Naturschutzverein „Rettet Bäume & Biotope e. V.
Geld am Fenster raus werfen, durch politischen Hick Hack?
Swisttal. Als Chaos entpuppt sich die Rangelei zur Umsetzung des Friedhofsnutzungskonzeptes der Gemeinde Swisttal. Am 22. Juni 2016 soll der Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss der Gemeinde Swisttal beschließen, für 50 000 Euro auf dem Odendorfer Friedhof eine neue Urnenwand zu errichten. Urnenwandgräber sind für die Gemeinde eine kostspielige Investition und Form der Bereithaltung, die in Vorleistung erbracht werden muss. Ob eine Urnenwand diesen Ausmaßes für den Friedhof in Odendorf noch Zeitgemäß ist, ist mehr als fraglich. Urnenwände sind die geeignete Wahl für Friedhöfe mit wenig Fläche wie z. B. in Buschhoven. Bisher gab es in Odendorf trotz viel Fläche nur zwei Möglichkeiten der Urnenbestattung, und zwar Urnenwand und Urnengrab. Laut Friedhofnutzungskonzept kommen allerdings zwei neue Urnenbestattungsformen hinzu. „Unter Bäumen“ und „auf Rasenfeld“. Wir fragen uns warum nicht eine mehr, ein Aschestreufeld? Hat der Bürger diese Wahl und wird es ihm vorrangig angeboten, dürfte der Bedarf an Urnenwandgräbern deutlich zurück gehen. Die Errichtungs- und Vorhaltekosten stehen in keinem Verhältnis zu Urnengräbern „unter Bäumen“ oder „auf Rasenfeld“ die bereits jetzt schon an bestehenden Bäumen und auf Rasenflächen angeboten werden könnten s. Fotos! Nach unserer Ansicht wäre es vernünftig, zunächst die Urnenwand um nur 20 Urnenwandgräbern für rund 20.000 € zu erweitern. Wir sind auch der Ansicht, dass die so freiwerdende 30.000 € in den neuen Bestattungsformen besser und effektiver angelegt wären! Die neuen Bestattungsformen, „unter Bäumen“ und „auf Rasenfeld“ könnten so noch dieses Jahr deutlich erweitert werden und das mit dem eingesparten Geld nicht nur in Odendorf, sondern auch in Ollheim, Miel, Heimerzheim und Morenhoven. Rettet Bäume & Biotope e. V. hat zusammen mit SPD, Bündnis 90/die Grünen und die Swisttaler ein Konzept für Odendorf erarbeitet s. Plan, das von der SPD eingebracht und von der Mehrheit der politischen Vertreter bereits 2015 beschlossen wurde. Ebenso wurde seitens der CDU der Antrag eingebracht, u. a. an der Stelle wo kürzlich die Trauerhalle abgerissen wurde einen überdachten Andachtsplatz zu errichten, der ebenfalls 2015 beschlossen wurde. Das Geld für beide Maßnahmen ist im Haushalt eingestellt, aber die Ausführung lässt auf sich warten, warum?
Umso mehr muss man irritiert sein, über den neuerlichen Antrag der CDU-Fraktion vom 3. Mai 2016. Einen zeitlichen Ablaufplan zu beantragen ist sicher hilfreich, da es ja nicht weiter geht. Das ganze Konzept laut Beschlüsse vom letzten Jahr allerdings wieder auf den Kopf zustellen ist unsinnig und unnötig Zeitfressend! Unverständlich ist, warum nun der Andachtsplatz nicht mehr wie von der CDU selbst beantragt am Standort der ehem. Trauerhalle sein soll, sondern im Bereich der Urnenwände? Das der dann freiwerden Platz neuerdings mit Bäumen bepflanzt werden soll ist löblich, widerspricht aber dem beschlossenen, dieses auf dem neuen Friedhofsteil zu tun, kann aber gerne unter Beibehaltung der Beschlüsse, zusätzlich erfolgen! Gegen Urnenhügelgräber auf dem alten Friedhofsteil ist nichts einzuwenden, handelt es sich hier ja lediglich um eine reine Gestaltungsform von sowieso vorgesehenen Urnengräbern!
Pressemitteilung
Naturschutzverein
Rettet Bäume & Biotope e. V.
