SPD-Fraktion fordert in den Haushaltsberatungen die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum
Hohe Beträge für die Schaffung von Wohnraum nötig
Koblenz. In vielen Städten der Republik ist das Problem der Wohnungsnot nach wie vor sehr präsent. Die herkömmlichen Lösungsansätze führen leider bei allen Bemühungen zu wenig Erfolg. „Wir haben in den vergangenen Jahren leider lernen müssen, warum das städtische Wohnungsbauunternehmen nicht so schnell Wohnungswünsche umsetzen kann, wie wir es uns eigentlich vorstellen. Bisherige Lösungsansätze schaffen den dringend benötigten Wohnraum nur zu langsam“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann. Bei der Frage, wie man neuen Wohnraum besonders in der Alt- und Innenstadt schaffen könnte, gibt es nach Meinung der Sozialdemokraten eine Möglichkeit, die mit dem nötigen politischen Willen umsetzbar wäre. In den diesjährigen Haushaltsberatungen hat die SPD daher gefordert, die Mittel der Haushaltsstelle für die Schaffung von Wohnraum in Höhe von vier Millionen Euro auf verschiedene Art und Weise zur Entschärfung der Wohnungsnot zu nutzen. „Zum einen sind wir der Meinung, dass das Eigenkapital der Koblenzer Wohnungsbau GmbH aus diesen Mittel erhöht werden sollte. Zum anderen fordern wir, dass die Gelder zum Ankauf von Grundstücken und Immobilien sowie deren Sanierung eingesetzt werden, um beispielsweise Büroraum in Wohnraum umzuwandeln. Neben dem Kauf sollte auch mit Überlassungsverträgen operiert werden. Hierbei überlassen Eigentümer die Büroflächen je nach Investitionsbedarf der Koblenzer Wohnbau für zehn bis zwanzig Jahre. Für diesen Zeitraum erhält sie den Mietzins. Nach Ablauf der Überlassung geht der Besitz der dann sanierten Fläche wieder an den Eigentümer zurück“, erläutert Lipinski-Naumann. Nach Meinung der Koblenzer Sozialdemokraten muss man versuchen, neue Wege und Lösungen zur Minderung des Wohnungsdrucks finden. „Die Mittel dieser Haushaltsstelle sind im letzten Jahr nicht abgerufen worden. Wofür stellen wir hier jedes Jahr Gelder ein, die dann nicht genutzt werden? Das muss sich ändern“, fordert Ratsmitglied Fritz Naumann am Rande der Sitzung des Haupt- und Finanzsausschusses. Ihm liegt vor allem die Idee der Umwandlung von leerstehenden Büroflächen in Wohnungen am Herzen. Gerade in der Innenstadt werde auch wegen Corona zunehmend Büroraum frei, weil Heimarbeitsplätze zunehmen. Die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum wird erfreulicherweise in vielen deutschen Großstädten als Möglichkeit angesehen, dass Wohnungsproblem etwas zu entschärfen. „Wir wissen, dass unsere Vorschläge nicht das gesamte Wohnungsproblem in Koblenz auf einen Schlag lösen, aber es wäre eine Schande, wenn die entstehenden freien Räume nicht genutzt werden. Koblenz braucht Wohnraum und unser Vorschlag zeigt einen Weg auf, den man gehen muss“, so Naumann.
Pressemitteilung SPD-Fraktion
im Koblenzer Stadtrat

Welche Bemühungen?Dieser Wohnungsdruck ist selbstgeschaffen u. verschuldet.Wer über Jahrzehnte sozialen Wohnungsbau ignoriert u.vernachlässigt hat,sollte sich jetzt nicht mit Ideen/Wünschen in den Vordergrund stellen.Schön zu hören,dass jedes Jahr (ab WANN?) Gelder eingestellt werden,die nicht abgerufen wurden.Warum nicht?WAS habt ihr in den letzten Jahren lernen müssen?Offensichtlich nichts.Büroraum = Wohnraum,der je nach Investitionsbedarf nach 10-20 Jahren an den Eigentümer saniert zurückgeht = in der Folge MIETERHÖHUNGEN u.städtische Verantwortung los.Eine Idee,unausgereift u.notgedacht.4 Mio Euro aus dem schlummernden Steuergelder-Topf in das Eigenkaptial der Städt.Wohnbau umzutopfen - keine Endlösung.
Eine Schande sind nicht leerstehende,freie (Büro)Räume,sondern die Versäumnisse derjenigen,die plötzlich erkennen,dass man sozial versagt hat,weil man in Sachen Wohnraum mehr auf nicht für jeden bezahlbaren Wohnraum setzte.