Verkehrsführung Lahnstein: Ringlösung gehört auf Tagesordnung der Stadtratssitzung im Mai
Gericht setzt klares Signal – Parteien müssen Farbe bekennen
Lahnstein. Die Bürgerinitiative „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ (BI) bewertet den vor dem Verwaltungsgericht geschlossenen Vergleich grundsätzlich positiv. Im Verlauf des Verfahrens wurde deutlich, dass das Gericht der Rechtsauffassung der klagenden Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gefolgt wäre und damit deren Klage stattgegeben hätte, falls die Parteien keinen Vergleich geschlossen hätten.
Der Vergleichsvorschlag sollte die Beendigung des Rechtsstreites herbeiführen und die Rechte der Streitbeteiligten wahren. Dieser ist daher nicht als bloßer Kompromiss zu verstehen, sondern als Folge einer erkennbaren gerichtlichen Bewertung der komplexen Sach- und Rechtslage, eine Einschätzung, die auch vom Oberbürgermeister erkannt wurde. Mit dem nun geschlossenen Vergleich ist klargestellt, dass wesentliche verkehrspolitische Entscheidungen nicht einseitig getroffen werden können. Der Oberbürgermeister ist verpflichtet, den Stadtrat in die weiteren Schritte einzubeziehen. Andernfalls würde die Aufsichtsbehörde eine Entscheidung treffen. Das Mitspracherecht wird mittlerweile auch von Fraktionen begrüßt, die sich an der Klageführung nicht beteiligt haben. Nun stehen die Mitglieder des Stadtrates in der Verantwortung, ihre Mitbestimmungsrechte aktiv wahrzunehmen und sich ein eigenes, unabhängiges Bild von den derzeitigen Verkehrsverhältnissen sowie einer gebotenen und notwendigen Veränderung zu verschaffen.
Dies kann jedoch nur dann im Sinne und dem Begehren der Bürger entsprechend angewandt werden, wenn die Erörterung der Umkehrung der Adolfstraße zur ursprünglichen Verkehrsführung als Tagesordnungspunkt in der Stadtratssitzung im Mai mit behandelt wird. Mehr als 3.500 Bürger sowie 59 Gewerbetreibende haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die Ringlösung ausgesprochen. Dieses Votum darf auch vom Stadtrat nicht ignoriert werden. Als Tagesordnungspunkt lediglich die Verbesserung des jetzigen Verkehrszustandes – also die Aufrechterhaltung der Drehung der Adolfstraße – aufzunehmen, bedeutet die Ausgrenzung des zentralen Verkehrsthemas in Lahnstein, das die Bürger und Wähler beschäftigt. Die wollen erfahren, wie sich jeder Abgeordnete und jede Ratsfraktion zu diesem Thema positioniert.
Letztlich spricht die Einbeziehung des Bürgerwillens auch dem vom Gericht vorgetragenen Demokratieverständnis. Zu den ernsthaft zu prüfenden Alternativen zur jetzigen Verkehrsführung gehören insbesondere • die Umkehrung der Adolfstraße zur ursprünglichen Verkehrsführung, u.a. auch als einzige Möglichkeit, den ÖPNV/Busverkehr wieder einer verkehrsgerechten Lösung zuzuführen. • alternative Wegeführungen zur verkehrsberuhigten Hochstraße über die BürgermeisterMüller-Straße gemäß dem Mobilitäts- und Entwicklungskonzept (MEK) von 2022. Alle im Stadtrat vertretenen Parteien sind nun gefordert, den klar artikulierten Bürgerwillen ernst zu nehmen und Farbe zu bekennen. Einige Parteien haben bereits beteuert, die Bürger mit einzubeziehen. Der Vergleich bietet die Chance für einen transparenten, demokratischen und lösungsorientierten Neustart in der Verkehrsfrage. Ziel aller Beteiligten sollte eine verkehrlich sinnvolle und von einer breiten Mehrheit getragene Lösung sein. Die Bürgerinitiative unterstützt weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit, beispielsweise auch durch einen runden Tisch oder Teilnahme an Bürgerbefragungen.
Pressemitteilung Bürgerinitiative „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ (BI)
Weitere Themen
Artikel melden
Ein Verletzter nach Angriff im Parkhaus:
13.06.: Brutale Attacke im Westerwald: Männergruppe greift Pärchen an
Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.
Weiterlesen
Der bislang unbekannte Gewinner wird dringend gebeten, sich zu melden!
Über 2,8 Millionen Euro gewonnen: Lotto sucht Glückspilz aus dem Raum Neuwied
Koblenz. Ein bislang noch unbekannter Glückspilz aus dem Raum Neuwied hatte am vergangenen Samstag allen Grund zur Freude: Mit seinem Lottoschein landete er oder sie einen bundesweit einmaligen Sechser im LOTTO 6aus49 und gewann über 2,8 Millionen Euro. Der Jackpot von 50 Millionen Euro blieb indes unangetastet.
Weiterlesen
Mundart-Sänger Daniel Ferber mit neuem Projekt
Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“
Koblenz. Das Jahr 2006 ist vielen Koblenzern in guter Erinnerung: nicht nur durch das deutsche „Sommermärchen“, sondern auch durch ein ganz besonderes Projekt.
Weiterlesen