft.“

Indem man die Regelungen zur Entnahme weiter an die Lebensrealitäten vor Ort anpasse, erhöhe man auch die Akzeptanz für den Wolf bei den Menschen vor Ort. „Für mich ist ganz klar: Der Schutz verschiedener Arten, einschließlich des Wolfes, ist von hoher Bedeutung. Mir und dem Großteil der Bürgerinnen und Bürger in der Region geht es um einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Wolf“, so Diedenhofen. Bevor der neue Schutzstatus des Wolfes in Deutschland gelten kann, muss er nun nur noch in EU-Recht geändert werden.

Zum Thema Wolf steht der Abgeordnete weiterhin im Austausch mit dem zuständigen Ministerium in Rheinland-Pfalz, Fachpolitikern auf Bundesebene und Bürgermeistern in der Region. In der Vergangenheit hatte er unter anderem auch eine Informationsveranstaltung zum Thema Wolf organisiert und Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Diedenhofen: „Mir ist es wichtig, immer im Austausch zu bleiben und so zielgerichtete Maßnahmen umzusetzen.

Pressemitteilung Büro von

Martin Diedenhofen, MdB

Die Diskussionen rund um den Wolf sorgen weiter für Schlagzeilen. Nach mehreren Rissen von Weidetieren in den vergangenen Monaten gibt es jetzt eine wichtige Nachricht: Der Europarat hat den Weg für einen erleichterten Abschuss von Problemwölfen frei gemacht. Das begrüßt der heimische Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (SPD). Foto: Martin Schmitz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
04.12.202412:07 Uhr
Helmut Gelhardt

Herr Diedenhofen, dass Sie jetzt auch den "Wolfs-Rüddel" machen enttäuscht mich sehr.
Es geht bei dieser platten Wolfshatz n i c h t um das Wohl der Weidetiere, die Nutztiere sind, sondern um kalkulierten Lobbyismus für Teile der Jägerschaft und große Teile der Weidetierhalter für deren wirtschaftliche Interessen. Herr Erwin Rüddel, MdB, CDU, und Co - nun auch Sie, sind auf Wählerstimmenfang. Ginge es wirklich um das Wohl der Weidetiere als Nutztiere, müssten auch Sie das kapitalistische Verwertungssystem/Profitsystem der Weidetierhaltung jedenfalls thematisieren und hinterfragen. Diese Weidetiere als Nutztiere werden weit vor dem Endzeitpunkt ihres natürlichen Lebenszyklus geschlachtet - also getötet. Häufig auf grausame Art. Ich gehe davon aus Herr Diedenhofen, dass Ihnen das bekannt ist! Auch Sie Herr Diedenhofen machen den Wolf nun zum Sündenbock um Wählerstimmen zu erhaschen.
Helmut Gelhardt, Mitglied des BUND und der NaturFreunde

. faelber antwortete am 08.12.202401:54 Uhr

Naja, die Schafe müssen ziemlich oft erneuert werden, wenn Wölfe regelmäßig vorbei schauen.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Schmitz, P: Die illegale Abfallentsorgung nimmt leider Überhand. Habe schon mehrere Male Firmenmitarbeiter von ausländische klingenden Firmen bei mir am Glas Container in der Straße aufgefordert ihren Müll wieder au zu laden.

Immer mehr Vandalismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler

  • Schmitz, P: Leider gibt es in Deutschland viel zu wenige Kameras zur Videoüberwachung von öffentlichen Einrichtungen. Überall sonst in Europa ist das kein Problem.
  • Jürgen Stark : Diejenige, die es betrifft lesen den Artikel eh nicht und es ist ihnen egal.
  • MädchenMom: Aus pädagogischer, gesellschaftlicher und gleichstellungsbezogener Perspektive halte ich eine geschlechtsbezogene Ausgrenzung in der Kinder- und Jugendarbeit für problematisch. In einer modernen Gesellschaft,...
Daueranzeige 2026
Gesundheitsmagazin Ahrweiler
Kirmes in Weißenthurm
Stellenanzeige
Koblenz Fashion Show
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  - CommodityNahe_BA_Rheinschiene
Hafenkonzert Brohl
Anzeige KW 21
Empfohlene Artikel
Die mehr als 60 Jahre alte Toilettenanlage am Niedertor soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: GS
145

