Politik | 18.03.2026

„Großes Unverständnis“

Mit großem Unverständnis verfolge ich die geplante 17. Bebauungsplanänderung Nr. 21 Schierlay. Was hier als notwendige Entwicklung dargestellt wird, wirkt bei genauerem Hinsehen eher wie ein Projekt, das über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg vorangetrieben werden soll.

Stadtentwicklung darf nicht bedeuten, immer mehr Flächen zu versiegeln, gewachsene Strukturen zu verändern und zusätzliche Belastungen für Anwohner in Kauf zu nehmen. Gerade Themen wie Verkehr, Umweltbelastung und der Verlust von Grünflächen scheinen in der öffentlichen Darstellung nur am Rande eine Rolle zu spielen. Dabei sind genau diese Punkte für die Lebensqualität vor Ort entscheidend.

Bezahlbarer Wohnraum für Familien ist gefragt, nicht Luxus um jeden Preis. Jetzt, 20 Jahre nach der letzten Bebauung soll ein Grundstück, welches zudem noch zu einem anderen Plangebiet gehört, am Ende unserer verkehrsberuhigten Spielstraße, ohne Wendemöglichkeit, ohne Gehwege und normalen Einfamilienhäusern mit einem Großprojekt von 7 Wohneinheiten inklusive Pool bebaut werden! Abgesehen davon, dass die Planung so gar nicht ins Straßenbild passt, von der bereits jetzt angespannten Parksituation und dem von ansässigen Schülern genutzten Schulweg zur Bushaltestelle, drängt sich doch die Frage auf: „Was haben die sogenannten Fachgremien sich dabei gedacht?“ vermutlich nicht viel.

Sicherheitshalber wurde der Baugrund auch noch als Plangebiet im Plangebiet ausgewiesen, ein Schelm wer böses dabei denkt. Überhaupt ist dieser Planungsnotstand erst durch vorangegangene fehlerhafte, oder zumindest fragwürdige, Bebauungsplanänderungen der zuständigen Gremien zu Lasten dieses Grundstückes entstanden. Die ursprüngliche Erschließung erfolgte nachweislich nicht über unsere Spielstraße und unser Plangebiet! Weil die vorgesehene Zuwegung verbaut wurde, sollen wir das jetzt ausbaden!?

Ebenso problematisch ist der Eindruck, dass Bürgerbeteiligung eher als formale Pflicht denn als ernst gemeinter Dialog verstanden wird. Wenn Entscheidungen faktisch bereits getroffen sind, bevor die Bevölkerung ihre Bedenken äußern kann, wird das Vertrauen in politische Prozesse nachhaltig beschädigt.

Eine verantwortungsvolle Planung sollte die berechtigten Sorgen der Bürger ernst nehmen und Alternativen offen prüfen. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen Vorrang vor langfristigen ökologischen und sozialen Folgen haben.

Die Planung von Großbauprojekten für benachbarte Plangebiete gehört mit Sicherheit nicht zum normalen Lebensschicksal einer Straße und schon gar nicht einer Spielstraße, wie von der VG auf Anfrage argumentiert wurde.

Gerade deshalb wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, die Planungen kritisch zu hinterfragen und echte Transparenz herzustellen. Entwicklung darf nicht um jeden Preis erfolgen – schon gar nicht auf Kosten der Menschen, die hier leben.

Joachim Schmitz, Bad Breisig

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  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
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