Politik | 13.01.2026, 11:14 Uhr

FDP fordert moderne Versorgungsmodelle im ländlichen Raum

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt lobt Nah-Kaufbox in Altenahr

Jörg Schäfer (3.v.re.) informierte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und die FDP-Vertreter (v.re.) Peter Tsao-Adolph, Ulrich van Bebber, Martin Göddertz und Karl-Heinz Kreuzberg über den Betrieb der nah-Kaufbox. Foto: Martin Göddertz
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Altenahr. Die FDP Rheinland-Pfalz setzt sich entschlossen für flexible und innovative Einkaufsmöglichkeiten im ländlichen Raum ein.

Beim Besuch der vollautomatisierten Nah-Kaufbox des Rewe-Unternehmers Jörg Schäfer in Altenahr machte die Spitzenkandidatin und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt deutlich, wie wichtig solche Modelle für die Zukunft der Nahversorgung sind.

Schmitt würdigte das Projekt ausdrücklich: „Ich begrüße und unterstütze die Initiative von Jörg Schäfer sehr. Sie zeigt, wie unternehmerisches Engagement konkrete Lösungen schafft – gerade hier im flutgeschädigten Ahrtal.“

Für die Ministerin ist die Kaufbox ein Beispiel für den Fortschritt, den moderne Technologien im Alltag ermöglichen: „Automatisierte Shops bieten Versorgung rund um die Uhr. Das ist ein großer Vorteil für Menschen im ländlichen Raum, die nicht immer auf klassische Öffnungszeiten zurückgreifen können.“

Unternehmer Jörg Schäfer hob hervor, wie wichtig das Angebot für die Region ist: „Gerade hier im Ahrtal brauchen die Menschen ein Einkaufsangebot, das jederzeit erreichbar ist. Die 24/7-Möglichkeit wird intensiv genutzt – sie ist ein echter Mehrwert.“

Die Folgen der Flutkatastrophe sind im Ahrtal weiterhin spürbar. Viele Orte verfügen bis heute nicht über ein vollständiges Einzelhandelsangebot. Für den FDP-Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber zeigt die Kaufbox, wie pragmatisch Versorgungslücken geschlossen werden können: „Dass der 24/7-Betrieb in Altenahr bislang nur durch eine flutbedingte Ausnahmegenehmigung möglich ist, zeigt den dringenden Reformbedarf. Wo Unternehmer bereit sind, solche Modelle zu betreiben, muss das ohne Sonderregelungen möglich sein.“

Auch die FDP-Landtagskandidaten unterstützen das Anliegen. Martin Göddertz betonte: „Herr Schäfer geht hier mit Mut und Innovation voran. Die Politik muss es solchen Läden ermöglichen, 24/7 zu öffnen. Die Politik hat hier noch einige Hausaufgaben zu machen. Wir müssen wieder anfangen, Unternehmern unternehmen zu ermöglichen!“

Peter Tsao-Adolph verwies auf die Ungleichbehandlung in der aktuellen Rechtslage: „Wenn Tankstellen rund um die Uhr geöffnet sein dürfen und dort selbstverständlich Lebensmittel verkauft werden, gibt es keinen sachlichen Grund, warum automatisierte Einkaufslösungen das nicht dürfen sollen.“

Für van Bebber zeigt die Kaufbox exemplarisch, welche Chancen entstehen, wenn der Staat Freiräume zulässt: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass Jörg Schäfer diese Initiative ergriffen hat. Die Menschen im Ahrtal sollen selbst entscheiden können, wann sie einkaufen. Politik sollte nicht blockieren, sondern ermöglichen.“

Vor diesem Hintergrund fordert die FDP eine landesweite Öffnung des Rechtsrahmens: Wo Unternehmer solche Modelle betreiben wollen, sollen 24/7-Angebote ohne Sondergenehmigungen und ohne bürokratische Hürden zulässig sein.

Pressemitteilung FDP Rheinland-Pfalz

Jörg Schäfer (3.v.re.) informierte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und die FDP-Vertreter (v.re.) Peter Tsao-Adolph, Ulrich van Bebber, Martin Göddertz und Karl-Heinz Kreuzberg über den Betrieb der nah-Kaufbox. Foto: Martin Göddertz

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