Meckenheimer Gymnasiasten wählten den 19. Bundestag schon drei Tage früher
Junior-Wahl am Konrad-Adenauer Gymnasium
Meckenheim. Im Beisein von Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles bildeten sich am Donnerstagmorgen Schlangen vor dem in Raum 113 eingerichteten Wahllokal. Wie bei der echten Wahl am Sonntag, musste die Wahlbenachrichtigung und ein Lichtbildausweis vorgezeigt werden um den Stimmzettel zu erhalten. Gut im Unterricht vorbereitet war der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme allen Beteiligten klar.
Die Juniorwahl, eines der größten Projekte zur politischen Bildung in Deutschland, spricht Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren an und fordert diese zu einem politischen Engagement in einer lebendigen Demokratie auf.
Im Unterricht der Fächer Politik und Sozialwissenschaften sind zunächst die Wahlen als wichtiges Instrument der Demokratie thematisiert worden. In Kleingruppen haben die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Parteiprogramme durchleuchtet und den online „Wahlomat“ ausprobiert. In Wandzeitungen und auf Schautafeln wurden die Zielsetzungen der Parteien vergleichend dargestellt.
„Von besonderem Interesse waren natürlich die Aussagen zur Bildungspolitik“, berichtet Politiklehrerin Daniela Julius. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie die rund 200 Gymnasiasten in den letzten Wochen auf die Wahl vorbereitet. „Auch wenn unsere Schüler noch nicht aktiv an der 19. Bundestagswahl teilnehmen dürfen, so bietet die Juniorwahl einen ganz besonderen Reiz.“ Alles läuft nämlich ab, wie in der Realität. Es gibt Wahlbenachrichtigungen, Wahlkabinen, Stimmzettel und Wahlurnen. Das Ergebnis der Wahl wurde zeitgleich mit den ersten Hochrechnungen der großen, echten Schwester am Sonntag ab 18 Uhr auf der Website der Schule veröffentlicht werden. Zudem gibt der Wahlausschuss eine Meldung an den Verein Kumulus e.V., der die Juniorwahl an den insgesamt 3.200 teilnehmenden, weiterführenden Schulen bundesweit koordiniert. Im Unterricht in der Woche nach der Wahl werden abschließend die Ergebnisse der Schülerschaft des KAG im Vergleich mit den bundesweiten Tendenzen und den Ergebnissen in den heimischen Wahlkreisen diskutiert.
Die Schüler bei der Stimmabgabe.