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Einstimmig hat der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler den Neubau einer Toilettenanlage auf dem Parkplatz am Ahrweiler Niedertor beschlossen. Hintergrund: Die vorhandene Toilettenanlage am Niedertor ist abgängig und bedarf einer Erneuerung. Die jetzige Ausstattung ist mehr als 60 Jahre alt. Aufgrund von Vandalismus und Nutzerverhalten bestehen hohe Unterhaltskosten und eine dauerhafte Geruchsbelästigung.

Weiterlesen

Noch in diesem Jahr soll die Sankt-Pius-Kirche abgerissen werden. Auf dem Gelände soll ein Wohnprojekt verwirklicht werden. Foto: GS
224

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zwei Projektideen beschäftigten den Rat der Kreisstadt in seiner jüngsten Sitzung. Zum einen die Nachnutzung des Geländes der profanierten Sankt-Pius-Kirche, die noch in diesem Jahr niedergelegt werden soll. Zum anderen die Idee der Errichtung von Baumhaushotels in bis zu zehn Stelzenhäusern in einem Eichenwald oberhalb von Walporzheim. In beiden Fällen ging der Rat neuen Wege.

Weiterlesen

Der Dreifaltigkeitsweg in Sinzig.  Foto: ROB
136

Sinzig. In Kürze beginnen aufgrund von Kanalerneuerungen Bauarbeiten im Bereich Friedrich-Spee-Straße sowie in Teilbereichen des Dreifaltigkeitsweges. Aufgrund dieser kommt es zu Vollsperrungen sowie Umleitungen für Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch für den Schulbusverkehr.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Kaikoro – Adobe Stock
403

Köln. Auf der A4 in Richtung Heerlen/Aachen zwischen Köln-Klettenberg und dem Kreuz Köln-West ist die Fahrbahn zurzeit auf zwei Fahrstreifen verengt. Wie der ADAC meldet, ist ein Feuerwehreinsatz ursächlich für die Sperrung eines der Fahrstreifen. BA

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
47

45-Jähriger wehrte sich gegen polizeiliche Maßnahmen und Behandlung durch Rettungsdienst

23.05.: Neuwied: E-Scooterfahrer stürzt und zieht sich schwere Kopfverletzungen zu

Neuwied. Am Samstagmittag, 23.05.2026, wurde der Polizei Neuwied ein Verkehrsunfall mit einem alleinbeteiligten E-Scooter-Fahrer im Bereich Neuwied-Niederbieber gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass der 45-jährige Neuwieder ohne Fremdbeteiligung zu Fall gekommen und auf den Kopf gestürzt sein dürfte.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
35

Mechernich. Am Freitagnachmittag (22. Mai) fiel ein 25-jähriger mechernicher Fahrzeugführer auf, nachdem er von Zülpich kommend in Richtung Kall in Schlangenlinien fahrend angehalten und kontrolliert werden konnte. Hierbei stellte die kontrollierende Streifenwagenbesatzung fest, dass der junge Mann nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war und unter Drogeneinfluss stand.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Regionales aus Ihrem Hofladen
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Gesundheitsmagazin
Innovatives rund um Andernach
Koblenzer Fashion Show
Fahrer für Schülerverkehr
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0313#
Kirmes in Weißenthurm - KW21
Media-Auftrag 2026/27
Betreuungskraft
Tag der offenen Tür der FFW Oberwinter, 30.05.26
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0313#
JGV-Fest Ringen-Bölingen
Landespfleger/in (w/m/d)
Rechnungssplitting Weinmarkt an der Ahr