Politik | 30.09.2016

Ausschüsse des Kreises Ahrweiler tagten

Gute Nachrichten für den Kreishaushalt: Überschuss steigt auf 1,2 Millionen Euro

Auch der Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement schloss das Jahr 2015 mit einem erfreulichen Ergebnis ab

Kreis Ahrweiler. Mit einem erfreulichen Ergebnis schließt der Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement des Kreises Ahrweiler das Wirtschaftsjahr 2015 ab: der Jahresgewinn beträgt etwas mehr als 534.000 Euro, bei einer Bilanzsumme von gut 158 Millionen Euro. Das erfuhr der Werksausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) stellte dabei den Jahresabschluss 2015 vor, der vom Wirtschaftsprüfer Bernhard Holz von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz aus Bonn geprüft und für in Ordnung befunden worden sei. Der Gewinn soll in den Kreishaushalt fließen, was aber erst der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 7. Oktober endgültig beschließen wird.

Einsparungen habe man insbesondere bei den Personalaufwendungen erzielt, wo aufgrund von Stellenvakanzen 195.000 Euro weniger ausgegeben wurden, so Pföhler. Auf die ursprünglich aus Brandschutzgründen geplante Sanierung der Lüftungsanlage in der Sporthalle des Are-Gymnasiums konnte ersatzlos verzichtet werden, was 150.000 Euro brachte. Die Einsparbemühungen beim Stromverbrauch sowie der milde Winter führten zu 131.000 Euro weniger an Strom- und Heizenergie, und auch einige andere Positionen konnten günstiger gestaltet werden.

Ausgleich der Jahresrechnung für 2016 nicht gefährdet

Auch für das laufende Jahr 2016 sei alles im grünen Bereich, der Ausgleich der Jahresrechnung sei nicht gefährdet, so der Landrat. Derzeit werde die energetische Sanierung der Berufsbildenden Schulen im Umfang von bislang 1,1 Millionen Euro umgesetzt, zudem wurde ein Treppenturm als zweiter Rettungsweg am Rhein-Gymnasium Sinzig für 430.000 Euro errichtet. In die Realschule plus und Fachoberschule Adenauer wurden insgesamt rund eine Million Euro investiert, außerdem wurden die Rauchschutztüren im Are-Gymnasium sowie in der Berufsbildenden Schulen für jeweils etwa 220.000 Euro erneuert. „Insgesamt werden wir in diesem Jahr etwa 15 Millionen Euro für die Unterhaltung und den Betrieb unserer Schulen ausgeben“, fasste Pföhler zusammen.

Auch beim Kreishaushalt insgesamt könne man für 2016 von einer günstigeren Entwicklung als erhofft ausgehen, berichtete Pföhler kurz darauf dem Kreis- und Umweltausschuss. Wenn alles nach Plan laufe, werde sich der Jahresüberschuss im Ergebnishaushalt von ursprünglich veranschlagten 100.000 auf rund 1,2 Millionen Euro erhöhen. Der Gesamtumfang des Haushalts steigt von 189,5 auf 196 Millionen Euro. Auch im Finanzhaushalt sei von einer positiven Entwicklung mit einer Verbesserung von rund 2 Millionen Euro auszugehen, so das hier ein finanzieller Überschuss von 2,9 Millionen Euro erwartet werde. Somit sei der Kreis in der Lage, zum einen die Fehlbeträge aus den Vorjahren weiter abzubauen und der entsprechenden Forderung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier nachzukommen. Außerdem könne auf die geplante Aufnahme eines Investitionskredites in Höhe von rund 790.000 Euro vollständig verzichtet werden, freute sich Pföhler.

Gut gewirtschaftet und günstige Rahmenbedingungen

Für die positive Entwicklung des Kreishaushalts seien zwei Faktoren maßgeblich. Zum einen habe man gut gewirtschaftet, zum anderen gebe es günstige Rahmenbedingungen. „So konnten bei der Hilfe für Asylbewerber die Kosten um rund 1,2 Millionen Euro reduziert werden“, erläuterte Pföhler. Bei den Hilfen zur Erziehung habe man durch eine verbesserte Steuerung als Folge einer Organisationsuntersuchung im Vergleich zum Vorjahr eine Kostensenkung von rund einer Million Euro erreichen können. Weitere Verbesserungen in Höhe von 600.000 Euro ergäben sich bei den Personalkosten, unter anderem wegen rückläufiger Flüchtlingszahlen und der damit einhergehenden Schließung der AKNZ als Übergangseinrichtung für Flüchtlinge. „Insgesamt können wir also durchaus von einer positiven Entwicklung sprechen“, erklärte der Landrat. JOST

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