Politik | 24.11.2020

500-Dächer-Sanierungsprogramm der Stadt Koblenz:

Förderanträge können gestellt werden

Koblenz. Koblenz hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren, die Nutzung Erneuerbarer Energien zu forcieren und geeignete Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu ergreifen.

Eine Möglichkeit ist dabei die Dämmung der obersten Geschossdecke. Diese Maßnahme ist nicht nur relativ einfach umsetzbar und auch als Einzelmaßnahme sehr sinnvoll, sondern dient neben der Energieeinsparung auch dem sommerlichen Wärmeschutz.

Aus diesen Gründen hatte der Stadtrat bereits im Juli ein entsprechendes Förderprogramm auf den Weg gebracht, das nun – nach der Genehmigung des Haushaltes – ab sofort den sanierungswilligen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht.

Die Dämmung des Dachbodens von 1 bis 2 Familienhäusern wird mit bis zu 850 Euro bezuschusst, bzw. bis zu 320 Euro, sofern die Dämmung in Eigenleistung erfolgt. Für ein Mehrfamilienhaus liegt die Förderung bei bis zu 1.200 Euro. Eine Dämmung von außen, die bei ausgebauten Dachgeschossen erforderlich ist, wird mit bis zu 1.850 Euro bezuschusst. Darüber hinaus gewährt die Debeka Bausparkasse AG eine Ökoprämie in Höhe von maximal 300 Euro.

Die Förderrichtlinie und die Antragsunterlagen können auf der Internetseite www.klimaschutz.koblenz.de abgerufen bzw. bei der Klimaschutzbeauftragten Dagmar Körner, dagmar.koerner@stadt.koblenz.de, Tel. (02 61) 129-1534 angefragt werden.

Die Sanierungsquote in Deutschland und auch in Koblenz ist gering und liegt deutlich unter zwei Prozent. Gleichzeitig ist das Potenzial durch den großen Bestand an Altbauten sehr hoch. Über 70 Prozent der rund 21.000 Wohngebäude in Koblenz wurden vor 1979 errichtet und damit vor der 1. Wärmeschutzverordnung, in der zum ersten Mal energetische Standards zur Errichtung von Wohngebäuden festgeschrieben worden sind.

Auch wenn viele Gebäude im Laufe der Jahre energetisch ertüchtigt worden sind, zeichnet sich hier – im Zusammenspiel mit der insgesamt geringen Sanierungsquote - ein hohes Einsparpotenzial ab.

Mit dem Förderprogramm der Stadt soll zum einen die Aufmerksamkeit auf die bestehenden Programme des Bundes und anderer Fördergeber erhöht und zum anderen ein zusätzlicher Anreiz zur energetischen Sanierung geschaffen werden, um die Sanierungsquote im Wohngebäudebereich in Koblenz zu steigern. Gleichzeitig sollen durch das Förderprogramm auch Impulse gegeben werden, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Solarthermie) voranzutreiben.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

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