Politik | 20.11.2025

Sanierungsbeschluss „Haus Sonne“: Stadtrat Mülheim-Kärlich setzt Planungen für 3,7 Mio € fort

„Gesamtaufwand von rund 4 Millionen Euro ist zu hoch“

Das ehemalige Gasthaus „Zur Sonne“ in der Kapellenstraße beschäftigte die städtischen Gremien. Die CDU kritisiert die Gesamtkosten von rund 4 Millionen Euro für dieses Gebäude. Foto: A. Mattlener

Mülheim-Kärlich. Der Stadtrat der Stadt Mülheim-Kärlich hat am 13.11.2025 mehrheitlich (mit den Stimmen der FWG- und SPD-Fraktion) die Fortführung der Sanierungsplanung für das ehemalige Gasthaus „Zur Sonne“ beschlossen.

Damit soll das Gebäude künftig im 1. OG als Ratssaal und im Erdgeschoss als Seniorenbegegnungsstätte genutzt werden.

Die CDU-Fraktion hat diesem Vorhaben nicht zugestimmt.

Für die CDU war entscheidend, dass die vorliegende Planung einen Gesamtaufwand von rund 4 Millionen Euro verursacht, wenn man den Kaufpreis des Gebäudes einbezieht. Für zwei Räume von jeweils etwa 100 Quadratmetern – eine Begegnungsstätte und einen Ratssaal – ist diese Summe wirtschaftlich nicht vertretbar. Die Maßnahme überschreitet das, was die CDU für angemessen, notwendig und verantwortbar hält.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat insgesamt acht Alternativen vorgeschlagen, die funktional und finanziell sinnvoller gewesen wären. Für einen Ratssaal hätten die CDU z.B. die Nutzung der alten Kapelle nach ihrer Sanierung, die Konferenzräume der Rheinlandhalle in Kooperation mit der VHS, den bisherigen Saal im Vereinshaus oder die Prüfung eines Anbaus am Rathaus für praktikable Lösungen gehalten. Für eine Seniorenbegegnungsstätte wäre der Umbau des städtischen Hauses Funk am Kolpingplatz eine Option. Auch eine Kooperation mit den Kirchengemeinden wäre naheliegend. Für das Gebäude „Haus Sonne“ selbst sieht die CDU sowohl die Entwicklung von Wohnraum mit langfristigen Mieteinnahmen als auch einen Verkauf an einen privaten Investor als ernstzunehmende Alternativen.

Die FWG- und SPD-Fraktionen haben den Sanierungsplänen dennoch zugestimmt. Beide Fraktionen betonten, dass die Stadt sich einen eigenen, repräsentativen Ratssaal leisten müsse und könne. Man sei „kein Wanderzirkus“ und sollte nicht von wechselnden Ausweichräumen abhängig sein. Zudem sehen sie in der „Sonne“ eine Chance, das Stadtbild im Ortskern zu erhalten und eine feste Anlaufstelle für Senioren zu schaffen. Aus ihrer Sicht rechtfertige auch der Kassenstand den finanziellen Aufwand.

Die CDU hat darauf hingewiesen, dass die Stadt mit wichtigen Vorhaben in den kommenden Jahren finanziell stark gefordert sein wird. Allein für bereits bekannte Projekte wird ein Mittelbedarf von deutlich über 50 Millionen Euro erwartet. Einige Beispiele: Die anstehende Generalsanierung der Rheinlandhalle, das Projekt Riffer Gelände, die Sanierung der Industriestraße oder auch die irgendwann nötige Sanierung der Kurfürstenhalle Kärlich und der Mehrzweckhalle Urmitz-Bahnhof.

Angesichts dieser Lage ist es zwingend notwendig, Prioritäten zu setzen und zusätzliche Belastungen kritisch zu prüfen. Die CDU hat es für notwendig gehalten, den Planungsprozess für die „Sonne“ zunächst zu stoppen und alternative Nutzungsmöglichkeiten ernsthaft zu vergleichen, bevor man eine endgültige Entscheidung trifft.

Die CDU-Stadtratsfraktion wird weiterhin dafür eintreten, dass zukünftige Investitionen solide begründet, finanziell abgesichert und im Gesamtzusammenhang der städtischen Aufgaben bewertet werden.

Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Mülheim-Kärlich

Weitere Themen

Das ehemalige Gasthaus „Zur Sonne“ in der Kapellenstraße beschäftigte die städtischen Gremien. Die CDU kritisiert die Gesamtkosten von rund 4 Millionen Euro für dieses Gebäude. Foto: A. Mattlener

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Hans Peter Wolf: Der Bambini-Prinz Emil Lichtenberg fehlt leider im Text.
  • Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
Hausmeister, bis auf Widerruf
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
100 Jahre KGO
Imageanzeige Dauerauftrag 06/2025
sprudelndes Sinzig
First Friday Anzeige Mai
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Sprudelndes Sinzig
Empfohlene Artikel
Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
400

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Weiß immer, was Sache ist: Der Ausscheller von Mülheim-Kärlich. Foto: privat
59

Wer den Kapellenplatz vor dem Rathaus in Mülheim-Kärlich besucht, begegnet einem Mann aus Metall. Er steht dort geduldig, schweigt seit Jahrzehnten und wirkt dennoch, als wolle er jeden Moment lautstark etwas verkünden. Es handelt sich um den Ausscheller Peter Linden, besser bekannt als „Lindemann“.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Rock am Ring 2026: Riesen-Überraschung für die Fans!
2933

Mit diesem Star-Gast hätte wohl niemand gerechnet:

Rock am Ring 2026: Riesen-Überraschung für die Fans!

Nürburgring. Mit dieser Begegnung hatten wohl die wenigsten Festivalbesucher gerechnet: Mitten im Trubel von Rock am Ring 2026 tauchten plötzlich Robert Geiss und Carmen Geiss auf. Das prominente TV-Ehepaar sorgte damit für eine echte Überraschung auf dem Gelände am Nürburgring.

Weiterlesen

Rock am Ring 2026: Mehnersmoos rockt den Ring!
1007

Am Ring geht es weiter im Programm:

Rock am Ring 2026: Mehnersmoos rockt den Ring!

Nürburgring. Mehnersmoos ist ein deutsches Rap-Duo aus Frankfurt am Main. Die Gruppe besteht aus den Rappern Frederik Moos und Tobias Mehner. Der Bandname setzt sich aus ihren Nachnamen „Mehner“ und „Moos“ zusammen.

Weiterlesen

Image Anzeige
Image
Wir helfen im Trauerfall
Azubispots Koblenz
Azubispots Koblenz, Herr Hastrich
Veranstaltungsanzeige
sprudelndes Sinzig
Sprudelndes Sinzig
Wertstoffhof - Kaffee Anzeige
Feuerwehrfest in Heimersheim
Sonderseite Jah  Eleven
Titel
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Anzeige LebensArt Bad Neuenahr 2026
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Feuerwehrfest in Heimersheim
Feuerwehrfest in Heimersheim
Sprudelndes Sinzig