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Mitgliederversammlung der Frauen Union

Frauenanteil im Deutschen Bundestag auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Carla Neisse-Hommelsheim: „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“

Frauenanteil im Deutschen Bundestag
auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren

Der Vorstand der Frauen Union im Kreis Ahrweiler mit der Vorsitzenden Heike Krämer-Resch (Fünfte von links) wurde fast komplett wiedergewählt. Dazu gratulierten unter anderem der CDU-Kreisvorsitzende Horst Gies (links), der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Ernst (Dritter von rechts) und die stellvertretende Frauen Union-Bundesvorsitzende Carla Neisse-Hommelsheim (Sechste von links).Foto: Jost

10.11.2017 - 13:35

Vettelhoven. „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“, mit dieser Feststellung rannte Carla Neisse-Hommelsheim beim Kreisverband Ahrweiler der Frauen Union (FU) offene Türen ein. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der christdemokratischen Frauenvereinigung referierte bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Meat & More“ in Vettelhoven über das Thema: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“.

Ihr besorgniserregendes Fazit: Nach der diesjährigen Bundestagswahl ist der Frauenanteil im Bundestag so gering wie seit 20 Jahren nicht mehr, ein ähnliches Bild zeige sich auch in den frisch gewählten Landesparlamenten. „Frauen haben mehr als 50 Prozent Anteil an der Wahlbevölkerung und sollten dementsprechend auch in den Parlamenten vertreten sein. Dies ist mit Abstand nicht so – ein klarer Fall von Legitimitätsdefizit der Parlamente.“ So könne es nicht weitergehen, schon gar nicht, da 2018 das Frauenwahlrecht in Deutschland 100 Jahre alt werde.


Alle Kräfte in Sachen Gleichberechtigung bündeln


Daher werde sich gerade die Frauen Union darüber Gedanken machen und alle Kräfte bündeln müssen, damit in Zukunft die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in den Parlamenten gewährleistet werde. „Arbeiten wir daran, dass der Sinn der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in die Köpfe und Herzen aller politisch Verantwortlichen eingeht – und fangen wir bei uns selbst, den Christdemokraten, damit an."

Im Bundestag sei der Frauenanteil von 37,1 auch nur noch 31 Prozent gesunken, wobei gerade die CDU/CSU-Fraktion nicht gerade als Vorbild glänze. Denn hier sei der Anteil der Frauen sogar noch unter 20 Prozent abgestürzt. Das hänge damit zusammen, dass praktisch ausschließlich Direktkandidaten in den Bundestag eingezogen seien und die Landeslisten nicht gezogen hätten. Auf den Landeslisten nämlich betrage der Frauenanteil dank des Quorums ein Drittel, bei den Direktmandaten allerdings seien die Männer deutlich in der Überzahl.


Wie fatal kann das für die Zukunft der Union sein?


Dabei habe die CDU schon auf ihren Bundesparteitag 1985 unter dem Motto „Die neue Partnerschaft zwischen Mann und Frau“ einer stärkeren Gleichberechtigung das Wort geredet, doch geändert habe sich seither nicht viel, eher im Gegenteil. „Wie fatal kann das für die Zukunft der Union sein?“, fragte sie und überlegte, ob sich viele Frauen nach der Ära Angela Merkel, die sicherlich eine starke Identifikationsfigur sei und vieles überstrahle, von der CDU abwenden und andere Parteien der Mitte wählen würden, die weibliche Vorbilder in gleichberechtigte Anzahl anbieten.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen gab es unter der Leitung des CDU-Kreisvorsitzenden Horst Gies und in Anwesenheit des CDU-Landtagsabgeordneten Guido Ernst wenige Veränderungen. Vorsitzende bleibt Heike Krämer-Resch, ihre beiden Stellvertreterinnen sind Ingrid Meumerzheim und Maria Kittel, und als Schriftführerin fungiert weiterhin Silvia Mühl. Zu Beisitzerin wurden gewählt Ingeborg Heuser, Birgit Schneider, Annette Winnen, Gabriele Hermann-Lersch, Renate Knieps, Aileen Oenkirchen, Simone Motz, Käthe Kläsgen und Ingrid Näkel-Surges.


Umfassenden Schutz vor sexueller Gewalt gefordert


Zuvor blickte die Vorsitzende Heike Krämer-Resch auf die vergangenen beiden Jahre zurück. Man habe sich unter anderem über das Seniorenzentrum Maranatha in Bad Bodendorf informiert und am Internationalen Frauentag mitgewirkt. Damals habe sich die Frauen Union mit folgender Aussage positioniert: „Trotz aller Gleichberechtigung von Mann und Frau: In unserer Gesellschaft müssen Frauen heute noch häufiger als Männer sexuelle Belästigungen ertragen. Wir brauchen einen umfassenden Schutz vor sexueller Gewalt.“

Diskutiert worden sei auch das immer noch hochaktuelle Thema der Vollverschleierung, wobei man das Fazit gezogen habe: Die Beibehaltung der Vollverschleierung könne durchaus als Weigerung angesehen werden, die Kultur und Werteordnung unseres Landes zu übernehmen, weil man die Werte, Vorstellungen und Gesetze des Herkunftslandes für höherwertig ansehe. Dies gelte sowohl für die Frauen wie auch für die Männer, die von ihren Frauen das Tragen einer solchen Verschleierung forderten.


In Berlin über die Parlamentsarbeit informiert


Auch das „Haus der offenen Tür“ in Sinzig habe man besucht und sich über dessen Arbeit und Probleme informiert. Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil habe eine Gruppe von Frauen aus dem Wahlkreis Ahrweiler die Bundeshauptstadt Berlin besucht und sich vor Ort über die Parlamentsarbeit und die neuere Geschichte der Stadt informiert. Außerdem habe man eingehend die deutliche Verschärfung der bislang geltenden Rechtslage durch das neue Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen diskutiert. Der dabei gefundene Kompromiss solle Minderjährige besser schützen und Rechtsklarheit schaffen. „In Deutschland können demnach nur noch Volljährige eine Ehe eingehen. Das Ehemündigkeitsalter wurde ausnahmslos von 16 auf 18 Jahre heraufgesetzt“, so Krämer-Resch.

Pressemitteilung der

Frauen Union Vettelhoven

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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