UWG Rheinbach kämpft um Lärmschutz
Geschwindigkeitsreduzierung entlang der A61 beantragt
Rheinbach. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Planung und Verkehr wurde die Erstellung eines Lärmaktionsplanes thematisiert. Die Verwaltung hatte dazu detaillierte Daten zur Lärmbelastung der Rheinbacher Anwohner durch Straßenverkehrslärm zur Verfügung gestellt. Daraus geht hervor, dass insbesondere durch die A61 eine erhebliche akustische Beeinträchtigung besteht, die gerade nachts eine deutliche Belästigung bis hin zu einer erheblichen Belastung darstellt. Betroffen sind demnach die Ortschaften Niederdrees, Peppenhoven, Ramershoven, nördöstlicher Rand der Kernstadt, der Wohnplatz Klein-Altendorf und Wormersdorf. In Bereichen von Wormersdorf sind die Lärmpegel durch den Verkehr auf der A61 so hoch, dass hier eine Lärmaktionsplanung erfolgen muss. Seit Jahren schon bemüht sich in Wormersdorf eine Bürgerinitiative um den Bau einer Lärmschutzwand.
Der Sachkundige Bürger Jörg Meyer, Mitglied der UWG-Unabhängige Wählergemeinschaft Rheinbach, beantragte daher in der Sitzung, dass die Rheinbacher Verwaltung zu dieser Problematik kurzfristig Kontakt mit dem Landesbetrieb „Strassen.NRW“ aufnimmt. Darin soll nochmals die Notwendigkeit zum Bau einer Lärmschutzwand artikuliert werden. Diese ist ja schon seit Jahren gefordert. Zusätzlich soll die Verwaltung im Gespräch mit „Strassen.NRW“ als Sofortmaßnahme eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der A61 innerhalb des Rheinbacher Stadtgebietes erwirken, z.B. tags Tempo 100, nachts 80 km/h. „Dadurch ist nach den vorliegenden Daten eine Lärmreduzierung um 3 dB(A) zu erwarten, durch die besonders nachts eine deutliche Verminderung der Lärmbelastung der Anwohner in Bereich der A61 möglich ist“, so Jörg Meyer, Sachkundiger Bürger und Stadtverbandsvorsitzender der UWG. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. „Viele andere Kommunen in unserer Umgebung haben bereits Geschwindigkeitsreduzierungen zur Lärmminderung an ihren Autobahnabschnitten erreicht (z.B. Bonn, Troisdorf), Rheinbach sollte hier schnellstmöglich nachziehen“, so Meyer abschließend.
Pressemitteilung der
UWG Rheinbach
