Politik | 17.09.2013

Neue Planung für Sportanlage Buschhoven

Gespräche mit Bürgern führten zu neuen Lösungsansätzen

Opposition ist gegen Verlegung der Sportanlagen - weitere Planung beschlossen

Ludendorf. In deutlich geänderter Form geht die Sportanlage am Ortsrand von Buschhoven in die nächste Planungsstufe. Das beschloss der Swisttaler Planungsausschuss mit knapper Mehrheit in seiner jüngsten Sitzung. Die acht Christdemokraten stimmten dafür, während die sechs Vertreter der Oppositionsparteien das ganze Projekt rundweg ablehnten. Ernst Ostermann (SPD): „Wir sind nach wie vor gegen die Verlagerung der Sportplätze, das ist der falsche Weg.“ Dennoch beschloss der Ausschuss mehrheitlich, einen Rechtsplan einschließlich Begründung und Umweltbericht zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Sportanlage Buschhoven“ erarbeiten zu lassen. Dieser soll der Ausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen zur weiteren Beratung vorgelegt werden. „Wir Planer sind im Gespräch mit den Bürgern tatsächlich schlauer geworden und wundern uns jetzt selbst, was auf der Fläche alles möglich ist“, gab Planer Dr. Detlef Naumann unumwunden zu. Denn die Eingaben der Bürger, Vereine und Behörden hatten dazu geführt, dass dank einer kleinen Änderung plötzlich sehr viel mehr Platz zu Verfügung steht: Bislang waren zwei Fußballplätze in Reihe hintereinander entlang des Buschbaches vorgesehen; jetzt hat man den größeren der beiden Plätze um 90 Grad gedreht und ihn parallel zur Bundesstraße angeordnet.

Mit Bouleplatz und Campingwiese

Dadurch gewann man entlang des Buschbachs so viel Platz, dass man dort hinter dem geplanten Vereinsheim bis zum Regenrückhaltebecken sogar noch ein Beach-Volleyballfeld, einen Bouleplatz und eine kleine Campingwiese unterbringt. Der Parkplatz wurde darüber hinaus von bisher 50 auf 100 Stellplätzen vergrößert. „Wir haben es selbst nicht geglaubt, aber es passt tatsächlich alles dort hin“, versprach Naumann auf die ungläubige Nachfrage von Monika Goldammer-Dittrich (FDP). Wobei sich Ostermann darüber echauffierte, dass eine Planzeichnung mit den veränderten Anordnungen erst während der Sitzung gezeigt wurde. Das sah auch Goldammer-Dittrich so: „Der Plan hätte in unserer Fraktionssitzung vorliegen müssen, das hätte viele Fragen und Diskussionen erspart.“ Fachbereichsleiter Jürgen Funke sah den Plan ohnehin lediglich als „Machbarkeitsstudie“, denn es sei durchaus die Frage, was davon tatsächlich am Ende finanzierbar sei. Goldammer-Dittrich fand das nicht wirklich gut, „denn da werden Begehrlichkeiten geweckt, die nachher vielleicht überhaupt nicht verwirklicht werden können.“ Jürgen Pump (CDU) begrüßte es hingegen, dass es eine grafische Darstellung dazugebe, was dort alles verwirklicht werden könne.

Linksabbiegerspur notwendig?

Unterschiedlicher Meinung waren die Fraktionen über die Notwendigkeit einer Linksabbiegerspur aus Morenhoven kommend zum künftigen Sportplatz. Die Verwaltung hielt dies nicht für erforderlich, da das Verkehrsaufkommen dort als eher gering einzustufen sei und ohnehin überwiegend aus Ortskundigen bestehe. Außerdem gebe es im Kurvenbereich vor der Sportanlage ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern, und die Einmündung sei weiträumig zu überblicken. Das Abbiegen sei daher gefahrlos und ohne Beeinträchtigung des Gegenverkehrs möglich. Daher soll die Zufahrt zunächst ohne eine Linksabbiegerspur erstellt werden, und man will abwarten, wie der Verkehr in diesem Bereich durch den „Sportbetrieb“ gestört werde. Sollte sich dies als schwierig erweisen, könne die Linksabbiegerspur immer noch nachträglich gebaut werden. „Ich halte nichts davon, an dieser Stelle zu experimentieren“, schüttelte Goldammer-Dittrich den Kopf. Durch die Sportanlage werde es nämlich eine völlig neue Verkehrssituation an dieser Stelle geben, sagte sie voraus. Auch Ostermann plädierte für eine sofortige Einführung der Linksabbiegerspur, „oder sollen wir es warten, bis dort etwas passiert ist.“ Doch dieses Ansinnen wurde mit der CDU-Mehrheit knapp abgelehnt.

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