Politik | 18.02.2021

Rasselstein-Areal: ASAS bereitet Industriehallen für Neuinvestitionen und Arbeitsplätze vor

Großanlagen werden abgebaut

Bevor eine neue Nutzung starten kann, müssen noch rund 10.000 Tonnen Altanlagen von ThyssenKrupp demontiert werden. Foto: ASAS

Neuwied. Auf dem ehemaligen Rasselstein-Areal hat Investor ASAS die Rückbauarbeiten der Altanlagen von ThyssenKrupp in Angriff genommen. ASAS hatte das ehemalige Rasselstein-Areal Ende 2018 von ThyssenKrupp übernommen. Ziel der Rückbauarbeiten ist es, den Hallenbestand von rund 70.000 qm für Anschlussnutzungen vorzubereiten und somit Platz zu schaffen für neue Investitionen und neue Arbeitsplätze.

Diese entstehen teils durch ASAS‘ eigene Aktivitäten, teils bei Mietern und Co-Investoren. Bevor eine neue Nutzung starten kann, müssen noch rund 10.000 Tonnen Altanlagen von ThyssenKrupp demontiert werden, die beim Erwerb des Areals gereinigt und medienfrei, also frei von Chemikalien und Flüssigkeiten, durch ThyssenKrupp übergeben wurden. Eine Fachfirma für Maschinenhandel und Anlagenrückbau, an die ASAS Ende letzten Jahres den kompletten Altanlagenbestand verkauft hat, führt den Rückbau durch und beabsichtigt, mehrere der Großanlagen mit einem Gesamtgewicht von annähernd 4.000 Tonnen weiter zu veräußern und teilweise in der Türkei, teilweise an anderen internationalen Standorten wiederaufzubauen. Die größte der Anlagen, die fachgerecht zerlegt und in der Türkei wiederaufgebaut werden soll, ist die Beize, auch „Pickling Line“ genannt. Weiterhin werden das Reversierwalzgerüst, das Dressierwalzgerüst und die Haubenglühöfen nach ihrer Demontage an neuen Standorten wieder in Betrieb genommen. Für gut 6.000 Tonnen der Altanlagen gibt es jedoch auch international keine wirtschaftliche Anschlussverwendung mehr, so dass hier nur noch das fachgerechte Zerlegen, Sortieren und das Abfahren der verschiedenen Materialien zu Recyclingunternehmen als Lösung übrigbleibt. Die Rückbauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Sommer andauern. Für sämtliche Arbeiten wurden im Vorfeld Arbeitssicherheitskonzepte erarbeitet, alle Mitarbeiter der Fachfirma in Arbeitssicherheit geschult und in die zu verwendeten Gerätschaften unterwiesen, sowie Gefährdungsbeurteilungen für die durchzuführenden Arbeiten durchgeführt. Auch wurde ein ständig anwesender Arbeitssicherheitsbeauftragter definiert und ein Konzept zur möglichst emissionsarmen Vorgehensweise beim Rückbau erarbeitet.

Dennoch lassen sich Industrieanlagen dieser Dimension nicht völlig geräusch- und emissionslos demontieren. Die Fachfirma, unterstützt durch ASAS, wird das Konzept zur weiteren Emissionsreduzierung mit Vertretern der zuständigen Behörden regelmäßig abstimmen und weiterentwickeln. ASAS bittet vor allem die Anwohner aus der näheren Umgebung um Verständnis, wenn es durch die Rückbaumaßnahmen der großen Industrieanlagen trotz aller Schutzmaßnahmen zeitweise zu unvermeidbaren Belästigungen kommen kann. Für Betroffene ist ASAS in besonderen Fällen unter der Hotline-Nummer 02631/90209-0 erreichbar.

Neue Arbeitsplätze entstehen

Auf dem 880.000 qm großen Areal von ASAS werden in den nächsten Jahren mehrere Hundert neue Arbeitsplätze entstehen. Weiterhin ist auf über 400.000 qm Konversionsfläche ein neues Wohn-Gewerbe Mischgebiet für mehr als 3000 Einwohner geplant sowie eine öffentliche Parkanlage entlang der Wied, die an den Neuwieder Schlosspark angebunden werden soll.

Die Pläne hierfür werden nach mehreren Planungsrunden mit den Neuwieder Stadtplanern in Kürze dem Ältestenrat von Neuwied vorgestellt, bevor sie in den zuständigen Gremien beraten werden.

Bevor eine neue Nutzung starten kann, müssen noch rund 10.000 Tonnen Altanlagen von ThyssenKrupp demontiert werden. Foto: ASAS

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