Politik | 13.07.2026, 22:44 Uhr

Demokratie entdecken

Geschichte der Demokratie in Remagen und Bonn gemeinsam erleben

Brücke von Remagen.
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Remagen.

Die Remagener Brückenköpfe waren der Ausgangspunkt: Auf Einladung des Beirats für Migration und Integration der Stadt Remagen versammelten sich 39 Remagener am Sonntag, den 21. Juni 2026 unter den Brückentürmen. Das Ziel war, Orte der Geschichte der Demokratie in Deutschland gemeinsam, beim gegenseitigen Kennenlernen, zu erkunden. Hierzu war das Friedensmuseum der ideale Ausgangspunkt, als Mahnmal für die Zerbrechlichkeit eines jeden Friedens, zur Erinnerung an die Brutalität der autoritären Vorgänger Regime Deutschlands, als Denkmal für den Mut und die Initiative Einzelner neue Wege zu gehen für Demokratie und Frieden in Europa.

Der gemeinsame Weg an der Rheinpromenade entlang zum Bootsanleger war die Gelegenheit sich auf das Kennenlernen untereinander einzustimmen: Langzeit - und Kurzzeit- Remagener, aus allen verschiedenen Altersdekaden bis in die höheren siebziger, mit einer Sprachenvielfalt aus mindestens vier Kontinenten und Lebenserfahrungen aus Staatsformen mit sehr verschiedenen Freiheitsgraden und aus Berufen mit verschiedensten Begabungen und Fähigkeiten. Auf der gemeinsamen Fahrt mit der „Rheinprinzessin“ von Remagen bis in die Bonner Rheinaue bildeten sich kleine Gesprächsgruppen. Die Geschichte des Rolandsbogens kam zur Sprache, vermischt mit Familienerlebnissen, Kindheitserinnerungen aus Bad Honnef gingen über in Gespräche zur Wasserqualität von großen Flüssen dieser Erde, bevor das ehemalige Abgeordnetenhaus und heutige Bonner Buero der Vereinten Nationen die Gruppe in die Gegenwart zurückholte. Mit festem Boden unter den Füßen und nach einer Picknickpause am Rheinufer erwanderte die Gruppe wichtige Stationen der Entwicklung und Stärkung der Demokratie in Deutschland. Geschichten zu einzelnen Gebäuden, ihren Verbindungen untereinander und den Rollen bekannter Persönlichkeiten, die diese Orte prägten, hielten die Gruppe am Laufen. Geführt wurde die Gruppe von Bernd Loschnig, dessen Detailwissen die Gemäuer lebendig werden ließ und alle neugierig machte auf mehr: Hintergründe für weitreichende Entscheidungen, Zusammenhänge mit internationalen Geschehnissen oder die Bedeutungen von bestimmten Entwicklungen.

Im Haus der Geschichte angekommen, konnten kleine Gruppen so gemeinsam Themen zur Geschichte der Bundesrepublik verfolgen, und Anknüpfungspunkte finden zur eigenen Geschichte, in Beziehung zur Geschichte der anderen in der Gruppe. „Du bist Teil der Geschichte“ ist der Tiel der neuen Dauerausstellung, die mit Graphiken, Filmen, kurzen Texten zu bestimmten Ausstellungsstücken, deutlich machte wie sehr Migration auf verschiedenste Art und Weise zur Entwicklung der heutigen Bundesrepublik Deutschland beiträgt und beigetragen hat. Vielseitig berührt und bewegt von den geschichtlichen Vorgängen und den Geschichten der anderen machte sich die Gruppe auf die Rückreise nach Remagen per Bahn und mit dem Wunsch nach MEHR gemeinsamem Geschichtenaustausch.

Der Beirat für Migration und Integration der Stadt Remagen dankt dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für die finanzielle Unterstützung, dem Gemeindeverein St. Gertrud aus Remagen-Oedingen für die administrative Hilfe, der Stadt Remagen für die professionelle Förderung, Herrn Loschnig für Einblicke in die Bonner Regierungsgeschichten und allen Teilnehmern für ihr Interesse und ihre Offenheit.

Eva Weltzien

Haus der Geschichte

Haus der Geschichte Foto: Bernd Loschnig

Brücke von Remagen. Foto: Oliver Diehl

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