Politik | 26.01.2024

Bündnis 90/Die Grüne VG Höhr-Grenzhausen

Ist Wasser in Höhr-Grenzhausen sicher verfügbar?

VG Höhr-Grenzhausen.Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Es wird immer deutlicher, dass die Ressource Wasser nicht unendlich verfügbar ist. Der Klimawandel hinterlässt auch hier seine Spuren. Um das Bewusstsein für den Umgang mit Wasser zu stärken, hatten die Höhr-Grenzhäuser Grünen zur Informations- und Diskussionsveranstaltung in der Zweiten Heimat geladen. Das Interesse war groß. Mit über 70 Teilnehmenden war jeder Platz besetzt.

Zur aktuellen Situation und den Perspektiven unserer Wasserversorgung stellte Herbert Brockmann (B‘90/Grüne, Ortsverband HöhrGrenzhausen) die Grundlagen und Ziele des Landes Rheinland-Pfalz vor. Dabei ging er auch auf Gegebenheiten der Region Montabaurer Höhe ein. Aus dieser bezieht HöhrGrenzhausen einen Großteil seines Wassers. Thematisiert wurde auch der gestiegene Wasserverbrauch bei Bevölkerung und Landwirtschaft in Trockenphasen. Er wird auch künftig zu erwarten sein. Ebenso wurde der klimabedingte Rückgang der Grundwasserneubildung erklärt. In den letzten 20 Jahren ging die Grundwasserneubildung in Rheinland-Platz um 25 Prozent und auf der Montabaurer Höhe um 15 bis 20 Prozent zurück. Die üppigen Niederschläge der letzten Monaten schaffen vorerst nur Erholung für die Vegetation. Bis sie in den tieferen Grundwasser führenden Bodenschichten ankommen vergehen Jahre. Zehn Jahre sind dabei keine Seltenheit. Um die Versorgung weiterhin sicherzustellen, unterstützt das Land die Kommunen z.B. beim Ausbau von regionalen und überregionalen Leitungsnetzen sowie der Erschließung neuer Brunnen. Verbandsbürgermeister Thilo Becker ließ wissen, dass der Wasserverbrauch der vergangenen Jahre in Höhr-Grenzhausen zwar relativ konstant war. Der Rückgang der Grundwasserneubildung ist jedoch so signifikant, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bis zum Ende dieses Jahrzehntes laufen großzügig bemessene Wasserrechte aus. Damit sich das Grundwasservorkommen erholen kann ist davon auszugehen, dass die Wasserrechte bei der Neuvergabe stark beschnitten werden. Notwendige Untersuchungen zum Erschließen neuer Brunnenanlagen laufen bereits. Um langfristig ausreichend Wasser auch in Trockenphasen verfügbar zu haben, ist eine gemeinsame Leitungsvernetzung der Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Montabaur und Wirges mit dem Wasserreservoir des Neuwieder Beckens geplant. Ergänzend soll Wasser aus dem Rheintal bezogen werden. Die zuständigen Gremien beraten Ende dieses Monats gemeinsam darüber. Monika Runkel (Leiterin des Forstamtes Hachenburg und des Forstlichen Bildungszentrums Rheinland-Pfalz) erläuterte eindrucksvoll die grundsätzliche Bedeutung des Wassers. Rückhaltemaßnahmen in den Wäldern, sei es zum Erhalt der Wälder, zur Grundwasserneubildung oder zum Artenschutz sind intensiver Bestandteil der Forstbildungsarbeit und werden seit längerem immer mehr umgesetzt. Oft sind bereits kleine bauliche Maßnahmen sehr wirkungsvoll, um Wasser in der Waldfläche zu halten. Z.B. sind Waldwege für abfließendes Regenwasser durchlässig oder Rückegassen abflussmindernd anzulegen.

Die längere intensive Abschlussdiskussion war in Einzelfällen kontrovers. Konsens bestand unter fast allen Teilnehmenden darin, dass Wasser gespart werden muss. Dem müssen amtliche Planungen und Bewirtschaftungen nun Rechnung tragen. So sollten die getrennte Nutzung von Grau- und Regenwasser berücksichtigt sowie die Anlage von Versickerungsflächen forciert werden. Des Weiteren sollte in Trockenphasen auf Poolfüllungen und Gartenbewässerung verzichtet sowie der flächenhafte Wasserrückhalt in den Wäldern realisiert werden. Gespannt sein dürfen wir auch, was aus dem Vernetzungsvorhaben „Neuwieder Becken“ wird. „Wir kümmern uns weiterhin um das Thema Wasser und halten Sie auf dem Laufenden.“

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