Bündnis 90/Die Grünen Cochem-Zell
Frauen. Macht. Politik.
Kreis Cochem-Zell. „Gerechte Kommunalpolitik braucht mehr Weiblichkeit, die gleichberechtigte Mitarbeit von Frauen in den Gremien! Themen, die uns Frauen direkt betreffen und uns alle angehen, werden überwiegend von Männern verhandelt und beschlossen. Das muss sich ändern“, so die Begrüßung von Ingrid Bäumler (Grüne Cochem-Zell) zur Kick-off-Veranstaltung Frauen.Macht.Politik.
Aktuell sind in Rheinland-Pfalz nur 23,8 Prozent der kommunalpolitischen Mandate von Frauen besetzt. Gründe dafür: Es fehlt das Zutrauen? Kann ich das überhaupt? Ja, FRAU kann, es gibt Unterstützung von erfahrenen MandatsträgerInnen und von Kreis- und Landesverband. Und oftmals sind es die Frauen, die sich vielleicht sogar neben einem Job noch für Kinder und Haushalt zuständig fühlen. Für das Ehrenamt bleibt dann keine Zeit?
Nein, es geht auch anders: Natalie Cramme-Hill, Landesvorsitzende der Grünen: „Mein Mann kümmert sich um die beiden Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, sonst ging das natürlich nicht. Ich pendele zwischen Trier und Mainz und bin viel im Land unterwegs, auch abends und an den Wochenenden.“ „Bei uns hat das auch prima geklappt, als die Kinder noch klein waren. Wenn ich abends zu meinen Gremien fuhr, war mein Mann bei den Kindern“, ergänzt Lydia Enders, die im Landkreis Bitburg-Prüm diverse Mandate innehat.
Ein erster Schritt ist notwendig. Die Bereitschaft, sich auf einer Liste zur Kommunalwahl aufstellen zu lassen: zum Stadtrat, Verbandsgemeinderat oder Kreistag. Dazu ist eine Parteizugehörigkeit nicht unbedingt erforderlich, eine gewisse Interessensverbundenheit zur Partei sinnvoll. Die Mitarbeit in einem Ausschuss, der in der Regel ein- bis zweimal im Jahr tagt, wäre ein Einstieg in die kommunale Mitverantwortung. Für Mütter oder Großmütter von schulpflichtigen Kindern bieten sich z. B. der Schulträgerausschuss/der Ausschuss für Schulen und Kultur, der Jugendhilfeausschuss an.
Der Verbandsgemeinderat Kaisersesch entschied kürzlich über der Schulentwicklungsplan. Das Konzept wurde zunächst dem Schulträgerausschuss vorgestellt, ausführlich diskutiert und beraten. Es gab auch einen Ortstermin an Schulstandorten, dann ein Votum für den Rat. „Das war eine interessante Sache. FRAU kann also mitentscheiden und mitgestalten und FRAU sollte diese Möglichkeiten nutzen“, so Ingrid Bäumler, Fraktionsvorsitzende im VG-Rat Kaisersesch.
Beispiele weiterer Ausschüsse im Kreistag: Für Soziales Miteinander, Klima und Umwelt, Kreisentwicklung, Mobilität, Digitales. Informationen bekommt man über den Kreisverband der Grünen oder über die Homepages der Kommunen.
Der Einladung ist auch Ramona Junglas gefolgt, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Cochem Zell. Sie nimmt einen guten Input für ihre Arbeit mit. Auch für sie in ihrer Position ist es wichtig, dass sich der Frauenanteil in den kommunalen Gremien erhöht.
Ingrid Bäumler bedankte sich am Ende für den lebhaften und interessanten Austausch der Frauenpower. Fazit: Frauen macht Politik – es lohnt sich!
Beim regelmäßigen Stammtisch der Grünen, jeweils am 1. Donnerstag im Monat, 19 Uhr, im Irish Pub Murphy’s in Cochem, trifft man Mitglieder und MandataträgerInnen. Auch hier kann der Dialog fortgesetzt werden.
Zu der Infoveranstaltung hatten der Kreisverband Cochem-Zell und der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen eingeladen.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
Cochem-Zell
